Tipps für Augen
Müde Augen vom Bildschirm? Hier kommt die Rettung
Wenn der Bildschirm die Augen belastet
Ob Smartphone, Tablet, Laptop oder Fernseher: Bildschirme gehören längst zum Alltag. Viele Menschen ab 50 nutzen digitale Geräte für Nachrichten, Online-Banking, Videotelefonie, Einkäufe oder Unterhaltung. Doch nach längerer Zeit vor dem Display machen sich häufig Beschwerden bemerkbar: Die Augen brennen, tränen, fühlen sich trocken an oder der Blick wird unscharf.
Müde Augen vom Bildschirm sind kein seltenes Problem. Oft entstehen sie, weil wir konzentriert schauen, seltener blinzeln und die Augen über längere Zeit auf dieselbe Entfernung einstellen. Gerade bei trockener Raumluft, schlechter Beleuchtung oder kleinen Schriften kann das Sehen schnell anstrengend werden.
Warum Bildschirmarbeit die Augen ermüdet
Beim Blick auf den Bildschirm leisten Ihre Augen Schwerstarbeit. Sie müssen Kontraste erkennen, ständig kleine Bewegungen ausgleichen und sich dauerhaft auf eine nahe Entfernung konzentrieren. Gleichzeitig nimmt die Blinzelhäufigkeit ab. Dadurch wird der Tränenfilm schlechter verteilt, und die Augenoberfläche trocknet leichter aus.
Hinzu kommt: Viele Menschen sitzen zu nah am Bildschirm oder schauen in ungünstigem Winkel nach unten oder oben. Auch Spiegelungen, grelles Licht und zu kleine Schriftgrößen verstärken die Belastung. Das Ergebnis sind gereizte Augen, Kopfschmerzen, Verspannungen im Nacken und ein allgemeines Müdigkeitsgefühl.
Die 20-20-20-Regel: Kleine Pause, große Wirkung
Eine der einfachsten Methoden gegen müde Bildschirmaugen ist die 20-20-20-Regel. Schauen Sie alle 20 Minuten für etwa 20 Sekunden auf einen Punkt in rund 20 Fuß Entfernung, also ungefähr sechs Meter weit weg. Dadurch entspannen sich die Augenmuskeln, die zuvor lange auf Nähe eingestellt waren.
Diese kurze Pause wirkt unscheinbar, kann aber viel bewirken. Stellen Sie sich bei Bedarf eine Erinnerung am Handy oder Computer. Wichtig ist, dass Sie den Blick wirklich vom Bildschirm lösen und bewusst in die Ferne schauen.
Bewusst blinzeln gegen trockene Augen
Trockene Augen entstehen häufig, weil beim konzentrierten Lesen am Bildschirm zu wenig geblinzelt wird. Blinzeln verteilt die Tränenflüssigkeit und schützt die Augenoberfläche. Wenn Sie lange am Display arbeiten, sollten Sie deshalb regelmäßig bewusst blinzeln.
Schließen Sie die Augen sanft für zwei Sekunden, öffnen Sie sie wieder und blinzeln Sie anschließend mehrmals locker. Wiederholen Sie diese kleine Übung mehrmals am Tag. Besonders hilfreich ist sie bei Heizungsluft, Klimaanlagen oder langen Videotelefonaten.
Bildschirm richtig einstellen
Auch die richtige Einstellung Ihrer Geräte kann die Augen deutlich entlasten. Der Bildschirm sollte weder zu hell noch zu dunkel sein. Passen Sie die Helligkeit an das Umgebungslicht an. In einem hellen Raum darf der Bildschirm heller sein, abends sollte er gedimmt werden.
Achten Sie außerdem auf eine angenehme Schriftgröße. Sie sollten nicht blinzeln, die Stirn runzeln oder sich nach vorne beugen müssen, um Texte zu lesen. Vergrößern Sie Schrift und Symbole lieber etwas. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine einfache Möglichkeit, Ihre Augen zu schonen.
