Prävention
Herzinfarkt erkennen: So deuten Sie die ersten Anzeichen
Ein Herzinfarkt kommt für viele Menschen überraschend. Doch häufig sendet der Körper Warnsignale, die ernst genommen werden sollten. Gerade ab 50 steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weshalb es wichtig ist, typische und weniger typische Beschwerden richtig einzuordnen. Alles, was Sie rund um das Thema Herzinfarkt wissen müssen, finden Sie bei der Herzstiftung.de.
Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt gilt immer: Wählen Sie sofort den Notruf 112 und warten Sie nicht ab. Schnelle medizinische Hilfe kann entscheidend sein.
Herzgesundheit: Ein Herzinfarkt kommt oft unerwartet. Wer Blutdruck, Cholesterin, Bewegung und Lebensstil im Blick behält, kann sein Risiko deutlich senken. Herzinfarkt: So kann man sich schützen.
Beugen Sie vor. Regelmäßige Bewegung stärkt Herz und Kreislauf. Erfahren Sie, wie Sie Ihr Herz flexibel, belastbar und gesund halten.
Was passiert bei einem Herzinfarkt?
Bei einem Herzinfarkt wird ein Bereich des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt. Meist liegt ein verschlossenes Herzkranzgefäß zugrunde. Je länger die Durchblutung gestört ist, desto größer kann der Schaden am Herzen werden. Deshalb zählt im Notfall jede Minute.
Typische Anzeichen ernst nehmen
Ein häufiges Warnzeichen ist ein starkes Druck-, Enge- oder Schmerzgefühl in der Brust. Viele Betroffene beschreiben das Gefühl, als liege eine schwere Last auf dem Brustkorb. Die Beschwerden können länger als wenige Minuten anhalten oder wiederkehren.
Der Schmerz kann in andere Körperbereiche ausstrahlen, etwa in den linken oder rechten Arm, in Schulter, Rücken, Hals, Kiefer oder Oberbauch. Auch Atemnot, kalter Schweiß, Blässe, Übelkeit, Schwindel oder ein starkes Angstgefühl können dazukommen.
Herzinfarkt bei Frauen: Beschwerden können anders wirken
Bei Frauen zeigt sich ein Herzinfarkt nicht immer mit dem klassischen starken Brustschmerz. Häufig treten zusätzlich oder vorrangig Beschwerden wie Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen, Rückenschmerzen, Schwindel, Benommenheit oder ungewöhnliche Müdigkeit auf. Gerade weil diese Symptome leicht mit Magenproblemen, Erschöpfung oder Verspannungen verwechselt werden, sollten sie bei plötzlichem Auftreten ernst genommen werden.
Erste Warnzeichen nicht verharmlosen
Manche Menschen spüren schon vor einem akuten Herzinfarkt belastungsabhängige Beschwerden. Dazu gehören Druck in der Brust, Luftnot bei geringer Anstrengung oder ein ungewohntes Schwächegefühl. Besonders alarmierend ist es, wenn solche Beschwerden in Ruhe auftreten oder rasch stärker werden.
Sagen Sie sich nicht: „Das wird schon wieder.“ Gerade bei Herzbeschwerden ist Zurückhaltung gefährlich. Lieber einmal zu früh den Notruf wählen als zu spät.
Was Sie im Notfall tun sollten
Wenn Sie bei sich oder einer anderen Person einen Herzinfarkt vermuten, handeln Sie sofort. Rufen Sie die 112 an und schildern Sie die Beschwerden klar. Setzen oder lagern Sie die betroffene Person ruhig, öffnen Sie enge Kleidung und vermeiden Sie körperliche Belastung. Ist die Person bewusstlos und atmet nicht normal, sollte sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden.
Wichtig ist:
- nicht selbst mit dem Auto fahren
- keine Zeit mit Abwarten verlieren
- den Rettungsdienst direkt über 112 verständigen
Risikofaktoren kennen
Ein Herzinfarkt kann jeden treffen, doch bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko. Dazu zählen Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes, erhöhte Blutfette, Bewegungsmangel, Übergewicht, familiäre Vorbelastung und chronischer Stress. Wer seine Werte kennt und regelmäßig ärztlich kontrollieren lässt, kann Risiken besser einschätzen.
Auch ein gesunder Lebensstil unterstützt das Herz: ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und der bewusste Umgang mit Stress sind wichtige Bausteine.
Warum viele Menschen zu lange warten
Viele Betroffene zögern, weil sie niemandem zur Last fallen möchten oder die Beschwerden nicht eindeutig einordnen können. Manche hoffen, dass der Schmerz von selbst verschwindet. Andere schämen sich, falls es doch „nichts Ernstes“ ist.
Diese Sorge ist verständlich, aber im Ernstfall gefährlich. Medizinische Fachkräfte sind darauf vorbereitet, unklare Beschwerden abzuklären. Bei Verdacht auf Herzinfarkt ist schnelles Handeln immer richtig.
Tipp: Mit den richtigen Lebensmitteln unterstützen Sie Herz und Kreislauf. Diese 7 herzgesunden Klassiker passen einfach in Ihren Alltag.
Einen Herzinfarkt zu erkennen, kann Leben retten. Achten Sie besonders auf Druck oder Schmerzen in der Brust, Atemnot, Ausstrahlung in Arm, Rücken, Kiefer oder Oberbauch sowie auf Übelkeit, Schwindel, kalten Schweiß oder ungewöhnliche Schwäche.
Bei Frauen können die Beschwerden weniger eindeutig wirken, sind aber nicht weniger gefährlich. Wenn Sie unsicher sind, warten Sie nicht ab: Rufen Sie sofort die 112. Je früher Hilfe kommt, desto besser sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung.
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