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5 spannende Fakten über das Liebesleben in den Wechseljahren

Wechseljahre haben mit der sexuellen Lust nur wenig zu tun.

Im Alter verschwindet die Libido? Nur Frauen kommen in die Wechseljahre? Wir zeigen Ihnen fünf überraschende Wahrheiten über das Liebesleben im Klimakterium.

Alena Hecker von "so-gesund.com" hat 5 Fakten über die Liebe in den Wechseljahren für Sie zusammengestellt, die sie vielleicht überraschen werden:

1. Frauen ab 60 haben keinen Beischlaf mehr?
Ganz im Gegenteil! Einer Langzeitstudie der Universität Leipzig zufolge haben Frauen zwischen 60 und 70 Jahren heutzutage sogar ein aktiveres Liebesleben als noch vor einigen Jahren. Während 1994 rund 31 Prozent von ihnen angaben, regelmässig Beischlaf zu haben, bezeichneten sich 2016 schon 42 Prozent als aktiv. Vor allem bei Paaren spielt sich einiges im Bett ab: Gut drei Viertel der Männer und Frauen zwischen 60 und 70 Jahren sind aktiv.

2. Mit dem Alter schwindet die Lust auf das Liebesleben
Tatsächlich kann es sein, dass die Libido im fortgeschrittenen Alter anfängt zu schwächeln - allerdings bei beiden Geschlechtern. Männer beschäftigt das Thema meist zwischen 35 und 44 Jahren, bei Frauen sinkt das sexuelle Interesse etwas später: im Alter von 55 bis 64 Jahren. Eine gross angelegten britischen Studie hat sich mit den Gründen für die Unlust befasst. Denn immerhin leiden rund 15 Prozent der Männer unter ihrem Desinteresse, bei den Frauen sind es sogar mehr als ein Drittel. Bei beiden Geschlechtern sind es Krankheiten, Kommunikationsprobleme mit dem Partner, Stress oder Schwierigkeiten, die die Lust auf den Beischlaf mindern. Umgekehrt verspüren diejenigen Befragten die meiste Lust auf aktive Liebe, die regelmässig mit ihrem Partner sprechen - auch über das Liebesleben.

3. Schuld an der schwächelnden Libido sind fehlende Hormone
Östrogen ist ein Oberbegriff für mehr als 30 verschiedene Hormone. Im weiblichen Körper sind sie auch, aber nicht nur fürs Erotische zuständig. Während der Wechseljahre werden immer weniger Geschlechtshormone produziert. Ein Mangel an Testosteron kann die Lust bei Frauen wie auch bei Männern mindern. Ein sinkender Östrogenspiegel im weiblichen Körper führt dazu, dass die Genitalschleimhaut nicht mehr ausreichend befeuchtet wird, sie wird dünner und empfindlicher. Für die Lust auf das Liebesleben sind am Ende doch meistens vor allem seelische Faktoren verantwortlich. Denn ob jemand erregt ist, hat mit den Hormonen gar nichts zu tun. Da zählt es vielmehr, ob die beiden Partner sich miteinander wohlfühlen, liebevoll miteinander umgehen und wissen, wie sie sich gegenseitig verwöhnen können.

4. Frauen in den Wechseljahren können nicht schwanger werden
Wenn der Hormonspiegel zu schwanken beginnt, wird der Zyklus einer Frau unregelmässig. Die Blutung lässt auf sich warten oder es kommt zu Zwischenblutungen, immer wieder gibt es Zyklen ohne Eisprung. Trotzdem ist eine Schwangerschaft immer noch möglich. Laut Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2015 in Deutschland 2268 Kinder von Frauen geboren, die 45 Jahre oder älter waren. Das entspricht 0,3 Prozent aller lebend geborenen Babys dieses Jahres. Als beendet gilt die fruchtbare Lebensphase erst, wenn ein Jahr lang keine Blutung mehr aufgetreten ist.

5. Auch Männer kommen in die Wechseljahre
Midlife-Crisis, Andropause, Wechseljahre - tatsächlich scheinen Männer in einem bestimmten Alter eine ähnliche Phase zu durchlaufen wie Frauen in den Wechseljahren. Sie leiden an Antriebslosigkeit, Verstimmung, Gewichtszunahme am Bauch, erotischer Unlust. Auch ihr Hormonspiegel verändert sich mit den Lebensjahren, ist jedoch in den wenigsten Fällen allein für solche Symptome verantwortlich. Wer sich sportlich fit hält, auf die Ernährung achtet und durch geistige Tätigkeiten auch das Hirn fordert, kann seinen Hormonspiegel meistens einigermassen stabil halten und fühlt sich in der eigenen Haut auch wieder wohler.



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