SECOND OPINION

Das Recht auf eine zweite Meinung bei OP und Therapie

Second Opinion bringt Sicherheit vor der Operation

Second Opinion bringt Sicherheit vor der Operation

Steht ein medizinischer Eingriff an, hat der Patient ein Recht auf eine zweite Meinung.

Dieses Recht gilt auch, wenn eine Therapie für eine Erkrankung notwendig ist. Viele Patienten vertrauen auf die Diagnose ihres Hausarztes oder der Ärzte im Krankenhaus. Sie wissen nicht, dass auch die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet sind, eine zweite Beurteilung einer medizinischen Diagnose zu bezahlen. Vor allem bei schweren Erkrankungen, die eine langwierige und umfangreiche Behandlung erfordern, ist das Einholen einer Zweitmeinung von Vorteil. Oftmals gibt es mehrere Möglichkeiten der Therapie.

Das Krankenhaus als Wirtschaftsunternehmen

Krankenhäuser arbeiten in Deutschland als Wirtschaftsunternehmen. Dies bedeutet, dass die Betreuung der Patienten unter einer Gewinnerzielungsabsicht steht. Dies ist nicht nur unter den Patienten und dem Pflegepersonal, sondern auch in der Politik umstritten. Da es sich jedoch um privatwirtschaftliche Unternehmen und keine staatlichen Institutionen handelt, ist die Gewinnerzielungsabsicht eine der wichtigsten Kriterien. Leider werden viele Entscheidungen dahingehend getroffen, dass ein Krankenhaus einen hohen Gewinn erzielt. Es gibt auch Hausärzte, die ihre Patienten grundsätzlich an einen bestimmten Facharzt oder an ein Krankenhaus überweisen.

Wünsche der Patienten werden nicht immer berücksichtigt

Viele Patienten trauen sich nicht, ihre Wünsche zu äußern. Mitunter fehlt aufgrund der Erkrankung jedoch auch die Kraft. Dabei ist das Zweitmeinungsverfahren mit professioneller Beratung ausgesprochen wichtig, um die beste Therapie für den Patienten zu finden. Auch wenn ein Krankenhaus wirtschaftlich arbeiten muss, sollte der Patient im Mittelpunkt stehen. Bei schweren Erkrankungen wie Krebs, bei chronischen Erkrankungen oder bei Krankheiten, die eher selten vorkommen, kann die Begutachtung durch einen weiteren Mediziner einen ganz anderen Therapievorschlag zur Folge haben. Mitunter ändern sich durch eine abweichende Therapie die Folgen für den Erkrankten. Er kann die Behandlung leichter verkraften, weil beispielsweise keine Operation notwendig wird. Das Einholen einer Zweitmeinung bringt aber noch andere Vorteile:

* Der Patient wird umfassend über alle modernen Therapiemethoden aufgeklärt
* Nicht jeder Arzt arbeitet nach den gleichen Behandlungsmustern
* Eine neue Therapie kann für den Patienten besser erträglich sein
* Operationen können schonender durchgeführt oder ganz vermieden werden
* Der Patient bekommt höheres Vertrauen in seinen Arzt, wenn eine Therapie bestätigt wird

Es ist empfehlenswert, wenn vor jeder umfangreichen Therapie eine Zweitmeinung eingeholt wird. So kann sich der Patient umfassend informieren und eine Entscheidung für einen vorgeschlagenen Therapieplan treffen.

Operationen sind oft überflüssig

Operationen sind häufig das Mittel der Wahl, um eine Erkrankung zu heilen oder um das Lebens des Patienten zu retten. Gleichermaßen bringen Operationen aber auch viel Geld ein. Ein aktuelles Beispiel sind Schilddrüsenoperationen. Pro Jahr werden in Deutschland mehr als 75.000 Schilddrüsen operiert. Bei weniger als fünf Prozent der Patienten stellt sich nach der Gewebeanalyse heraus, dass es sich um eine Krebserkrankung handelt. Eine Schilddrüse sollte bei einer Krebsdiagnose entfernt werden. Auch eine stark vergrößerte Schilddrüse, die Luft- und Speiseröhre einengt, bedarf einer Operation. In allen anderen Fällen ist die Operation nicht notwendig. Viele tausend Patienten könnten ihre Schilddrüse behalten, wenn sie eine Zweitmeinung eingeholt hätten. Nach einer vollständigen Entfernung der Schilddrüse haben nicht wenige Patienten Probleme mit der Einnahme von Hormonen in der richtigen Dosierung. Die Nachwirkungen der Operation sind oftmals gravierend. Aus diesem Grund ist eine Zweitmeinung sehr wichtig. In vielen Fällen kann die Schilddrüsenoperation vermieden werden.



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