STROMANBIETER WECHSELN

Den Stromanbieter wechseln und bares Geld sparen

Seit der Liberalisierung des Strommarktes 1996 können Verbraucher ihren Stromanbieter frei wählen.

Einer aktuellen Studie zufolge ziehen nur etwa 25 Prozent der Stromkunden in Deutschland einen Stromanbieterwechsel in Betracht, das ist jeder vierte Kunde.

Noch 2011 war es jeder zweite Kunde, der sich einen Wechsel des Stromanbieters vorstellen konnte. Zu dieser Zeit planten gut 25 Prozent, den Anbieter tatsächlich zu wechseln. Der Trend zur Wechselbereitschaft stieg in den Folgejahren sogar noch an. Grund dafür waren die damals immer weiter steigenden Strompreise. Danach waren die Zahlen wieder etwas rückläufig, was vor allem auf das teilweise schlechte Image der Stromlieferanten zurückzuführen ist. Bei vielen machte sich auch Unsicherheit breit, wie dieser Stromanbieterwechsel reibungslos funktionieren soll.

So funktioniert der Wechsel des Stromanbieters

Die Vorgehensweise ist ganz einfach. Der Kunde beauftragt einen anderen Stromlieferanten damit, dessen Haushalt mit Strom zu versorgen und kündigt bei seinem bisherigen Lieferanten. Das kann beispielsweise über den Stromanbieterwechsel von Stromvergleich.de erfolgen. Dort gibt es auch zusätzlich ganz konkrete Tipps, was beim Wechsel des Anbieters zu beachten ist.

Einfach online wechseln

Den Stromlieferanten online zu wechseln, geht ganz einfach. Das entsprechende Formular lässt sich in wenigen Minuten ausfüllen. Dabei muss der Kunde seine persönlichen Daten, Liefer- und Rechnungsanschrift sowie die Bankdaten für die Abbuchung der Abschlagszahlungen angeben. Ist alles richtig ausgefüllt, bekommt der Kunde innerhalb kürzester Zeit eine Bestätigungs-E-Mail. Der Wechsel des Stromanbieters dauert in der Regel zwei bis drei Wochen. Wechselt ein Kunde aus der Grundversorgung zu einem alternative Anbieter, ist eine Frist von drei Wochen einzuhalten und der alte Vertrag entsprechend zu kündigen. Dies kann auch der neue Lieferant übernehmen. Jetzt muss der neue Stromversorger nur noch den Termin für die Belieferung mitteilen. Der Kunde hat sonst nichts mehr zu tun. Der Gasanbieterwechsel erfolgt ähnlich einfach. So können Verbraucher noch mehr Geld sparen.

Welche Folgen hat der Anbieterwechsel

Kunden, die den Stromanbieter wechseln möchten, beauftragen einen neuen Stromlieferanten, die Versorgung ihres Haushaltes mit Strom zu übernehmen. Dabei ergibt sich für den Kunden nur genau eine Änderung: Die Rechnung kommt von einem anderen Anbieter. Entscheiden sich mehr und mehr Kunden dafür, ihren Strom von einem anderen Lieferanten zu beziehen, hat das Auswirkungen auf den Preis. Denn der Wettbewerb verstärkt sich dadurch und der Strom wird günstiger.

Hintergrund: die Struktur des deutschen Strommarktes

Bevor die europäische Binnenmarktrichtlinie von 1996, die nachzulesen ist unter eur-lex.europa.eu, in Kraft trat, gab es auf dem deutschen Strommarkt keinerlei Wettbewerb. Überregionale Stromversorgungsunternehmen und regionale Stadtwerke hatten die Gebiete aufgeteilt. Die Verbraucher, egal ob privat oder gewerblich, hatten keine andere Wahl, als ihren Strom von ihrem regionalen Anbieter zu wählen. Durch diese Monopolstellung ging es den Anbietern wirtschaftlich sehr gut. Wettbewerb war keiner vorhanden, den Preis bestimmten die Lieferanten. Das hatte zur Folge, dass die Stadtwerke sehr skeptisch waren, als sich der Energiemarkt liberalisierte. Sie hatten Angst vor dem neuen Wettbewerb. Dennoch sind auch heute noch die Stadtwerke die größten Anbieter auf dem Strommarkt. 

Für den Verbraucher ändert sich nach einem Anbieterwechsel nicht viel: Der Strom kommt aus der Steckdose.

Für wen sich der Anbieterwechsel lohnt

Es lohnt sich immer dann, wenn der Verbraucher am Ende sparen kann. Generell ist es so, dass der Wechsel aus dem Tarif der Grundversorgung sich immer lohnt. Die Grundversorger haben auf dem deutschen Strommarkt die teuersten Tarife. Wer wissen will, wer sein Grundversorger ist, kann dies einfach unter bundesnetzagentur.de in Erfahrung bringen. Manchmal ist ein Stromanbieterwechsel auch gar nicht nötig. Denn auch der Grundversorger hat verschiedene Tarife, die gewisse Einsparungen mit sich bringen. Hier sollten Kunden ganz gezielt nachfragen. Manche Anbieter locken neue Kunden mit einem sogenannten Neukundenbonus. Grundsätzlich sollten Kunden sich regelmäßig über die Marktsituation informieren, am besten einmal pro Jahr.

Was beim Stromanbieterwechsel zu beachten ist

Wichtig ist, den alten Vertrag fristgerecht und schriftlich zu kündigen und vom Anbieter eine schriftliche Kündigungsbestätigung zu verlangen. Bei der Tarifwahl beim neuen Versorger ist darauf zu achten, dass die Vertragslaufzeit kurz und der Preis garantiert ist. Außerdem ist bei der Tarifwahl das eigene Verbrauchsverhalten zu berücksichtigen. Um auf Nummer sicherzugehen, dass der Anbieter auch seriös ist, lohnt es sich, die Bewertungen anderer Kunden zu lesen. Beim Wechsel helfen auch Vergleichsseiten im Internet, die zusätzlich einen Stromrechner anbieten und/oder darüber hinaus eine kostenfreie Beratung. Beim Ausfüllen der Wechselunterlagen ist Sorgfalt geboten, damit es nicht zu Verzögerungen beim neuen Vertrag kommt.

Muss jetzt eine Stromummeldung erfolgen?

Die Stromummeldung nimmt der neue Anbieter vor. Er meldet den Stromwechsel beim Netzbetreiber, um eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sicherzustellen. 

Bei einem Anbieterwechsel ist es nicht unbedingt erforderlich, auch den Stromzähler auszutauschen.

Welche Probleme können beim Anbieterwechsel entstehen?

Häufig haben die Verbraucher Angst, den Anbieter zu wechseln, weil sie Probleme bei der Versorgung befürchten. Zu möglichen Problemen kann es dann kommen, wenn der Verbraucher in der Vergangenheit Zahlungsschwierigkeiten hatte oder ein negativer Eintrag bei der Schufa vorliegt. Dann kann es passieren, dass der neue Anbieter die Belieferung des Kunden ablehnt. Dann wird der Wechselauftrag storniert und man bleibt beim alten Anbieter Kunde. Das passiert übrigens auch, wenn der alte Vertrag nicht rechtzeitig gekündigt wurde. In diesem Fall wird zum nächst möglichen Termin gewechselt. Doppeltpe Kosten entstehen hierbei jedoch nicht. 

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