So gelingen Renovierungs-Arbeiten auch im Alter

Renovationsarbeiten sind auch im Seniorenalter möglich.
Renovationsarbeiten sind auch im Seniorenalter möglich. - (Bild von Gerd Altmann auf Pixabay)
Endlich in Rente. Die tägliche Tretmühle hinter sich lassen und nur noch das tun, was man möchte: Für die Senioren in Deutschland ist das schon Realität.

Dennoch wollen sie nicht am Rand stehen, sondern aktiv am Leben teilnehmen. Dazu gehört auch, dass sie Arbeiten an Haus oder Garten am liebsten selbst ausführen möchten. Das klappt in vielen Fällen auch – wenn man sich an ein paar Regeln hält.</p>

<p>Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov nutzen aktuell 76 Prozent der deutschen Senioren das eigene Haus zum Wohnen. Das garantiert ein Maximum an Selbstständigkeit, bringt aber auch Herausforderungen mit sich.

Sicherheit muss an erster Stelle stehen

Eine dieser Herausforderungen: Im Einfamilienhaus – vor allem dann, wenn es schon einige Jahre alt ist – gibt es immer wieder etwas zu renovieren. Doch mit den richtigen Hilfsmitteln kann das auch älteren Menschen gut gelingen. Ein Beispiel dafür ist das Anbringen einer neuen Küchenrückwand mit einem starken Kleber. Das geht schnell, ist leicht zu bewerkstelligen und wertet jede Küche auf.

Allerdings gilt für solche recht einfachen Umbaumaßnahmen das Gleiche wie für jede andere Handwerkstätigkeit in Haus und Garten: Sicherheit ist immens wichtig. Immerhin kommt es laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin statistisch gesehen alle vier Sekunden zu einem Unfall in der Freizeit oder zu Hause – beim Heimwerken verunglücken jährlich mehr als 300.000 Menschen.

Laut der Bundesanstalt gehören neben Quetschungen, offenen Wunden und Prellungen vor allem Knochenbrüche zu den häufigsten Unfallfolgen. Da sind Senioren naturgemäß besonders schnell betroffen. Daher ist es um so wichtiger, dass man die eigenen Grenzen kennt, bevor man sich ans Werk macht. Wer sich körperlich durch Sport im Alter fit und gelenkig hält, wird beispielsweise weniger anfällig für Unfälle beim Heimwerken sein als jemand, der nichts oder nur wenig für die eigene Fitness tut.

Regelmäßige Pausen sind ein Muss

Dennoch ist es eine Tatsache, dass der Mensch schneller ermüdet, wenn er älter wird. Das gilt auch für die Muskulatur. Deshalb ist es wichtig, auch beim Heimwerken immer wieder Pausen einzulegen. Ebenfalls dann, wenn die Arbeiten es erforderlich machen, längere Zeit in einer bestimmten Haltung zu verbringen. Ob man dabei über Kopf arbeiten muss oder auf einem harten Boden kniet, ist unerheblich: Diese Position sollte man in jedem Fall nur wenige Minuten am Stück einnehmen. Sinnvoll ist es daher, anstehende Arbeiten in Haus oder Garten auf mehrere Etappen aufzuteilen.

Auch die Sehkraft spielt beim Heimwerken eine entscheidende Rolle. Denn um Arbeiten fachgerecht ausführen zu können, muss man die Maßeinheiten auf dem Zollstock ebenso gut lesen können wie die Angaben auf der Bohrmaschine. Daher kann es vor größeren Vorhaben sinnvoll sein, einen Sehtest beim Augenarzt zu machen.

Fahrlässigkeit vermeiden

Das größte Risiko bei Arbeiten im Haus betrifft allerdings Menschen aller Altersgruppen: Hektik und Fahrlässigkeit. Schnell eine Glühbirne wechseln und dafür auf einen Stuhl klettern, ist immer eine denkbar schlechte Idee – und endet oft mit einem Sturz. Stecken jüngere Menschen diesen oftmals ganz gut weg, sieht das bei allerdings Senioren schon anders aus. Stürze gehören bei der Altersgruppe 60 plus zu den häufigsten Unfällen überhaupt, viele enden mit einer Fahrt ins Krankenhaus.

Auch mangelnde Arbeitssicherheit erhöht die Unfallgefahr. Dazu zählt der Verzicht auf Schutzabdeckungen bei Sägen ebenso wie das Arbeiten an der Elektrik bei nicht ausgestelltem Strom. Doch Arbeitssicherheit beginnt bereits viel früher: Bei den Maschinen nämlich, die zum Einsatz kommen sollen. Sind die Kabel noch in Ordnung? Wann wurde die Bohrmaschine das letzte Mal überprüft? Die Antworten auf diese Fragen sollte man vor Beginn der Arbeiten kennen.

Im Zweifelsfall lohnt sich der Gang zum Baumarkt, um ein neues Gerät zu kaufen oder auszuleihen. Davor aber scheuen viele Senioren zurück, weil sie glauben, die modernen Baumaschinen würden sie mit ihrer Technik überfordern. Doch das sind Befürchtungen, die der fachkundige Mitarbeiter im Baumarkt schnell zerstreuen kann.

Darüber hinaus sollte man sich auch ehrlich eingestehen, dass man bestimmte Dinge einfach nicht mehr leisten kann. Dann ist es durchaus sinnvoll, im Familienkreis oder beim Fachbetrieb um Unterstützung zu bitten. Das ändert ja nichts daran, dass man viele Arbeiten noch selbst machen kann – eben nur nicht mehr alle.

Aber gleich, wer die Arbeiten ausführt – eines steht fest: Maßnahmen wie etwa eine neue Wandverkleidung fürs Wohnzimmer oder das renovierte Bad werten das Zuhause auf und sorgen überdies dafür, dass man sich in den eigenen vier Wänden auch weiterhin rundum wohlfühlt.

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