GARTENBLUMEN
Die Knolle muss in den Boden!
Warum Blumenzwiebeln und Knollen den Garten bereichern
Blumenzwiebeln und Knollen gehören zu den schönsten Möglichkeiten, Garten, Terrasse oder Balkon mit Farbe und Leben zu füllen. Viele beliebte Gartenblumen wie Tulpen, Narzissen, Krokusse, Hyazinthen, Dahlien oder Gladiolen wachsen aus Zwiebeln oder Knollen. Sie speichern in ihrem Inneren Nährstoffe und treiben zur richtigen Jahreszeit kräftig aus. Wer rechtzeitig pflanzt, wird später mit einer farbenfrohen Blüte belohnt.
Gerade für Menschen ab 50 ist Gartenarbeit eine wunderbare Möglichkeit, Bewegung, Natur und Entspannung zu verbinden. Das Pflanzen von Gartenblumen ist überschaubar, macht Freude und zeigt oft schon nach wenigen Monaten sichtbare Ergebnisse. Gleichzeitig lässt sich der Garten durch die richtige Auswahl der Blumenzwiebeln über viele Monate hinweg abwechslungsreich gestalten.
Wichtig ist jedoch der richtige Zeitpunkt. Nicht jede Knolle gehört zur gleichen Jahreszeit in den Boden. Frühjahrsblüher wie Tulpen, Narzissen und Krokusse werden meist im Herbst gepflanzt, damit sie im Frühjahr austreiben können. Sommerblüher wie Dahlien, Begonien oder Gladiolen kommen dagegen erst nach den letzten Frösten in die Erde. Wer diese Unterschiede kennt, legt die Grundlage für gesunde Pflanzen und kräftige Blüten.
Der richtige Standort und die passende Pflanztiefe
Damit Gartenblumen aus Knollen und Zwiebeln gut wachsen, sollten Standort und Boden stimmen. Die meisten Arten bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Platz und einen lockeren, durchlässigen Boden. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, denn zu viel Feuchtigkeit kann dazu führen, dass Zwiebeln und Knollen faulen. Bei schweren Böden hilft es, etwas Sand oder Kompost einzuarbeiten.
Auch die Pflanztiefe spielt eine wichtige Rolle. Als Faustregel gilt: Blumenzwiebeln sollten etwa doppelt so tief gepflanzt werden, wie sie hoch sind. Größere Zwiebeln kommen also tiefer in den Boden als kleine. Die Spitze zeigt nach oben, die Wurzelseite nach unten. Bei Knollen ist die Orientierung manchmal schwieriger. Im Zweifel hilft ein Blick auf vorhandene Triebansätze.
Achten Sie außerdem auf ausreichende Abstände zwischen den Pflanzen. Zu eng gesetzte Zwiebeln nehmen sich gegenseitig Platz, Nährstoffe und Licht. Wer Gruppen pflanzt, erzielt besonders schöne Effekte. Tulpen oder Narzissen wirken in kleinen Tuffs oft natürlicher als einzeln gesetzte Pflanzen.
Pflege nach dem Pflanzen: So gelingt die Blüte
Nach dem Einsetzen sollten Sie die Erde leicht andrücken und bei trockenem Wetter vorsichtig angießen. Danach brauchen viele Blumenzwiebeln zunächst wenig Pflege. Frühjahrsblüher überwintern im Boden und treiben aus, sobald Temperatur und Tageslicht passen. Eine dünne Schicht Laub oder Mulch kann zusätzlichen Schutz bieten.
Nach der Blüte sollten Sie das Laub nicht sofort entfernen. Die Blätter versorgen die Zwiebel mit Energie für das nächste Jahr. Schneiden Sie diese erst ab, wenn sie vergilbt und eingezogen sind. Verblühte Blüten können dagegen entfernt werden, damit die Pflanze keine Kraft in die Samenbildung steckt.
Sommerblühende Knollen sind oft frostempfindlich. Dahlien oder Gladiolen sollten im Herbst ausgegraben, trocken gelagert und erst im nächsten Frühjahr wieder gepflanzt werden. So bleiben die Pflanzen vital und können Jahr für Jahr erneut Freude bereiten.
Fazit
Blumenzwiebeln und Knollen sind eine einfache und wirkungsvolle Möglichkeit, Garten und Balkon zum Blühen zu bringen. Entscheidend sind der richtige Pflanzzeitpunkt, ein geeigneter Standort, durchlässiger Boden und etwas Geduld. Wenn Sie Frühjahrs- und Sommerblüher klug kombinieren, genießen Sie über viele Monate hinweg farbenfrohe Gartenblumen. Die Knolle muss also tatsächlich in den Boden – und mit der richtigen Pflege wird daraus ein blühender Blickfang.
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