FAMILIE

Weihnachten ohne Enkelkinder

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Sie feiern ohne die Enkel Weihnachten? Wir helfen Ihnen (Foto: Oleg Sergeichik on Unsplash)

Feiern Sie das erste Mal ohne Kinder oder Grosskinder? Wir geben Ihnen einige Tipps, damit die Tage zwischen den Jahren nicht traurig und leer ausfallen. Natürlich müssen Sie sich dafür ein Stück weit neu erfinden. Wie das Leben halt so ist: Immer kommt etwas Neues. Ist auch immer ein Zeichen, dass man noch lebt.

Wir alle haben unsere fixe Idee im Kopf, wie Weihnachten auszusehen hat: Kinder, die ungeduldig Geschenke aufreissen, ein geschmückter Baum, ein Riesengelage, das allen gefällt, obwohl alle am nächsten Tag über Bauchweh klagen, Stille Nacht und Heilige Nacht. So war es doch seit Generationen. Sieht auch ein wenig aus wie im Film.

Die Realität sieht etwas anders aus. Nicht alle haben Kinder, geschweige denn Enkel. Und wenn sie welche haben, leben die vielleicht zu weit weg. Oder müssen an Weihnachten auch mal die Schwiegereltern berücksichtigen. Die Adventszeit ist sowieso voller Emotionen, schnell fühlt man sich - häufig zu unrecht - aussen vor.
Es gibt aber auch andere Wege, um an Weihnachten glücklich zu sein. Einige alte Traditionen muss man dafür aber über Bord werfen.
 

  • Ändern Sie Ihre Erwartungen. Stellen Sie sich vor, wie es sein könnte, wenn Sie nicht die ganze Arbeit machen müssten, das Kochen, das Schmücken, das Organisieren. Wenn Sie nicht für die gute Laune jedes einzelnen verantwortlich wären. Sie können essen, was Sie Lust haben und tun, was Sie wollen. Sei es nun ein Spaziergang im Schnee oder ein paar DVDs schauen im gemütlichen Wohnzimmer. Besser, als sich zu überlegen, was man alles nicht mehr hat, ist es alleweil, sich auf den egoistischen Genuss der Zeit zwischen den Jahren einzulassen. Ausserdem können Sie sich immer noch Ihre Portion Kinder und Enkel ins Haus holen. Via Skype oder Facetime, dann können Sie sich auch gegenseitig sehen. Ist besser als am Telefon.
  • Spüren Sie Ihre besinnliche Seite. Gehen Sie wiedereinmal in die Kirche, auch wenn Sie ausgetreten sind oder sich über den Papst aufregen. Es gibt keinen friedlicheren, besinnlicheren Ort als die Kirche an Weihnachten oder der Nacht davor, wenn eine Predigt oder eine Messe gehalten wird. Kirche bedeutet auch Gemeinschaft. Denken Sie über sich selbst nach.
  • Machen Sie das Beste aus Ihren Traditionen. Wir können bedauern, dass alte Traditionen nichts mehr gelten. Wir können aber auch das Beste daraus machen. Nehmen Sie nur den Weihnachtsschmuck hervor, der Ihnen wirklich gefällt. Sie brauchen nicht das ganze Haus in ein Disneyland zu verwandeln, nur weil man es von Ihnen jahrlang erwartet hat. Schauen Sie sich Ihre traditionellen Weihnachtsfilme wie Drei Nüsse für Aschenputtel auch weiterhin an. Jetzt halt mit Freunden, statt mit Ihren erwachsenen Kindern.
  • Beginnen Sie mit einer neuen Tradition. Organisieren Sie einen ausgedehnten Apero für Nachbarn und Freunde. Machen Sie mit Ihrem Gatten oder Ihrer Gattin ein Mitternachtsdinner. Gehen Sie ins Kino. Nehmen Sie sich die Freiheiten zu tun, was Sie wegen Ihrer Familie jahrelang nicht konnten. Haben Sie die Blockbuster "The Hobbit" oder den neuen James Bond schon gesehen? Eben.
  • Helfen Sie jemandem, der es wirklich braucht. Ihr Kinder und Enkel haben doch schon alles. Kaufen Sie Geschenke für die Armen, für Obdachlose, für diejenigen, die durch die sozialen Maschen gefallen sind. Schauen Sie im Waisenhaus vorbei oder im Spital. Schöpfen Sie Suppe für Menschen, die keine warme Stube haben. Man fühlt sich danach wirklich weihnachtlich. Das versprechen wir Ihnen.
  • Tun Sie sich mit Leuten zusammen, die ähnliche neue Vorstellungen haben. Man glaubt manchmal, alle andern hätte Postkarten-Weihnachten. Das stimmt häufig gar nicht. Fragen Sie etwas herum. Es gibt viel mehr Freunde, Nachbarn, entfernte Verwandte, die nicht so recht wissen, was sie an Weihnachten tun sollen und froh sind über Ihren Anruf.
  • Wechseln Sie das Datum. Weshalb muss alles am 24. und 25. Dezember passieren? Sie können Ihre Kinder und Enkel auch an einem anderen Tag zwischen Weihnachten und Neujahr einladen. Oder verlegen Sie das ganze gleich in den Januar. Das machen die Russen ja auch.
  • Wechseln Sie den Schauplatz. Verreisen Sie an Weihnachten doch einfach in die Berge, nach New York oder auf die Malediven. Niemand sagt, dass Sie hierbleiben müssen.

Schlussendlich sind es Ihre Weihnachten. Ob Sie nun den Gastgeber spielen für Ihre Nachbarn oder nur faul herumliegen. Es ist völlig in Ordnung, diejenigen, die man liebt, an Weihnachten zu vermissen. Auch über den Verlust von Traditionen lässt sich lange lamentieren, aber am besten hat man einfach etwas Spass an der neuen Situation.



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