50PLUS – GESUNDHEIT

Lästiges Temperaturchaos: Hitzewallungen im Herbst bekämpfen


Lassen Sie sich Temperaturschwankungen nur in der Natur gefallen.

Hitzewallungen in den Wechseljahren sind ein Graus. In den kalten Jahreszeiten wird es für viele Frauen dank Extremtemperaturen sogar noch schlimmer. Wir informieren, wie Sie auch ohne Medikamente oder medizinische Eingriffe mit dem «Klima» im «Klimakterium» klarkommen.

Viele Frauen im Herbst ihres Lebens haben im eigentlichen Herbst noch häufiger mit Hitzewallungen zu kämpfen als sonst. Vor allem beim Übergang von Innenräumen ins Freie und umgekehrt kann es schwierig sein, die eigene Körpertemperatur unter Kontrolle zu halten.

In der einen Sekunde glüht und schwitzt man noch, in der anderen zittert man wie Espenlaub. Doch es gibt zahlreiche Methoden, dem Temperaturchaos Einhalt zu gebieten. Dafür sollte man allerdings verstehen, wie es überhaupt dazu kommt.

Die Wurzel des Übels

Hitzewallungen, im Englischen auch "Hot Flashes" genannt, haben ihre Ursache in einem verringerten Östrogenspiegel während der Menopause. Dieser kann den Hypothalamus, der für die Wahrnehmung und Regelung der Körpertemperatur verantwortlich ist, durcheinanderbringen.

Infolgedessen weiten sich plötzlich die Gefässe direkt unter Haut und werden stärker durchblutet, was im Brust-, Hals- und Kopfbereich beginnt und als heftiger Wärmeschub empfunden wird. Begleiterscheinungen sind eine gerötete Haut, starkes Herzklopfen und - besonders lästig - heftiges Schwitzen, das oft einen Wechsel der Garderobe nötig macht.

Nach ein bis drei Minuten ist der Spuk vorbei, dafür fährt nun dank Schweissverdunstung ein unangenehmer Kälteschauer über den gesamten Körper. Wenn solche Symptome bis zu 40 Mal am Tag auftreten, ist es kein Wunder, wenn man sich erschöpft, entnervt und frustriert fühlt.

Zwar können spontane Hitzewallungen bei jedem Menschen auftreten, Frauen in den Wechseljahren sind jedoch anfälliger für sämtliche bekannten Trigger-Faktoren wie sportliche Betätigung, Stress oder den plötzlichen Übergang von draussen zu drinnen.

Kurzfristige Besserung verschaffen zum Beispiel Stosslüften sowie der Einsatz von Klimaanlage oder Ventilator (im Internet gibt es auch handliche Versionen für den Arbeitsplatz). Insgesamt ist es sinnvoll, die Raumtemperatur per Thermostat eher etwas kühler, also bei 17 bis 18 Grad Celsius, zu belassen, und sich im Zweifelsfall wärmere Kleidung anzuziehen.

Faktor Kleidung

Falsche Kleidung ist es auch, die den Kampf gegen Hitzewallungen aussichtslos machen kann. Zwar ist der Begriff "Zwiebel-Look" weitreichend bekannt, nur wenige Menschen scheinen aber zu wissen, wie dieser richtig funktioniert. Es reicht nämlich nicht, einfach mehrere Lagen Kleidung übereinander zu tragen.

Essentiell ist vor allem, diese schnell und einfach ab- und anlegen zu können. Dicke Pullover sind demnach weniger geeignet als etwa Strickjacken, die man über einem leichten Hemd trägt. Beide Teile lassen sich mühelos ausziehen und können zudem offen oder halb zugeknöpft getragen werden, um mehr Spielraum für das Temperaturempfinden zu lassen.

Im Freien stellt ein Mantel, am besten aus atmungsaktiven Naturmaterialien wie Leinen oder Baumwolle, die oberste Kleidungsschicht dar. Speziell bei Übergrössen sollte man aufpassen, dass dieser nicht zu eng ausfällt, weil Hitzewallungen dadurch begünstigt werden könnten.

Bei vorteilhaft geschnittenen Modellen, wie sie der auf Übergrössen spezialisierte Shop Emilia Lay führt, kommt neben dem Komfort auch die ästhetische Komponente für molligere Trägerinnen nicht zu kurz.

Aktiv werden für mehr Lebensqualität

Zwar lassen Hitzewallungen meist innerhalb von drei Jahren wieder nach, die Zeit bis dahin kann aber als sehr quälend erlebt werden. Deshalb sollte man zumindest über eine vorübergehende Änderung der Lebensweise nachdenken. Moderater Sport und Entspannungsübungen wie Yoga, Meditation und die erwiesenermassen wirksame Zwerchfellatmung können Stress abbauen und die Häufigkeit von Hitzewallungen verringern.

Genussmittel wie Nikotin, Koffein und Alkohol sollten stark eingeschränkt oder gänzlich vermieden werden, ebenso wie pikante Gewürze und zu heisse Getränke und Speisen. Dafür sollte mehr Östrogen in die Ernährung eingebracht werden, etwa in Form von Sojabohnen, Linsen und Tofu. Übrigens sollte man nur bei ganz schlimmen Fällen, also wenn die Hitzewallungen die Lebensqualität immens einschränken, eine Hormontherapie beim Arzt in Betracht ziehen, da diese mit starken und teils gefährlichen Nebenwirkungen einhergehen kann. Vorher sollte jedoch abgeklärt werden, ob nicht eine Erkrankung (z.B. Schilddrüsenüberfunktion oder Hypoglykämie) für die Hitzewallungen verantwortlich ist.


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