Der Abstand zum Bildschirm sollte bei einem Computer etwa eine Armlänge betragen. Der obere Bildschirmrand liegt idealerweise leicht unter Augenhöhe. So bleibt der Nacken entspannter, und die Augen werden weniger gereizt.
Gutes Licht schützt vor Überanstrengung
Schlechte Beleuchtung ist ein häufiger Grund für müde Augen. Wenn der Raum zu dunkel ist, muss das Auge stärker arbeiten. Ist das Licht zu grell oder spiegelt es sich auf dem Bildschirm, entsteht ebenfalls Stress.
Ideal ist weiches, gleichmäßiges Licht. Vermeiden Sie starke Kontraste zwischen hellem Bildschirm und dunklem Raum. Besonders abends sollten Sie nicht im völlig dunklen Zimmer auf ein helles Display schauen. Eine kleine Lampe im Hintergrund kann die Augen entlasten.
Augenübungen für zwischendurch
Einfache Augenübungen bringen Abwechslung in starre Sehgewohnheiten. Sie ersetzen keine Brille und keine augenärztliche Untersuchung, können aber helfen, die Augen zu entspannen.
Hilfreiche Übungen sind:
- mehrmals bewusst in die Ferne schauen
- Augen langsam nach rechts, links, oben und unten bewegen
- Handflächen wärmen und locker auf geschlossene Augen legen
- bewusst blinzeln und kurz die Augen schließen
Führen Sie die Übungen ruhig und ohne Druck aus. Wenn etwas unangenehm ist, lassen Sie es weg.
Trockene Augen: Wann Augentropfen helfen können
Wenn Ihre Augen häufig trocken, sandig oder gereizt sind, können befeuchtende Augentropfen sinnvoll sein. In der Apotheke gibt es sogenannte künstliche Tränen, die den Tränenfilm unterstützen. Besonders bei langer Bildschirmzeit, trockener Luft oder Kontaktlinsen können sie Erleichterung bringen.
Achten Sie auf gut verträgliche Produkte. Wenn Sie regelmäßig Tropfen benötigen oder starke Beschwerden haben, sollten Sie ärztlich abklären lassen, ob eine andere Ursache dahintersteckt.
Bewegung, Wasser und frische Luft
Auch Ihr Lebensstil beeinflusst die Augen. Trinken Sie ausreichend Wasser, denn Flüssigkeitsmangel kann trockene Schleimhäute begünstigen. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft hilft ebenfalls: Der Blick schweift automatisch öfter in die Ferne, und die Augen bekommen eine natürliche Pause vom Nahsehen.
Wenn Sie viel am Bildschirm sitzen, stehen Sie regelmäßig auf. Lockern Sie Schultern und Nacken. Verspannungen können Kopfschmerzen und Augenbeschwerden verstärken.
Wann Sie zum Augenarzt gehen sollten
Müde Augen nach Bildschirmzeit sind häufig harmlos, sollten aber nicht ignoriert werden. Wenn Beschwerden dauerhaft bleiben, Sie plötzlich schlechter sehen, Doppelbilder bemerken, starke Schmerzen haben oder Lichtblitze wahrnehmen, ist eine augenärztliche Untersuchung wichtig.
Auch eine nicht mehr passende Brille kann die Augen belasten. Gerade ab 50 verändern sich Sehwerte häufiger. Eine aktuelle Brille oder spezielle Bildschirmbrille kann den Alltag deutlich angenehmer machen.
Fazit
Müde Augen vom Bildschirm lassen sich oft mit einfachen Maßnahmen lindern. Regelmäßige Pausen, bewusstes Blinzeln, gute Beleuchtung, passende Schriftgröße und ein richtig eingestellter Bildschirm entlasten Ihre Augen spürbar. Ergänzend helfen Augenübungen, ausreichend Wasser und frische Luft. Wenn Beschwerden länger anhalten, sollten Sie Ihre Augen kontrollieren lassen. So bleiben Bildschirmzeit und gutes Sehen auch ab 50 besser im Gleichgewicht.
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