Kultur, Kneipp-Kuren und Genuss – ganz ohne Auto

Großstadtkultur und alpine Ruhe unter einen Hut zu bringen, gehört mittlerweile zu den beliebtesten Reiseplänen überhaupt.
Mindestens 2 Tage sollte man sich für München schon Zeit nehmen.
Mindestens 2 Tage sollte man sich für München schon Zeit nehmen. – (Pixabay)

Viele lassen es dann aber doch bleiben, weil schon der Gedanke an verstopfte Autobahnen und die endlose Parkplatzsuche in den Innenstädten nervt.

Dabei braucht man in Südbayern eigentlich überhaupt keinen Pkw: Das öffentliche Verkehrsnetz greift verlässlich ineinander und ist pünktlich.

Genau das macht es so einfach, eine abwechslungsreiche Auszeit zu planen – mit Kunst, Geschichte und heilsamen Wasseranwendungen, ganz entspannt und ohne selbst am Steuer zu sitzen.

 

Zwei bis drei Tage München: Kunstareal, Schlossräume und Biergartenkultur

Los geht der Trip mit der Landung am Allgäu Airport Memmingen – ein unkomplizierter, günstiger Ausgangspunkt für die gesamte Region.

Der Weg weiter in die Landeshauptstadt ist schnell geregelt: Der Zubringerbus bringt Reisende in etwa einer Stunde und fünfundzwanzig Minuten direkt an den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) an der Hackerbrücke.

Bei Online-Buchung über Flibco starten die Tickets bereits ab 6,99 Euro, Gepäckstücke sind schon drin und Umbuchungen bis sechs Stunden vor Abfahrt kostenlos.

Wer sich einfach in den Bus München Memmingen Flughafen setzt, spart sich den Stress im Stadtverkehr und steigt mitten im Zentrum von München aus.

Zwei Tage sollte man sich für die Stadt schon nehmen, am besten ohne festgetakteten Terminstress. Im Kunstareal lohnt der Gang durch die Alte Pinakothek, danach geht es weiter in die weitläufigen Trakte der Münchner Residenz, die das fürstliche und königliche Erbe der Stadt greifbar macht.

Ein Abstecher durch den Englischen Garten verschafft frische Luft im Grünen, bevor man am Viktualienmarkt landet.

An den Ständen unter den Kastanienbäumen holt man sich dann eine ehrliche bayerische Brotzeit: ofenfrische Brezen, süßen Senf und kalten Braten direkt auf die Hand.

Raus ins Allgäu: Mittelaltergassen, Barockwunder und Kneippsche Güsse

Nach dem Trubel der Stadt führt der Weg westwärts ins Grüne.

Das Allgäu ist geprägt von Weideland, Nadelwäldern und einer lebendigen bäuerlichen Tradition.

Erste Station: Memmingen. Die ehemalige Reichsstadt hat einen großen Teil ihrer alten Stadtmauer behalten.

Schlendert man durch die Gassen, steht man unvermittelt auf dem Marktplatz vor stattlichen Patrizierhäusern und dem berühmten Siebendächerhaus – jener historischen Gerberwerkstatt, unter deren ausladenden Dachböden früher die Felle im Wind trockneten.

Ein paar Kilometer weiter östlich wartet Ottobeuren mit seiner monumentalen Benediktinerabtei. Die dortige Basilika ist ein Meisterwerk des Rokoko, überladen mit lichtdurchfluteten Deckenfresken und aufwendigen Stuckaturen.

Wer den Kopf richtig frei bekommen will, fährt anschließend nach Bad Wörishofen, dem Ursprungsort der Wasserkuren von Sebastian Kneipp.

Tretbecken in gepflegten Parkanlagen, Barfußpfade und Saunabereiche laden dazu ein, dem Körper etwas Gutes zu tun.

Kulinarisch fängt das Allgäu einen ohnehin schnell ein: mit dampfenden, handgemachten Kässpatzen samt Röstzwiebeln und kräftigem Bergkäse aus Rohmilch.

Für die Wege zwischen den Orten reicht vorab ein kurzer Blick in die Fahrpläne der Regionalbusse und Nahverkehrszüge, die hier regelmäßig pendeln.

Bequemer Rückweg ohne Hektik

Die Runde zeigt, wie angenehm man mit leichtem Gepäck unterwegs ist, wenn man weder Maut noch Staus im Nacken hat.

Nach den Thermengängen und dem Käseeinkauf im Allgäu bleibt der Rückreisetag völlig entspannt: Da man sich ohnehin schon in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Memmingen befindet, geht es ohne Hetzerei direkt zum Gate.

Ein runder Kurztrip, der Kultur und Erholung zusammenbringt, ohne dass man auch nur einmal einen Autoschlüssel in die Hand nehmen muss.


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