So bleiben Sie finanziell unabhängig und flexibel

Im Alter finanziell unabhängig sein.
Im Alter finanziell unabhängig sein. - (Bild von Gerd Altmann auf Pixabay)
Wer bereits jenseits der Fünfzig ist, geht langsam aber sicher auf das Rentenalter zu und möchte im Alter finanziell unabhängig und flexibel bleiben.

Bei der jährlichen Post von der Rentenkasse kommt jedoch schnell Angst auf – nach jahrzehntelangem Arbeiten bleibt häufig nur eine kleine Rente übrig. Bei einigen Personen mag es ausreichen, den persönlichen Lebensstil der neuen finanziellen Situation in der Rente anzupassen. Bei anderen kann eine niedrige Rente sogar zur Altersarmut führen. Daher ist es wichtig, schon möglichst früh vorzusorgen. Auch mit Ü50 ist der Zug noch nicht abgefahren.

Jetzt Vorkehrungen für Später treffen

Es ist nicht selten, dass man erst in den Fünfzigern finanziell stabil wird – meist sind erst dann die Kinder aus dem Haus und das Wohneigentum fertig abbezahlt. Doch anstatt wohlverdient durchzuatmen, hält bereits die nächste Sorge Einzug – die Altersvorsorge. Gerade für das Alter streben viele eine finanzielle Freiheit an, so wie sie sie in ihren Fünfzigern genießen. Mit der richtigen Vorbereitung steht dieser Freiheit nichts im Wege.

Lebensstil schon jetzt ändern

Ein Ansatz, den viele Menschen verfolgen, wenn die finanzielle Freiheit eigentlich am größten ist, ist das aktive Sparen. Man lebt aus Angst vor der Zukunft unter seinen Verhältnissen und schafft so viel Kapital wie möglich auf die Seite, um sich ein finanzielles Polster aufzubauen. Auch wenn es durchaus sinnvoll ist, einen soliden Notgroschen auf der hohen Kante zu haben, bringt das Einschränken des Lebensstils zwei entscheidende Nachteile mit sich:

Einerseits kann häufig gar nicht ausreichend viel Geld gespart werden, um die Versorgungslücke in der Rente effektiv auszugleichen. Andererseits widerspricht das massive Einschränken des Lebensstils dem Streben nach finanzieller Freiheit – denn diese kann man häufig weder während der Sparphase noch hinterher auskosten.

Vorsorgen durch Investitionen

Für viele Personen ist das Eigenheim die einzige Investition, die aktiv getätigt wird. Immobilien gelten als Nonplusultra, denn sie sichern einem das kostenlose Wohnen im Alter. Anstatt Miete an eine fremde Person zu bezahlen, tilgt man einen Kredit für etwas, das man irgendwann sein Eigentum nennt. Dennoch bringt die eigene Immobilie alleine im Alter nicht immer die erhoffte Freiheit mit sich:

Es fallen zwar keine Mietkosten an, dennoch werden nach der Tilgung des Kredits oft schon die ersten Renovierungen und Modernisierungen notwendig – weitere Investitionen die gestemmt werden möchten. Dazu kommt die Tatsache, dass Immobilien Kapital zwar gut speichern, aber eben nicht abgeben können. Das Kapital der Eigentümer ist also in einer Immobilie gebunden und kann nicht zum Füllen eventueller Versorgungslücken dienen. Es ist daher sinnvoll, anderweitig Geld zu investieren, um vorhandene Lücken im Alter schließen zu können.

So kann man auch Ü50 lukrativ investieren

Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase fallen Bankeinlagen heutzutage meist der Inflation zum Opfer. Durch die Ukraine Krise könne die Inflationsrate Experten zufolge bis auf einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz steigen – Zinsen können das nicht mehr ausgleichen. Auf der Bank geparktes Kapital wird also nicht mehr, sondern ganz im Gegenteil: Es verliert mit der Zeit an Wert.

Es gilt also, Investitionsmöglichkeiten für sich zu entdecken, die auf mittel- und langfristige Sicht solide Rendite abwerfen. Doch mit zunehmendem Alter trauen sich viele Personen nicht, ihr Geld zu investieren. Dabei besteht eigentlich kein Grund zur Sorge. Besonders dann nicht, wenn man auf Geldanlagen setzt, die man jederzeit liquidieren kann, um an sein Geld zu kommen.

Aktienhandel

Der Handel mit Aktien ist die wohl klassischste Methode, um durch Investitionen Geld zu verdienen. Aktien mit Dividenden versorgen einen in regelmäßigen Abständen mit Kapital. Aktien ohne Dividenden bieten häufig die bessere Rendite. Beim Aktienhandel gilt es klar abzuwägen, was besser ist und wie viel Risiko man auf sich nehmen kann oder möchte.

ETF Sparpläne

ETFs gelten als Königsweg zwischen konventionellem Sparen und spekulativen Börsengeschäften. Dadurch stellen sie einen Kompromiss zwischen maximaler Sicherheit und maximaler Lukrativität dar. Das macht die börsengehandelten Fonds sowohl für mutige als auch für vorsichtige Anleger interessant.

Die ideale Laufzeit eines ETFs liegt bei zehn bis 15 Jahren. In der Vergangenheit konnten aber einige beliebte ETFs zeigen, dass auch in kürzerer Zeit hohe Renditen möglich sind, so dass es auch Ü50 nicht zu spät für einen Sparplan ist.

 

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