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Lippenpflege - Tipps, gegen spröde Lippen
Warum Lippen schnell spröde werden
Die Haut an den Lippen ist besonders dünn und empfindlich. Sie besitzt kaum Talgdrüsen und kann sich deshalb nicht so gut selbst mit Fett versorgen wie andere Hautpartien. Wind, Kälte, trockene Heizungsluft, Sonne oder häufiges Lecken über die Lippen entziehen zusätzlich Feuchtigkeit. Die Folge: Die Lippen spannen, reißen ein oder fühlen sich rau an.
Gerade in der zweiten Lebenshälfte kann die Haut trockener werden. Deshalb ist eine regelmäßige Lippenpflege wichtig, um spröden Lippen vorzubeugen und kleine Risse schneller abheilen zu lassen.
Die richtige Lippenpflege im Alltag
Eine gute Lippenpflege schützt die empfindliche Haut vor Feuchtigkeitsverlust. Verwenden Sie am besten einen pflegenden Lippenbalsam mit rückfettenden Inhaltsstoffen wie Sheabutter, Bienenwachs, Pflanzenölen oder Panthenol. Diese bilden eine schützende Schicht und helfen, die Lippen geschmeidig zu halten.
Tragen Sie die Pflege mehrmals täglich dünn auf, besonders vor dem Spaziergang, vor dem Schlafengehen und bei trockener Raumluft. Wichtig ist: Weniger ist oft mehr. Zu häufiges Nachcremen kann dazu führen, dass Sie sich an das ständige Pflegen gewöhnen.
Was bei spröden Lippen hilft
Wenn Ihre Lippen bereits rissig sind, sollten Sie auf milde Pflege setzen. Verzichten Sie auf stark parfümierte Produkte oder Lippenpflege mit reizenden Zusätzen. Auch scharfe Speisen, Alkohol oder sehr saure Lebensmittel können offene Stellen zusätzlich reizen.
Hilfreich ist es, ausreichend Wasser zu trinken, denn Flüssigkeitsmangel kann trockene Lippen begünstigen. Achten Sie außerdem auf eine ausgewogene Ernährung mit Vitaminen und Mineralstoffen. Bei länger anhaltenden Beschwerden kann ein Mangel, eine Hauterkrankung oder eine Unverträglichkeit dahinterstecken.
Lippen nicht ablecken
Viele Menschen befeuchten trockene Lippen automatisch mit der Zunge. Das verschafft kurzfristig Erleichterung, macht die Beschwerden aber meist schlimmer. Speichel verdunstet schnell und entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Dadurch werden die Lippen noch trockener.
Versuchen Sie deshalb, diesen Reflex bewusst zu vermeiden. Greifen Sie stattdessen zu einem milden Lippenbalsam oder trinken Sie ein Glas Wasser.
Schutz vor Sonne, Wind und Kälte
Lippen brauchen nicht nur im Winter Pflege. Auch UV-Strahlung kann die empfindliche Lippenhaut belasten. Verwenden Sie bei Sonne eine Lippenpflege mit Lichtschutzfaktor. Das gilt besonders beim Wandern, Radfahren, Skifahren oder am Meer.
Im Winter schützen fetthaltige Lippenpflegeprodukte vor Kälte und Wind. Tragen Sie diese am besten auf, bevor Sie das Haus verlassen. So bleibt die natürliche Schutzbarriere der Lippen besser erhalten.
Sanftes Peeling nur gelegentlich
Bei trockenen Hautschüppchen kann ein sehr sanftes Lippenpeeling helfen. Reiben Sie die Lippen aber niemals stark ab. Das kann kleine Verletzungen verursachen und die Haut zusätzlich reizen.
Ein weiches, feuchtes Tuch reicht oft aus, um lose Hautschüppchen vorsichtig zu entfernen. Danach sollten Sie sofort eine pflegende Lippencreme auftragen.
Wann ärztlicher Rat sinnvoll ist
Wenn spröde Lippen trotz guter Pflege nicht besser werden, stark einreißen, bluten oder sich entzünden, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Auch eingerissene Mundwinkel, Brennen oder wiederkehrende Beschwerden können auf andere Ursachen hinweisen.
Möglich sind zum Beispiel Pilzinfektionen, Allergien, Vitaminmangel oder Hauterkrankungen. Eine gezielte Abklärung hilft, die passende Behandlung zu finden.
Fazit
Spröde Lippen entstehen häufig durch Kälte, trockene Luft, Sonne oder falsche Gewohnheiten. Mit einer milden, rückfettenden Lippenpflege, ausreichend Flüssigkeit und gutem Schutz vor Witterung bleiben Ihre Lippen geschmeidig. Wenn Beschwerden länger anhalten oder sich verschlimmern, ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.
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