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Mahlzeiten per Internet ordern - interessant auch für Senioren?


Mahlzeiten per Internet ordern

Rund 17 Millionen Menschen, die älter als 65 sind, leben derzeit in Deutschland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist die Tendenz steigend. Rund ein Viertel der Senioren wohnt in Einpersonenhaushalten. Stiftung Warentest berichtet, dass ebenfalls rund ein Viertel der Senioren es sich wünscht, Essen nach Hause geliefert zu bekommen. Inwiefern kann also diese Bevölkerungsgruppe vom Trend profitieren, Essen online zu bestellen?

Warum wünschen sich Senioren Lieferdienste für das Essen?

Die Bedürfnisse von älteren Menschen werden maßgeblich durch die Lebenssituation beeinflusst. Wer im Alter alleine wohnt, oft verwitwet, steht häufig vor der Frage, ob es sich überhaupt noch lohnt, für eine Person zu kochen. Eingeschränkte Mobilität oder mangelnde Kochkünste sind weitere Faktoren, die dazu führen, über Lieferdienste nachzudenken. Unter dem Oberbegriff "Essen auf Rädern" existieren solche Dienstleistungen in Deutschland bereits seit den frühen 1960er Jahren. Laut Stiftung Warentest teilen sich aktuell rund 1300 soziale und etwa 700 private Lieferdienste mit mehr als 320.000 Mahlzeiten täglich den Markt für das klassische "Essen auf Rädern". Im Test schneiden diese Menüdienste aber insgesamt nur durchschnittlich ab. Manche Probeessen waren mit Keimen belastet, andere enthielten zu viele Fette und zu viel Salz. Punkten konnte "Essen auf Rädern" mit Optionen für besondere Ernährungsbedürfnisse wie etwa Diabetiker-Menüs. u

Unterschiede zwischen "Essen auf Rädern" und modernen Lieferdiensten

Bei "Essen auf Rädern" werden üblicherweise Mahlzeiten geliefert, die vom Besteller daheim noch aufgewärmt werden müssen. Die Alternative dazu sind moderne Anbieter, die warme Gerichte direkt aus Restaurants nach Hause bringen. Jeder zweite Deutsche nutzt nach Angaben des Statistikportals Statist zumindest gelegentlich diese Möglichkeit. Normalerweise wählt der Kunde über ein Internetportal sein Essen aus und bekommt es dann rasch angeliefert. Zu den führenden Anbietern für diesen Service zählt in Deutschland Lieferheld. Die Vorteile des modernen Konzepts liegen auf der Hand: Die Auswahl zwischen verschiedenen Restaurants und ganzen Speisekarten lässt kaum Wünsche offen und ist wesentlich größer als bei den Menüs von "Essen auf Rädern". Zudem wird auf ein Abo-Modell verzichtet und die Lieferzeiten lassen sich frei bestimmen. Auch das Aufwärmen der Mahlzeiten entfällt. So überrascht es nicht, dass immer mehr Senioren zu den Kunden von Lieferheld und ähnlichen Anbietern gehören.

Was dürfen Senioren von den neuen Lieferdiensten erwarten?

Auffällig ist, dass bei den neuartigen Lieferdiensten für online bestellte Mahlzeiten spezielle Angebote für Senioren Mangelware sind. Hausmannskost lässt sich beispielsweise unter der Rubrik "Deutscher Küche" gut finden, aber Seniorenteller sind rar gesät. Vegetarier werden bestens bedient, doch Diabetiker finden oft nichts Passendes. Zumindest die Bedienbarkeit der Internet-Bestellportale ist einfach gestaltet und sollte auch für ältere Menschen mit wenig Online-Erfahrung kein Problem darstellen. So gilt als allgemeiner Rat: Ausprobieren kann nicht schaden, auf jeden Fall sind die modernen Lieferdienste eine Alternative zum altbekannten "Essen auf Rädern".


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