50PLUS GESUNDHEIT

3 Mythen rund um die Pflegeversicherung - Unser Ratgeber für 2018


Gerade in unserer alternden Gesellschaft nimmt das Thema Pflegeversicherung eine wichtige Rolle ein. Hier trifft der Wunsch nach möglichst langer Unabhängigkeit im Alter auf finanzielle Aspekte, was die große Bedeutung des Themas untermalt. Doch noch immer ranken sich einige Mythen rund um dieses Thema, auf die wir nun genauer eingehen möchten.

Mythos 1: Eine Pflegeversicherung sollte spätestens mit Ende 50 abgeschlossen werden

Noch immer hält sich die Annahme hartnäckig, dass die Versicherung spätestens ab Ende 50 abgeschlossen werden muss. Ansonsten sei es nicht mehr möglich, Angebote von den Versicherern einzuholen. In der Tat ist es ratsam, die Versicherung so früh wie möglich abzuschließen. Ende 40 und Anfang 50 gibt es meist ein sehr gutes Verhältnis von Preis und Leistung, auf dem das Paket aufbauen kann. Wer bereits ein höheres Alter erreichte, kommt dennoch für die Pflegeversicherung weiter in Betracht. In der Regel sind allerdings höhere Beiträge zu bezahlen, welche die finanzielle Situation stärker belasten. Hier ist darauf zu achten, dass die Beiträge in den folgenden Jahrzehnten auch kontinuierlich gezahlt werden können und es nicht zu Engpässen kommt. Zu spät ist es jedoch auch in mit mehr als 55 Jahren nicht, für die Absicherung zu sorgen und dafür gute Angebote zu erhalten.

Mythos 2: Der Großteil der Leistungen sollte für die Pflegestufe 3 vereinbart werden

Im Vertrag mit dem Versicherer müssen die einzelnen gewünschten Leistungen in den Pflegestufen aufgeteilt werden. Da der Bedarf in der Pflegestufe 3 offensichtlich am größten ist, muss dort der überwiegende Teil der Leistungssumme angesiedelt werden, so der Mythos. In der Praxis zeichnet sich dagegen ein anderes Bild ab, welches für eine gleichmäßige Verteilung der Gelder spricht. Denn besonders in der Pflegestufe 1 haben viele Patienten den berechtigten Wunsch, noch in den eigenen vier Wänden versorgt werden zu können. Dies gelingt jedoch nur, wenn bereits in diesem frühen Stadium genügend monetäre Leistungen angeboten werden. 

Hinzu kommt die Tatsache, dass viele Pflegeversicherte gar nie in die akute Pflegestufe 3 hineinrutschen. In der Folge würde ein großer Teil der Versicherungssumme hier gar nicht ausgezahlt werden.

Mythos 3: Kostenlose Sachleistungen können immer beantragt werden

Dieser Mythos ist wahr - tatsächlich haben pflegende Angehörige stets die Möglichkeit, Sachleistungen in einem gewissen Umfang vom Versicherer zu erhalten. Dazu zählt in erster Linie eine grundlegende sanitäre Ausstattung, mit der es möglich ist, einen Teil der Pflege selbst zu übernehmen. So werden pflegende Angehörige nicht zusätzlich durch die Materialkosten belastet, welche die benötigten Utensilien mit sich bringen können. In der Regel genügt sogar ein kurzer schriftlicher Antrag beim Versicherer, um in den Genuss dieser Leistungen zu kommen und dadurch eine wesentliche Erleichterung des Alltags zu verspüren.

Unter dem Strich herrscht also viel Unklarheit über Pflegeversicherungen. Die Aufgabe der Zukunft sollte daher lauten, einige dieser Missverständnisse aus der Welt zu schaffen und das allgemeine Bild der Angebote dadurch zu verifizieren. Da in den kommenden Jahren und Jahrzehnten immer mehr Menschen über den Abschluss einer Versicherung nachzudenken haben, wird es von entscheidender Bedeutung sein, sich dem Thema objektiv zu nähern und dadurch für zahlreiche Menschen die beste Lösung zu finden. Diese muss einerseits den finanziellen Möglichkeiten entsprechen und auf der anderen Seite die gewünschte gesundheitliche Absicherung für das Alter bereithalten. 


WERBUNG

WERBUNG

Freizeitclub 50 Plus

Hier treffen sich aktive, vielseitig interessierte Menschen über 50, die an Wochenenden und unter der Woche bei den verschiedensten Aktionen gemeinsam unterwegs sind! Mehr... 

WERBUNG