WOHNEN

Altersgerechtes Wohnen: Diese Umbaumaßnahmen stehen an

Bildrechte: Flickr Bathroom. Shower. Mosaic tiles. atravellingmom CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Altersbedingte körperliche Einschränkungen kommen irgendwann auf jeden Menschen zu. Doch damit lässt es sich meist recht gut leben - wenn man sich rechtzeitig vorbereitet und die Wohnung oder das Haus altersgerecht umbaut. Welche Bereiche sollten berücksichtigt werden und was gilt es zu beachten?

Das oberste Gebot: Barrierefreiheit

Barrierefrei - das heißt vor allem: keine unüberwindbaren Stufen oder Hindernisse und keine Stolperfallen. Eine Etagenwohnung oder ein mehrstöckiges Haus ist demnach für das altersgerechte Wohnen eher ungeeignet. Nicht immer sind Umbauten auf eigene Faust möglich, etwa wenn Sie zur Miete wohnen. Dann sollten Sie sich rechtzeitig für einen Umzug in eine Erdgeschosswohnung oder ein Haus mit Fahrstuhl entscheiden. Wenn Sie hingegen nach Wunsch umbauen können, sind etwa Rampen oder Treppenlifte gute Möglichkeiten, Hindernisse zu überbrücken. Leben Sie in einem Haus und können Sie sich vorstellen, im Alter nur noch ein Stockwerk zu bewohnen, können Sie eventuell die anderen Etagen zu eigenen Wohnungen umbauen und vermieten - hierfür sind jedoch oft größere Umbauten notwendig, da unter anderem jeweils ein Bad und eine Küche benötigt werden.
Wichtig im Hinblick auf die Barrierefreiheit ist auch ausreichend Platz: Sollten Sie später einen Rollstuhl oder eine Gehhilfe benötigen, müssen Sie damit problemlos durch die Wohnungs- oder Haustür sowie alle Zimmertüren kommen. Diese müssen also gegebenenfalls verbreitert werden. Auch wird in der Regel etwas Platz zum "Rangieren" benötigt - die Zimmer sollten also nicht zu vollgestellt sein. Sollten Sie später einmal eine häusliche Pflege in Anspruch nehmen, braucht auch das Pflegepersonal genügend Platz, um Sie beispielsweise beim Essen, Aufstehen oder Duschen zu unterstützen.
Stichwort Dusche: Ein barrierefreies Badezimmer umfasst in der Regel den Einbau einer geräumigen, ebenerdigen Dusche und/oder einer Badewanne mit Tür, die einen leichten Einstieg ermöglicht. Das ist nicht nur bequem, sondern minimiert auch die Sturzgefahr.

Wo Sturzgefahr besteht: Absichern!

Ausrutschgefahr besteht besonders im Sanitärbereich, da rund um Waschbecken, Dusche und Badewanne gerne einmal Pfützen entstehen. Hier ist stets besondere Vorsicht geboten; zudem sollten zum Festhalten beim Ein- und Ausstieg in die Badewanne oder Dusche unbedingt Haltegriffe an der Wand angebracht sein.
Auch Treppen bedeuten Sturzgefahr - das Deutsche Institut für Treppensicherheit empfiehlt deshalb: Unbedingt beidseitig Handläufe anbringen, die Treppe gut beleuchten, Trittkanten auffällig markieren und die Stufen rutschsicher machen - beispielsweise mit speziellen Auflagen für Treppenstufen. Einige Menschen entwickeln im Alter Angst vor dem Treppensteigen, weil sie um die erhöhte Unfallgefahr wissen. Treppen vollständig zu meiden, ist allerdings meist weder möglich noch sinnvoll. Vielmehr sollte man gerade im Alter das Treppensteigen regelmäßig trainieren - wer sich auf der Treppe geübt bewegt, verringert bereits dadurch die Stolper- und Sturzgefahr.
Möbelstücke mit scharfen Kanten und andere Einrichtungsgegenstände, die bei einem Sturz eine zusätzliche Verletzungsgefahr darstellen, sollten nach Möglichkeit aus der Wohnung entfernt werden. Alternativ können auf spitze Ecken abgerundete Aufsätze gesteckt werden, wie sie in Kinderzimmern oft zum Einsatz kommen - das beugt Schrammen, blauen Flecken und Platzwunden vor.

Finanzierungstipps für größere Umbaumaßnahmen

Keine Frage: Wer seine Wohnung oder sein Haus altersgerecht umbauen möchte, muss einiges an Geld in die Hand nehmen. Auch wenn die große Investition zunächst etwas Bauchschmerzen verursacht: Später zahlt sie sich in der Regel mehrfach aus. Schließlich ist das Wohnen im Altersheim sehr teuer - Kosten von mehreren Tausend Euro im Monat sind keine Seltenheit. Wer den Umzug in eine Pflegeeinrichtung verzögern oder ganz verhindern und stattdessen im Alter in der eigenen Wohnung bleiben kann, wird rückblickend froh darüber sein, dass er damals nicht an der falschen Stelle gespart hat.
Gut zu wissen: Einige Umbaumaßnahmen zur Barrierereduzierung kann man sich sogar von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bezuschussen lassen. Dabei ist allerdings einiges zu beachten - die umfangreichen Bedingungen für die Förderung sind in diesem als PDF verfügbaren Merkblatt nachzulesen. Eine unbürokratischere und schnellere Lösung ist es, einen günstigen Ratenkredit wie beispielsweise den der Norisbank aufzunehmen. Der Vorteil: Im Gegensatz zur zweckgebundenen Förderung der KfW-Bank dürfen Sie einen Ratenkredit einsetzen, wofür Sie möchten. Wollen Sie sich also beispielsweise nach dem kräftezehrenden Umbau noch einen Wellnessurlaub zur Erholung gönnen oder im Zuge der Umbaumaßnahmen auch die Wände streichen und den Teppich erneuern, ist das mit einem Privatkredit ohne Weiteres möglich.

 



Abonnieren Sie die besten Tipps und Angebote im wöchentlichen Newsletter.