Alzheimer erkennen
Demenz – was man heute über ihre Entstehung weiss
Wenn Erinnerungen langsam verblassen
Demenz zählt zu den häufigsten Erkrankungen im höheren Lebensalter. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet sinngemäß „ohne Geist“ oder „Nachlassen des Denkvermögens“. Hinter der Diagnose verbergen sich jedoch unterschiedliche Krankheitsformen, die eines gemeinsam haben: Die geistigen Fähigkeiten nehmen Schritt für Schritt ab.
Betroffene Menschen verlieren häufig einen Teil ihrer Erinnerungen, ihrer sprachlichen Fähigkeiten oder ihrer Orientierung im Alltag. Auch Veränderungen der Persönlichkeit oder Probleme mit Bewegungsabläufen können auftreten. Die moderne Hirnforschung hat in den vergangenen Jahren viele Ursachen besser entschlüsselt, dennoch bleiben weiterhin Fragen offen. Gerade deshalb gewinnt das Thema Vorbeugung zunehmend an Bedeutung.
Erfahren Sie in unserem Beitrag wie Sie aktiv und gesund älter werden.
Welche Ursachen das Risiko erhöhen
Das Alter gilt nach wie vor als der wichtigste Risikofaktor für Demenzerkrankungen. Zwar können auch jüngere Menschen betroffen sein, die meisten Diagnosen werden jedoch im höheren Lebensalter gestellt. Forschende sehen außerdem einen engen Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und Demenz. Depressionen können sowohl Vorboten als auch Begleiter der Erkrankung sein.
Hinzu kommen zahlreiche körperliche Faktoren. Besonders Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems erhöhen das Risiko deutlich. Dazu zählen Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Gefäßverkalkungen oder erhöhte Cholesterinwerte. Auch Nierenprobleme oder ein erhöhter Homocysteinspiegel werden inzwischen mit Demenz in Verbindung gebracht. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen gleichzeitig, dass eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung vorbeugend wirken können. Aktuelle Informationen zu Forschung und Prävention bietet außerdem die Deutsche Alzheimer Gesellschaft.
Sekundäre und primäre Demenzformen
Mediziner unterscheiden zwischen primären und sekundären Demenzen. Primäre Formen entstehen direkt im Gehirn. Nervenzellen sterben dabei nach und nach ab. Zu dieser Gruppe gehört auch Alzheimer. Die genauen Ursachen sind bis heute nicht vollständig geklärt.
Sekundäre Demenzen entstehen dagegen als Folge anderer Erkrankungen oder äußerer Einflüsse. Dazu zählen unter anderem Stoffwechselstörungen, Infektionen, Alkoholmissbrauch oder bestimmte Medikamente. Auch Vitaminmangel oder Probleme mit der Schilddrüse können Beschwerden auslösen, die einer Demenz ähneln.
Besonders bei sekundären Formen besteht die Chance, Beschwerden zu verbessern, wenn die eigentliche Ursache erkannt und behandelt wird. Deshalb spielt eine frühzeitige medizinische Abklärung eine wichtige Rolle.
Was heute über Alzheimer bekannt ist
Alzheimer gilt als die häufigste Demenzform. Forschende gehen davon aus, dass sich krankhafte Eiweißablagerungen im Gehirn bilden, die Nervenzellen schädigen. Die Erkrankung beginnt meist schleichend. Anfangs treten nur leichte Gedächtnisprobleme auf, später nehmen Orientierungslosigkeit und Einschränkungen im Alltag zu.
Zu den bekannten Risikofaktoren zählen:
- Bluthochdruck
- Arteriosklerose
- erhöhte Cholesterinwerte
- Diabetes mellitus
- erhöhte Homocystein-Werte
So können Sie vorbeugen:
- regelmäßige Bewegung
- geistige Aktivität
- gesunde Ernährung
- Vermeidung von Übergewicht
- soziale Kontakte und Austausch
Welche Demenzformen besonders häufig auftreten
Alzheimer macht den größten Teil aller Demenzerkrankungen aus. Experten gehen davon aus, dass etwa die Hälfte bis zwei Drittel aller Betroffenen darunter leiden. Ebenfalls verbreitet ist die vaskuläre Demenz, die häufig infolge von Durchblutungsstörungen im Gehirn entsteht. Seltener treten frontotemporale Demenzen oder die sogenannte Lewy-Body-Demenz auf.
Das Gehirn aktiv halten
Auch wenn sich Demenz nicht immer verhindern lässt, können Sie selbst viel für Ihre geistige Gesundheit tun. Besonders wichtig sind regelmäßige Bewegung, soziale Kontakte und geistige Herausforderungen. Kreuzworträtsel, neue Hobbys oder das Lernen neuer Fähigkeiten fördern die Aktivität des Gehirns. Inspiration warum sind neue Hobbys im Alter bereichernd sind finden Sie in unserem Beitrag.
Wie Demenz behandelt wird
Die Behandlung richtet sich immer nach der jeweiligen Ursache der Erkrankung. Bei sekundären Demenzen steht die Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund. Bei Alzheimer und anderen primären Formen versuchen Ärzte vor allem, den Verlauf zu verlangsamen und die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.
Wichtig ist vor allem eine frühe Diagnose. Je schneller Symptome erkannt werden, desto besser können Betroffene und Angehörige Unterstützung organisieren und den Alltag anpassen.
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