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Nachhaltiges Büro: Dafür ist es nie zu spät

Homeoffice, Nachhaltigkeit

Abbildung 1: Nachhaltigkeit im eigenen Homeoffice - oft schon durch einfache Maßnahmen zu erreichen.

Nachhaltigkeit, Energie

Abbildung 2: Wer seinen Stromtarif auf Ökostrom umstellt und auch eine umweltbewusste Heizmethode nutzt, hat wieder einen Schritt Richtung Nachhaltigkeit gemacht.

Fast jedes Büro kann noch nachhaltiger werden, egal ob es sich in einer Firma oder im eigenen Heim befindet.

Die Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Element im Klimaschutz, nebenbei hilft sie auf Dauer, Geld zu sparen. Selbst das Alter spielt beim nachhaltigen Büro keine Rolle, denn ob jung oder alt: Klimaschutz kann jeder betreiben und die Nachhaltigkeit im eigenen Büro ist gar nicht so schwer.

Auf Recyclingprodukte setzen

Wenn es um das Drucken geht, ist der nachhaltigste Ansatz, möglichst darauf zu verzichten. Umso weniger gedruckt wird, desto weniger Papier und Tinte wird benötigt. Leider neigen auch heute noch viele Menschen dazu, jede E-Mail, jedes noch so unbedeutende Dokument auszudrucken und abzuheften. Das ist jedoch gar nicht notwendig, sofern eine gute Sicherung genutzt wird und die Daten ordentlich archiviert werden. Und für die Dokumente, die ausgedruckt werden müssen, gibt es ebenso Lösungen:

  • Recyclingpapier – gewiss gibt es auch noch das Recyclingpapier, welches auf den ersten Blick offenbart, um welches Papier es sich handelt. Behörden nutzen das gräuliche Papier weiterhin. Viele Unternehmer möchten mit ihren Kunden jedoch nicht auf diesem Papier kommunizieren. Glücklicherweise gibt es Lösungen, denn Recyclingpapier gibt es auch in heller und weißer Farbe. Selbst hochwertige Papierarten mit Verzierungen sind in Recyclingversion erhältlich.
  • Druckerpatronen – auch sie müssen nicht immer neu gekauft werden. Refillprodukte basieren auf einst originalen Patronen oder Tonern, die gereinigt, überholt und schließlich neu befüllt wurden. Wichtig ist bei allen Druckerpatronen und Druckertonern, sie niemals im normalen Müll zu entsorgen, sondern in Sammelstellen abzugeben. Refill-Anbieter nehmen die leeren Patronen sogar mit. Darüber hinaus lässt sich durch die günstigen Preise auch noch Geld sparen.
  • Büromittel – Notizblöcke, Trennstreifen, Telefonnotizen oder Kalender – das sind alles Produkte, die problemlos durch Recyclingmaterialen ersetzt werden können.

All diese Lösungen lassen sich auch im heimischen Büro spielend leicht umsetzen, ohne dass das Flair des Büros verloren geht.

Energieverbrauch drosseln

Auch auf diesen Punkt haben Firmen wie heimische Büroarbeiter einen großen Einfluss. Der Energieverbrauch hängt stark mit der Nachhaltigkeit des Büros zusammen. Viele der in diesem Bereich anwendbaren Tipps gehören sogleich in den Haushalt:

  • Arbeitsgeräte – veraltete Geräte sollten zeitnah erneuert werden. Moderne Geräte verbrauchen oft deutlich weniger Strom. Zugleich sollte überlegt werden, ob die Geräte ständig auf Stand-by bleiben müssen. Sind die Geräte nicht selbst ausschaltbar, bieten sich abschaltbare Steckerleisten für die Nachtabschaltung an.
  • Beleuchtung – in vielen Büros werden noch alte Leuchtmittel verwendet. Auch hier gilt, nach und nach die Beleuchtung auf umweltschonende und sparsame Leuchtmittel umzustellen.
  • Heizung – diese ist gerade in Büroräumen ein Problem. Viele Mitarbeiter handeln auf der Arbeit entgegengesetzt zu ihrem privaten Heizverhalten, was sich nicht selten in einer dauerhaften Heizstellung auf Stufe 5 ausweist – unabhängig davon, ob das Büro genutzt wird, das Fenster offen ist oder ob es in dem Raum bereits völlig überhitzt ist. In einer Firma bietet sich nun die digitale Steuerung der Heizkörper an, sodass Mitarbeiter überhaupt keinen Zugriff und Einfluss auf die Heizung haben. Im heimischen Büro muss sich jeder selbst beobachten. Grundsätzlich darf die Temperatur im Büro ein wenig höher sein, da Arbeiter starr am Tisch sitzen und somit eher frieren.
  • Lüften – auch im Büro sollte stoßgelüftet werden. Unternehmer können auch überlegen, einzelne Büroräume mit ähnlich gestrickten Mitarbeitern zu besetzen. Vielfach gibt es das Problem, dass »Frischluftfanatiker« im Winter das Fenster stundenlang öffnen, während die anderen Mitarbeiter die Heizung hochdrehen, um wieder Wärme in die Büros zu bekommen.

