GEPFLEGTE FÜSSE
Fußnagelpilz im Alter: Woran man ihn von Fußpilz unterscheidet
Fußnagelpilz und Fußpilz treten im Alter häufiger auf und werden oft verwechselt. Wer die typischen Anzeichen kennt, kann früher reagieren. Wo liegen die Unterscheide und Gemeinsamkeiten beider Formen? Viele Betroffene bemerken die Veränderungen erst, wenn der Befall schon weiter fortgeschritten ist. Gerade im Alter lohnt es sich deshalb, Haut und Nägel regelmäßig zu betrachten.
Fußpilz: Ursachen und Unterschiede im Überblick
Wie man Fußpilz oder Nagelpilz erkennen [Linkziel: www.ciclopoli.de/fusspilz/] kann ist nicht immer offensichtlich: Fußpilz betrifft vor allem die Haut, etwa zwischen den Zehen oder an der Fußsohle — Nagelpilz befällt dagegen den Nagel selbst, meist an den Füßen. Als Ursache von Fußpilz gelten meist Fadenpilze, sogenannte Dermatophyten. Das gilt auch für Fußnagelpilz, bei dem Dermatophyten in etwa zwei Dritteln der Fälle die Ursache sind.
Typische Anzeichen von Fußpilz
Fußpilz macht sich häufig durch Juckreiz bemerkbar, vor allem zwischen den Zehen. Die Haut kann schuppen, sich rötlich verfärben oder an der Ferse rau und trocken werden. Diese Veränderungen entwickeln sich oft langsam und werden deshalb leicht übersehen. Mit dem Alter wird die Haut oft trockener und empfindlicher, was Pilzen das Festsetzen erleichtern kann. Manchmal bilden sich zusätzlich kleine Hautrisse zwischen den Zehen, durch die Erreger leichter eindringen können. Wer die Veränderungen früh bemerkt, kann rechtzeitig handeln.
Nagelpilz Symptome: So zeigt sich der Befall
Die typischen Symptome von Nagelpilz zeigen sich meist an den Nägeln. Sie werden gelblich, weißlich oder bräunlich und mit der Zeit verdickt, brüchig oder rissig. Weil sich die Veränderungen langsam entwickeln, fallen sie vielen erst spät auf. Das Erkennen von Nagelpilz gelingt am besten über Farbe, Dicke und Struktur der Nägel. Nagelpilz heilt nicht von allein. Eine frühe ärztliche Abklärung ist daher sinnvoll. Ob nur ein Nagel oder mehrere betroffen sind, zeigt die ärztliche Untersuchung. Der Schweregrad bestimmt später, welche Therapie infrage kommt.
Von Fußpilz zu Nagelpilz: Wie der Befall auf den Nagel übergreifen kann
Der Zusammenhang von Fußpilz und Nagelpilz ist oftmals unmittelbar. Fachleute gehen davon aus, dass sich Nagelpilz in vielen Fällen aus einem Fußpilz entwickelt. Viele Menschen mit Nagelpilz haben gleichzeitig Fußpilz, deshalb sollte ein Fußpilz nicht unbeachtet bleiben. Kleine Verletzungen an Nagel oder Nagelrand können den Erregern den Weg bahnen. Wer barfuß in Umkleiden oder Duschen geht, kann Erreger aufnehmen, die auf dem Boden leben. Umgekehrt kann auch ein unbehandelter Nagelpilz auf die umliegende Haut übergreifen.
Feuchtigkeit begünstigt die Pilze zusätzlich. Sie wachsen vor allem in feuchter Umgebung, deshalb lohnt es sich, auf trockene Füße zu achten.
Warum das Risiko für Fußnagelpilz im Alter steigt
Fußnagelpilz tritt im Alter häufiger auf. Vor allem sind ältere Männer und Menschen mit eingeschränkter Durchblutung der Füße betroffen. In Deutschland betrifft Nagelpilz schätzungsweise 2 bis 15 Prozent der Bevölkerung. Auch Erkrankungen, die die Durchblutung beeinträchtigen, erhöhen das Risiko. Auch bei Diabetes besteht ein höheres Risiko für Fuß- und Nagelpilzinfektionen. Diese können zu bakteriellen Infektionen der Füße führen .
Fußnagelpilz: Behandlung im Überblick
Fußnagelpilz lässt sich gut behandeln, braucht aber Geduld. Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad und sollte gemeinsam mit einer ärztlichen Fachperson besprochen werden. Bei leichtem bis mäßigem Befall kann ein antimykotischer Nagellack eingesetzt werden. Nagellacke wirken direkt auf die Nagelplatte, Tabletten erreichen den Pilz über den ganzen Körper. Bei mittelschwerem oder schwerem Befall kommen meist Tabletten zum Einsatz, teils in Kombination mit Nagellack.
Die Behandlung erstreckt sich oft über viele Monate, weil der Nagel vollständig herauswachsen muss. Eine Therapie sollte daher nicht nach ersten Verbesserungen abgebrochen werden, denn der Nagel wächst nur langsam nach.
Vorbeugung im Alltag
Eine regelmäßige Fußpflege kann dazu beitragen, Haut und Nägel gesund zu halten. Fußpilz vorzubeugen, könnte auch vor Nagelpilz schützen. Im Alltag helfen außerdem folgende Gewohnheiten:
- Füße nach dem Waschen gründlich abtrocknen, besonders zwischen den Zehen
- Socken täglich wechseln und möglichst aus atmungsaktiven Materialien wählen
- In Duschen und Schwimmbädern Badeschuhe tragen
- Schuhe lüften und abwechselnd tragen, damit sie gut austrocknen
- Fußnägel gerade und nicht zu kurz schneiden, um kleine Verletzungen zu vermeiden
- Nagelscheren, Feilen und Handtücher nicht mit anderen teilen
Wer regelmäßig Füße und Nägel ansieht, bemerkt Veränderungen früher. Auch Socken und Schuhe spielen eine Rolle, weil feuchtes Milieu den Pilzen entgegenkommt. Auch beim Nagelschneiden lohnt sich Sorgfalt, denn kleine Verletzungen am Nagelrand sind häufige Eintrittspforten für Keime. Schuhe sollten passen, damit Druckstellen und Reibung vermieden werden.
Wann ein Arztbesuch sinnvoll ist
Bei Unsicherheit, ob Fußnagelpilz vorliegt, ist ein Besuch beim Hausarzt oder Hautarzt sinnvoll. Eine genaue Diagnose mit Erregernachweis ist die Basis einer erfolgreichen Therapie. Das gilt besonders bei Vorerkrankungen wie Diabetes. Eine frühe Abklärung verschafft Klarheit darüber, ob ein Pilz vorliegt und welche Behandlung passt. Wer früh handelt, kann einer Ausbreitung der Pilze besser vorbeugen. Wer unsicher ist, notiert Veränderungen am besten mit Datum und bespricht sie beim nächsten Termin.