Gehen Sie zum Darmkrebs Screening!

Darmkrebs entwickelt sich oft unbemerkt. Mit einem Screening ab 50 können Sie vorsorgen und Ihre Heilungschancen deutlich verbessern.
Gehen Sie zum Darmkrebs Screening!
Etwas unangenehm, aber schnell gemacht und sehr effektiv: Arzt erklärt dem Patienten die Darmspiegelung.

Warum Darmkrebs-Screening so wichtig ist

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Besonders tückisch ist, dass die Krankheit lange Zeit keine eindeutigen Beschwerden verursachen kann. Viele Betroffene fühlen sich gesund, während sich im Darm bereits Polypen oder frühe Tumorstadien entwickeln. Genau deshalb ist das Darmkrebs-Screening so wichtig. Es hilft, Veränderungen frühzeitig zu erkennen, bevor ernsthafte Symptome auftreten.

Ab 50 Jahren haben Versicherte in Deutschland Anspruch auf regelmäßige Untersuchungen zur Darmkrebs-Früherkennung. Dazu gehören der Stuhltest auf verborgenes Blut und die Darmspiegelung. Beide Verfahren verfolgen dasselbe Ziel: Darmkrebs früh entdecken oder im Idealfall verhindern. Bei der Darmspiegelung können Ärztinnen und Ärzte verdächtige Polypen sogar direkt entfernen, bevor daraus Krebs entsteht.

Viele Menschen schieben die Vorsorge aus Unsicherheit, Scham oder Angst vor der Untersuchung auf. Doch diese Zurückhaltung kann gefährlich sein. Wird Darmkrebs früh erkannt, sind die Behandlungsmöglichkeiten deutlich besser. Das Screening ist daher keine lästige Pflicht, sondern eine aktive Entscheidung für Ihre Gesundheit und Lebensqualität.

Stuhltest oder Darmspiegelung: Welche Möglichkeiten gibt es?

Beim Darmkrebs-Screening stehen Ihnen grundsätzlich zwei Wege offen. Der immunologische Stuhltest sucht nach nicht sichtbarem Blut im Stuhl. Ein solcher Hinweis kann harmlos sein, sollte aber immer abgeklärt werden. Der Test ist einfach, diskret und lässt sich zu Hause durchführen. Anschließend wird die Probe in der Praxis oder im Labor ausgewertet.

Die Darmspiegelung, medizinisch Koloskopie genannt, gilt als besonders gründliche Untersuchung. Dabei wird der Dickdarm mit einer kleinen Kamera untersucht. Moderne Verfahren sind deutlich schonender, als viele Menschen vermuten. Auf Wunsch erhalten Sie meist ein Beruhigungsmittel, sodass Sie von der Untersuchung kaum etwas mitbekommen. Wichtig ist die Vorbereitung, bei der der Darm gereinigt wird. Diese wird von vielen als unangenehmer empfunden als die Untersuchung selbst.

Nach aktueller Regelung können Frauen und Männer ab 50 Jahren zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren nutzen. Alternativ ist ab 50 alle zwei Jahre ein Stuhltest möglich. Welche Variante für Sie persönlich sinnvoll ist, besprechen Sie am besten mit Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt oder einer gastroenterologischen Praxis.

Wer besonders aufmerksam sein sollte

Das Darmkrebsrisiko steigt mit dem Alter. Deshalb richtet sich das gesetzliche Früherkennungsprogramm besonders an Menschen ab 50. Es gibt jedoch Faktoren, die eine frühere oder engmaschigere Abklärung notwendig machen können. Dazu zählen Darmkrebsfälle in der Familie, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, auffällige Stuhltests oder ungeklärte Beschwerden.

Achten Sie auf Warnzeichen wie Blut im Stuhl, anhaltende Veränderungen der Verdauung, unerklärlichen Gewichtsverlust, wiederkehrende Bauchschmerzen oder ungewöhnliche Müdigkeit. Solche Symptome bedeuten nicht automatisch Krebs, sollten aber ärztlich abgeklärt werden. Warten Sie in diesem Fall nicht auf den nächsten regulären Vorsorgetermin.

Auch ein gesunder Lebensstil kann Ihr Darmkrebsrisiko senken. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, ballaststoffreiche Ernährung, wenig verarbeitetes Fleisch, Nichtrauchen, maßvoller Alkoholkonsum und ein gesundes Körpergewicht. Dennoch ersetzt ein gesunder Lebensstil keine Früherkennung. Screening und Vorsorge ergänzen einander.

Fazit

Gehen Sie zum Darmkrebs-Screening, wenn Sie zur Altersgruppe 50plus gehören oder besondere Risikofaktoren haben. Die Untersuchung kann Leben retten, weil Darmkrebs oft früh erkannt oder durch das Entfernen von Vorstufen sogar verhindert werden kann. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aktiv auf Stuhltest und Darmspiegelung an. Wer rechtzeitig vorsorgt, übernimmt Verantwortung für die eigene Gesundheit und gewinnt im besten Fall viele unbeschwerte Jahre.


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