Warum eine Erkältung im Alter gefährlich werden kann

Erkältung im Alter ist nicht  ungefährlich

Viel Bewegung, am besten an der frischen Luft, hilft Erkältungen vorzubeugen.

Grippale Infekte sind für viele Menschen eine typische Begleiterscheinung der kalten Jahreszeit. Husten und Schnupfen werden dabei meist als kleine Unannehmlichkeit abgetan. In jungen Jahren steckt der Körper diese Belastung in der Regel problemlos weg.

Jedoch lässt mit zunehmendem Alter die Leistungsfähigkeit des Immunsystems nach. Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herzprobleme belasten es zusätzlich. Deshalb dauert es länger, bis eine Erkältung im Alter auskuriert ist. Die geschwächte Abwehrkraft macht zudem anfällig für schwerwiegende Folgeerkrankungen.

Bronchitis erhöht die Gefahr einer Lungenentzündung

Heilt eine Erkältung nicht gründlich aus, verbreiten sich die Krankheitserreger über die Atemwege. Zu den typischen Folgeerkrankungen einer Erkältung gehört die Bronchitis. Die Bronchien transportieren Luft in die Lungen. Ihre Schleimhäute filtern dabei Schmutz und Keime heraus. Viren und Bakterien beeinträchtigen diese Filterfunktion und reizen die Schleimhäute, was zu starkem Husten mit schleimigem Auswurf führt. Verglichen mit einer einfachen Erkältung ist der Genesungsverlauf einer Bronchitis langwieriger. Bei einer unkomplizierten Bronchitis dauert es ein bis zwei, höchstens vier Wochen, bis der Husten vollständig nachlässt.(1)  Hier erfahren Sie mehr zur Bronchitis.

Die Bronchitis selbst ist zwar belastend, aber ungefährlich. Aufgrund der örtlichen Nähe steigert sie jedoch das Risiko einer Lungenentzündung. Diese kann lebensgefährlich werden, weil sie die Sauerstoffversorgung des Körpers beeinträchtigt. Insbesondere unter älteren Menschen und chronisch Kranken gehört sie zu den häufigsten Todesursachen und ist ein wesentlicher Grund dafür, dass eine Erkältung im Alter nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte.

Hirnhautentzündung aufgrund einer verschleppten Erkältung

Statt über Hals und Rachen können sich die Krankheitserreger auch über die Nase und ihre Nebenhöhlen ausbreiten. Nase, Ohren und Stirn sind durch ein komplexes Netzwerk aus Hohlräumen miteinander verbunden. Dringen Keime in die Nebenhöhlen vor, sind in der Folge Kopf-, Ohren- oder sogar Zahnschmerzen denkbar. Die angeschwollenen Schleimhäute behindern oft das Ausheilen, was eine Nebenhöhlenentzündung nicht nur unangenehm, sondern auch sehr hartnäckig macht. Unbehandelt besteht die Gefahr, dass die Erreger bis zum Gehirn vordringen und dort eine Hirnhautentzündung verursachen. Die sogenannte Meningitis gehört zu den schweren Folgeerkrankungen einer Erkältung, die lebensbedrohlich sein kann.

Wenn die Folgeerkrankungen einer Erkältung das Herz betreffen

Heilt eine Erkältung im Alter nicht richtig aus, macht das den gesamten Körper langfristig angreifbar –mit unterschiedlichsten Folgen. So kann sich unter anderem der Herzmuskel entzünden, was verschiedenste Symptome hervorrufen und somit die Diagnose erschweren kann. Mögliche Anzeichen sind Brustschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Atemnot oder eine allgemeine Leistungsschwäche. Je länger eine Herzmuskelentzündung unentdeckt und unbehandelt bleibt, desto größer die Gefahr, dass sich daraus eine dauerhafte Herzschwäche entwickelt.

Einer Erkältung im Alter vorbeugen und Folgeerkrankungen vermeiden

Der beste Schutz vor Folgeerkrankungen ist, erst gar keine Erkältung zu bekommen. So beugen Sie effektiv vor:

  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen mit vitaminreicher Kost und trinken Sie viel Wasser.
  • Bewegen Sie sich viel, am besten an der frischen Luft. Achten Sie darauf, Ihre Kleidung dem jeweiligen Wetter anzupassen.

Und sollten Sie doch eine Erkältung bekommen, ruhen Sie sich aus, bis die Symptome vollständig abgeklungen sind. Bitte suchen Sie einen Arzt auf, wenn die Erkältung beispielsweise mit Fieber über 39 Grad Celsius, Schüttelfrost oder Erbrechen einhergeht. (2) 



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