Brust-Operation über 50 – Geht das?

Wissenswertes zu Schönheitoperationen.
Wissenswertes zu Schönheitoperationen. - (Foto von Puwadon Sang-ngern von Pexels)
Die meisten Frauen – und auch sehr viele Männer – träumen davon, möglichst lange faltenfrei und schön zu sein.

Ab dem Alter von rund 50 Jahren sehen sich viele Menschen jedoch mit der Realität konfrontiert. So lässt sich feststellen, dass die Spannkraft der Haut merklich abnimmt und immer mehr Falten zu erkennen sind.

Sogar diejenigen, die im Alter ansonsten noch äußerst agil sind, können den Alterungsprozess durch Anti-Aging-Anwendungen und Sport nur zum Teil verlangsamen. Menschen, die sich mit den natürlichen Zeichen der Alterung nicht abfinden können und deren Lebensfreude unter diesen merklich leidet, finden jedoch häufig einen Ausweg in der plastischen Chirurgie.

Doch ist es eigentlich überhaupt möglich, Schönheitsoperationen, wie etwa eine Brustvergrößerung, auch noch im fortgeschrittenen Alter durchführen zu lassen? Der folgende Artikel beantwortet diese Frage und zeigt außerdem, ob ein erhöhtes Risiko von den Eingriffen in späteren Lebensjahren ausgeht.

Die häufigsten Schönheitsoperationen im Alter

Besonders, wenn sich das Alter klar im Gesicht erkennen lässt, entscheiden sich viele Menschen dazu, eine Schönheitsoperation in Form eines klassischen Faceliftings durchführen zu lassen. Dafür stehen grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, ob Halsstraffungen, Botox oder das vollständige Lifting des Gesichts.

Eine verminderte Spannkraft lässt sich darüber hinaus bei vielen älteren Menschen auch im Bereich des Bauches beobachten. Daneben führen auch große Gewichtsschwankungen oder Schwangerschaften dazu, dass sich Hautlappen bilden, die von den Betroffenen als unästhetisch empfunden werden. Eine Straffung des Bauches wird von den Chirurgen daher ebenfalls sehr häufig bei Patienten im fortgeschrittenen Alter durchgeführt.

Besonders ältere Frauen, die sich bereits in der Vergangenheit einer Brustoperation unterzogen haben, tragen oft Implantate in sich, deren Standards heutzutage längst überholt sind und daher erneuert werden müssen. Es können jedoch auch reine Gründe der Ästhetik dafür sprechen, dass das Ergebnis einer zurückliegenden Brustvergrößerung überarbeitet werden muss.

Die Risiken der Schönheits-OPs in fortgeschrittenen Jahren

Viele Menschen im fortgeschrittenen Alter, die sich für die Durchführung einer Schönheitsoperation interessieren, sorgen sich jedoch um ein erhöhtes Risiko bei dem chirurgischen Eingriff. Grundsätzlich wird der Körper natürlich durch jede Operation in hohem Maße belastet, sodass die Risiken niemals zu vernachlässigen sind.

Allerdings äußern zahlreiche erfahrene Chirurgen, dass bei älteren Menschen nicht generell ein höheres Risiko mit einer Operation einhergeht als in jungen Jahren. Ausschlaggebend ist dabei schließlich immer der individuelle Gesundheitszustand des Patienten. Bei einigen Eingriffen, wie etwa dem Facelift, stellt es sogar einen Vorteil dar, dass die Heilung der Narben im fortgeschrittenen Alter langsamer abläuft.

Jedoch treten bei älteren Menschen einige Volkskrankheiten wesentlich häufiger auf, wie etwa Lungenkrankheiten, Diabetes oder Bluthochdruck. Diese und auch die Einnahme von Medikamenten, die blutgerinnend wirken, wirken sich auf die Narkose und die Operation selbst durchaus risikoerhöhend aus.

Daneben zeigt sich in den meisten Fällen auch die Heilungszeit nach dem chirurgischen Eingriff bei älteren Patienten wesentlich länger. Dennoch lässt sich kein grundlegendes höheres Risiko für Störungen der Wundheilung beobachten.

Bei Brustvergrößerung müssen jedoch einige Besonderheiten berücksichtigt werden. Das Bindegewebe der Patientinnen im fortgeschrittenen Alter gestaltet sich schließlich nicht mehr so belastbar, wie in jungen Jahren. Ältere Frauen, die sich dennoch eine größere Brust wünschen, müssen somit unter Umständen eine zusätzliche Bruststraffung im Rahmen des Eingriffs durchführen lassen.

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