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Mit welcher Taktik spielt man Memory am erfolgreichsten?

Memory trainiert das fotografische Gedächtnis

Memory trainiert das fotografische Gedächtnis

Memory ist eigentlich ein Kinderspiel, doch auch Erwachsene spielen es nach wie vor gerne. Doch mit welcher Taktik kommt man zum Sieg? Gibt es Strategien und Methoden, die zum Sieg führen? 

Das Merksystem ist die halbe Miete
Um ein guter Memory-Spieler zu werden, ist es wichtig die eigene Merkfähigkeit zu trainieren. Das sogenannte Globus-Merksystem basiert auf der Vorstellungskraft. Die Karten werden in einem 8 x 8 Quadrat ausgelegt, doch gedanklich wird ein Globus druntergesetzt.

Es ist reine Übungssache, den Ländern eine Zone, ähnlich eines Schachbretts zuzuordnen und schon können Karten einer Region zugeordnet werden. Wird nun eine Karte, beispielsweise mit einer Katze darauf aufgedeckt, wird diese gedanklich dem Land "Ägypten" zugeordnet.

Als Eselsbrücke wird sich nun vorgestellt, dass der Apfel auf einer Pyramidenspitze steckt. Das Bild entsteht im Hirn und wird gespeichert. Sobald nun der zweite Apfel aufgedeckt wird, greift das Hirn auf die gemerkte Pyramide zurück und das Paar ist gefunden. 

Strategien für den Sieg 
Um tatsächlich ein guter Memoryspieler zu werden, braucht es jedoch noch eine gute Spielstrategie. Die Durchführung der Strategie beim Memory setzt voraus, dass alle Karten fehlerfrei im Kopf gespeichert sind. Sobald ein Spieler am Zug ist, werden zunächst die Pärchen aufgedeckt, die bereits bekannt sind. 

Nun gibt es zwei Methoden. Variante eins ist es, dass ähnlich wie bei Kindern neue Karten aufgedeckt werden, um mehr Kenntnis über verdeckte Karten zu erhalten. Die zweite, sichere Methode ist es, eine alte Karte aufzudecken, wenn bereits das Gegenstück bekannt ist. 

Im Zweifel gibt es auch die Möglichkeit absichtlich einen falschen Zug zu machen, um die Gegenspieler zunächst zum Zug zu zwingen. So werden mehr Karten aufgedeckt und der Spieler hat bessere Kenntnisse über verdeckte Karten. 

Merken mit Assoziationen 
Assoziationen sind die Basis des Spiels. Wenn sich der Spieler Geschichten zu den Karten ausdenkt, schafft er es auch mehr als eine Karte zu merken und so, anhand der oben beschriebenen Globusposition die Pärchen abzuräumen. 

Beispiel: Anhand der Positionierung auf dem gedanklichen Globus befindet sich das Bild des Hundes in Italien, in der Region des Stiefels. Der Hund kann mit einer solchen Geschichte relativ leicht gemerkt werden. Sobald der zweite Hund nun aufgedeckt wird, kann problemlos auf das erste Symbol gefunden werden. 

Gehirntraining für besseres Spielen 
Um wirklich zum Meister im Memory zu werden ist es ratsam, das Gehirn immer wieder zu traineren. Hierfür gibt es im Internet ebenso gute Möglichkeiten wie offline. So sind beispielsweise Spiele wie "ich packe meinen Koffer" eine gute Methode, um die geistige Geschichtenbildung zu unterstützen.

Bei diesem Spiel braucht es mindestens zwei Spieler, die gedanklich einen Koffer packen. Nachdem die erste Person gedanklich ein Teil in den Koffer gepackt hat, muss die zweite Person dieses Teil wiederholen und anschliessend ein eigenes hinzufügen. Das Spiel geht solange, bis einer vergessen hat eins der Teile einzupacken. 

Auf diese Weise wird die geistige Merkfähigkeit trainiert und stimuliert. Es müssen in Windeseile Geschichten im Hirn gebildet werden, die eine Assoziationskette darstellen. Wenn beispielsweise im Koffer eine Hose, ein Memoryspiel und ein Ballon vorhanden sind, könnte die Merkgeschichte wie folgt aussehen: Bekleidet mit einer Hose spielen zwei Menschen Memory und der Gewinner erhält einen Ballon.



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