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Arthrose - was gibts es für Behandlungsmöglichkeiten?


In Deutschland leidet fast jeder Dritte aus der Altersgruppe der 45- bis 67-Jährigen an Arthrose (auch: Gelenkverschleiß) - mit steigender Tendenz! Tatsächlich kommt Arthrose heute doppelt so häufig vor wie noch vor 100 Jahren und ist damit die häufigste Gelenkerkrankung überhaupt.

Eine Heilung gibt es bei Arthrose bislang nicht. Allerdings gibt es verschiedene Behandlungsansätze, die das Ziel haben, die Beschwerden zu lindern, die Bewegungsfähigkeit wiederherzustellen und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Da sich die Krankheit häufig unbemerkt weiterentwickelt, ist es wichtig, schon bei ersten Anzeichen einen Arzt aufzusuchen. Je früher die Behandlung beginnt, umso vielversprechender ist der Behandlungserfolg. Grundsätzlich ist zwischen konservativen und operativen Behandlungsmethoden zu unterscheiden.

Konservative Behandlungsmöglichkeiten

Zu der konservativen Behandlung bei einer Arthrose gehört in erster Linie eine generelle Entlastung der betroffenen Gelenke. Diese wird zum Beispiel durch eine Reduzierung des Körpergewichts (bei Übergewicht) oder durch orthopädische Hilfsmittel wie Verbände, weiche Schuhsohlen oder Gehhilfen erzielt. Neben dem Schutz vor Über- und Fehlbelastungen ist regelmäßige und vor allem richtige Bewegung ein wesentlicher Bestandteil der konservativen Behandlung. Wichtig ist, nur solche Sportarten zu wählen, welche die Gelenke schonen. Dazu zählen unter anderem Schwimmen, Wandern und Fahrradfahren (niedrige Gänge).

Darüber hinaus können Ergo- und Elektrotherapie sowie physiotherapeutische Maßnahmen wie Massagen, Krankengymnastik, Kälte- und Wärmebehandlungen einen wichtigen Beitrag zu einer erfolgreichen Arthrosebehandlung leisten. Sie verbessern die Durchblutung, lösen bestehende Verspannungen und stärken die Muskeln. In der Folge kann die Muskulatur die Gelenke besser stützen und die generelle Beweglichkeit erhöhen.

Schließlich gehören auch Medikamente zur konservativen Behandlung von Arthrose. Hier sind vor allem schmerzlindernde und entzündungshemmende Mittel zu nennen. Sie werden entweder äußerlich (in Form von Salben, Gelen oder Cremes) aufgetragen oder in Tablettenform eingenommen. Sie können aber auch direkt vom Arzt in das von Arthrose betroffene Gelenk gespritzt werden. Häufig kommt bei dieser Behandlungsmethode das entzündungshemmende Kortison oder Hyaluronsäure zum Einsatz, die auch als natürlicher Bestandteil in der Gelenkschmiere vorkommt und deren Wirkung verstärken soll.

Eine Alternative zu den herkömmlichen Medikamenten stellt die sogenannte Orthokin-Methode dar. Hierbei handelt es sich um eine besondere Form der Eigenblutbehandlung, bei der den Patienten ihr zuvor entnommenes und mit entzündungshemmenden und wachstumsfördernden Proteinen angereichertes Blut in das von Arthrose betroffene Gelenk gespritzt wird. Nebenwirkungen sind bei der Orthokin-Methode sehr unwahrscheinlich.

Operative Behandlung

Wenn eine konservative Therapie keinen Erfolg zeigt, zum Beispiel weil die Erkrankung schon zu weit fortgeschritten ist, kommt eine operative Behandlung in Betracht. Je nach Form und Ausmaß der Arthrose können unterschiedliche Operationsmethoden zum Einsatz kommen. Bei einer Arthrose an den Händen, Ellenbogen, Schulter, Hüfte oder Knie ist eine Gelenkspiegelung meist die Methode der Wahl.

Auch der allgemeine Gesundheitszustand der Patienten sowie deren Alter spielt eine Rolle bei der Auswahl der Operationsmethode. Für Patienten über 60 Jahre bietet sich meist der Einsatz eines künstlichen Knie-, Hüft-, Schulter- oder Sprunggelenks an. Dieses befreit die Patienten nicht nur von Schmerzen, sondern stellt in der Regel auch die Funktion wieder her, die das Gelenk ausübt. Das führt zu in vielen Fällen zu einer erheblich verbesserten Beweglichkeit im Alltag und somit zu mehr Lebensqualität. Geht es in erster Linie um die Schmerzfreiheit, kann es sinnvoll sein, eine gelenkversteifende Operation (zum Beispiel an der Wirbelsäule oder am Hand-, Ellenbogen- oder Sprunggelenk) durchzuführen. Diese Methode nennt sich Arthrodese und kommt in der Regel nur bei komplett verschlissenen Gelenken zum Einsatz. Ziel ist es, die Beweglichkeit des betroffenen Gelenks vollständig zu unterbinden und dadurch den Schmerz auszuschalten.


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