Allgemein geht es darum, den Stromverbrauch, aber auch den Heizenergieverbrauch in Grenzen zu halten. Wobei ein verändertes Nutzungsverhalten zugleich ein gutes Sparpotenzial offenbart.

An die Quelle: Energieversorgung umstellen

Der Wechsel des Energieversorgers ist häufig eine kluge Entscheidung, da sich die Kosten für den Strom auf diese Art regulieren lassen. Wer bereit ist, zu wechseln, der kann natürlich einen Ökostromanbieter bevorzugen. Diese sind nicht mehr viel teurer als andere Anbieter. Nur worauf ist beim Wechseln zu achten?

  • Vergleichen – Verbraucher sollten stets einen Strompreisvergleich durchführen. Wichtig ist, bei den Preisen zu schauen, wie diese berechnet werden.
  • Bonus – Stromanbieter geben oft eine Wechselprämie. Im besten Fall wird diese ab dem ersten Monat auf den monatlichen Abschlag aufgerechnet, sodass generell weniger gezahlt wird. Bei Prämien, die erst nach einer gewissen Zeit ausgezahlt werden, ist Vorsicht geboten. Der Vertrag kann nicht vorzeitig gekündigt werden, da so die Prämie verloren geht, auch wird die Prämie teils erst ausgezahlt, wenn sich der Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert.
  • Ökostrom – leider müssen Verbraucher genau hinschauen, was sich hinter dem Ökostromsiegel verbirgt. Ein Siegel kann vergeben werden, wenn der Versorger nur in Projekte investiert. Es hilft, den Anbieter selbst genauer unter die Lupe zu nehmen und zu prüfen, wie der Strom überhaupt produziert wird. Der Gedanke, auf Ökostrom umzusteigen, aber vom Anbieter konventionellen Strom zu erhalten, weil dieser nur in Fonds investiert, ist nicht zielführend.

Je nach Heizungsart und Vertrag kann ebenfalls der Heizversorger gewechselt werden. Einschränkungen bestehen hier teils durch die Bereitsteller von Öl- oder Gastanks, aber auch auf die Fernwärme kann nicht immer Einfluss genommen werden.

Der Wechsel des Stromanbieters ist leicht. Es braucht niemand zu befürchten, dass kein Licht geht, wenn etwas nicht funktioniert. Die meisten Häuser und Unternehmen sind an die Grundversorgung angeschlossen, die im Ernstfall immer die Versorgung als Zwischenlösung übernimmt.

Fazit – Nachhaltigkeit besteht aus kleinen Schritten

In jedem Alter lässt sich ein Büro noch auf eine verbesserte Nachhaltigkeit umstellen. Viele der Möglichkeiten sind selbsterklärend und haben gleichzeitig einen sparenden Nutzen. Bei anderen Punkten müssen sich Arbeiter durchaus ein wenig umstellen, vor allem, wenn es um das eigene Verhalten geht. Doch wieso sollte im Büro anders gelüftet werden, als im eigenen Wohnzimmer? Ein überhitzter Raum dank ständig powernder Heizung trägt nicht zu einer verbesserten Konzentration bei, im tiefsten Winter aufgesperrte Fenster fördern eher das Erkältungsrisiko. Letztendlich ist eine verbesserte Nachhaltigkeit durchaus komfortabel – spätestens dann, wenn leere Druckertoner nicht mehr eigenhändig entsorgt werden müssen.

Bildquellen:
Abbildung 1: @ Sarah Dorweil / Unsplash.com
Abbildung 2: @ Karten Würth / Unsplash.com


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