GESUNDHEIT

Hilfe bei trockenen Augen

Es kann helfen, die Augen regelmäßig mit künstlichen Tränen zu benetzen.

Es kann helfen, die Augen regelmäßig mit künstlichen Tränen zu benetzen.

Brennen, Jucken und das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben: Trockene Augen sind einfach unangenehm. Und mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für diese Beschwerden. Erfahren Sie mehr über die Ursachen und darüber, was Sie dagegen tun können.

Genaue Daten liegen nicht vor, doch nach Schätzungen leiden allein in Deutschland bis zu 15 Millionen Menschen unter trockenen Augen, auch als „Sicca-Syndrom“ bezeichnet. Laut dem Deutschen Ärzteblatt sind verschiedene Faktoren für die Zunahme dieser unangenehmen Augenbeschwerden verantwortlich. Ein wesentlicher Faktor ist sicherlich die vermehrte Bildschirmarbeit; das starre Blicken auf den Computer führt nämlich dazu, dass man weniger blinzelt. Fast 80 Prozent aller Menschen, die täglich mehr als drei Stunden vor dem Bildschirm verbringen, zeigen Symptome trockener Augen.

Neben äußeren Einflüssen können aber auch biologische Faktoren eine Rolle spielen. Mit dem Alter nimmt die Tränenproduktion ab, gleichzeitig wird der Lidschlag seltener, was das Austrocknen der Augen befördert. Auch einige Erkrankungen können solche Symptome hervorrufen, etwa Diabetes mellitus und rheumatische Erkrankungen. Mitunter lassen sich die Beschwerden auch auf die längerfristige Einnahme von Medikamenten zurückführen. Medikamente gegen Bluthochdruck und die Parkinsonerkrankung können beispielsweise ebenfalls zu trockenen Augen führen.

Ursachen abklären

Zunächst sollte die Ursache der Beschwerden von einem Augenarzt abgeklärt werden, um sicherzugehen, dass sich hinter den Symptomen keine ernsthafte Erkrankung versteckt. Bei einer längerfristigen Medikamenteneinnahme kann unter Umständen ein Wechsel des Präparats sinnvoll sein. In vielen Fällen kommt eine Therapie mit „künstlichen Tränen“ – befeuchtenden Augentropfen – zum Einsatz. Es hängt von der Ursache für die trockenen Augen ab, welche Art Tropfen geeignet ist. Sind die Beschwerden durch eine zu geringe Produktion von Tränenflüssigkeit bedingt, können Tränenersatzmittel helfen; sie ergänzen die wässrige Phase der Tränen. Ist hingegen die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit aus dem Gleichgewicht geraten, kann die Verwendung eines Präparats auf Lipidbasis Linderung verschaffen.

Maßnahmen gegen trockene Augen

Bei vielen Menschen lässt die Sehkraft im Alter nach. Wird die Sehschwäche mit Kontaktlinsen korrigiert, kann das Linsenmaterial direkt auf der Hornhaut trockene Augen noch verschlimmern. In diesem Fall ist es wichtig, Kontaktlinsen mit einem hohen Wassergehalt zu wählen; einige Hersteller verwenden zusätzlich einen speziellen Benetzungswirkstoff, der die Augen befeuchtet. Für trockene Augen geeignete Kontaktlinsen von Acuvue und anderen Marken gibt es beispielsweise <a href="https://www.brille24.de/shop/kontaktlinsen/filter/acuvue/">bei Brille24.de</a>. Zusätzlich kann es helfen, die Augen regelmäßig mit künstlichen Tränen zu benetzen. Diese Augentropfen sollten frei von Konservierungsstoffen sein, da diese die Trockenheit der Augen sogar noch verstärken und Allergien auslösen können.

Wer regelmäßig viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt, sollte generell öfter kleine Pausen einlegen. Im Idealfall plant man jede Stunde ein paar Minuten ein, in denen man die Augen entspannt. Es hilft zudem, ganz bewusst zu blinzeln, um einer Verringerung der Lidschlagfrequenz entgegenzuwirken. In klimatisierten Räumen ist die Luft ohnehin sehr trocken. Sind die Augen bereits gereizt, können die Beschwerden in solchen Räumen zunehmen. Abhilfe verschaffen Luftbefeuchter und regelmäßiges Stoßlüften. Im beheizten Auto sollte man darauf achten, dass das Gebläse der Heizung nie direkt auf die Augen gerichtet ist. Verrauchte Räume sind ebenfalls möglichst zu meiden.

Unterschätzt wird oft der Einfluss von Kosmetikprodukten auf die Augen. Mascara, Lidschatten, Reinigungs- und Pflegeprodukte geraten leicht in die Augen und können dann den Tränenfilm irritieren, was die Symptome trockener Augen verstärkt. Wer unter trockenen Augen leidet, sollte deshalb auf möglichst reizarme, hypoallergene Kosmetika zurückgreifen. Auch kann es sinnvoll sein, regelmäßig die Lider zu reinigen; im Fachhandel gibt es geeignete Produkte dafür. Oft helfen bereits regelmäßige feuchtwarme Kompressen mit anschließender Massage und Pflege der Lidranddrüsen. Hierfür wird ein warmer, feuchter Waschlappen für etwa fünf Minuten auf die geschlossenen Augen gelegt. Anschließend wird das Unterlid mit dem Finger von unten nach oben, und das Oberlid von oben nach unten massiert. Dabei wird von außen sanfter Druck auf die Drüsen ausgeübt. Man beginnt an der Nase und arbeitet sich allmählich zum äußeren Augenwinkel vor. Im Anschluss wird der Lidrand mit einem Wattestäbchen gereinigt, indem man mit ihm vorsichtig und ohne Druck von der Nasenwurzel nach außen wischt. Kontakt zum Auge sollte vermieden werden.

Photo by HeungSoon on Pixabay

 



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