WARUM FALLEN KURSE?
Risiken absichern statt in Panik verkaufen
Irgendwann fällt jeder Kurs einmal, so eine Marktweisheit. Viele Anleger geraten dabei in Panik, denn sie wissen nicht, wie sie damit souverän umgehen und daraus sogar Erfolge mitnehmen. Doch wer versteht, warum Märkte nachgeben, kann sich bereits vorher absichern.
Warum Kurse an der Börse fallen
Am Kapitalmarkt gibt es immer einen Wechsel zwischen fallenden und steigenden Kursen. Dahinter stehen meist wirtschaftliche, politische oder psychologische Ursachen. Damit Anleger erfolgreich auf fallende Kurse setzen setzten können, sollten sie die Hintergründe und Signale am Markt kennen.
So lassen sich Entwicklungen besser einordnen und vorschnelle (emotionale) Reaktionen vermeiden. Häufig sind es makroökonomische Faktoren wie steigende Zinsen, rückläufiges Wirtschaftswachstum oder sinkende Unternehmensgewinne, die eine Abwärtsbewegung auslösen. Auch geopolitische Spannungen oder unerwartete Ereignisse können die Stimmung an den Märkten abrupt verändern.
Hinzu kommt die Psychologie der Anleger: In unsicheren Phasen verstärken Angst und Herdentrieb die Dynamik. Verkäufe ziehen weitere Verkäufe nach sich, wodurch Kurse kurzfristig stärker fallen, als es die Fundamentaldaten rechtfertigen würden.
Welche Risiken mit fallenden Kursen verbunden sind
Sobald sich Kurse in eine andere Richtung bewegen, müssen Anleger besonders wachsam sein und womöglich rasch reagieren. Vor allem fallende Märkte bergen nicht nur finanzielle, sondern auch psychologische Risiken.
Das Realisierungsrisiko durch Panikverkäufe gehört zu den größten Gefahren in schwächeren Marktphasen. Buchverluste werden erst dann endgültig, wenn Positionen tatsächlich verkauft werden. Wer in einer Phase allgemeiner Unsicherheit aus Angst aussteigt, fixiert häufig genau jene Verluste, die sich bei einer späteren Erholung wieder relativiert hätten.
Hinzu kommt das Risiko durch Emotionalität. Sinkende Kurse verstärken häufig bei Anlegern das Gefühl von Kontrollverlust. Das wiederum führt dazu, dass plötzlich Strategien infrage gestellt werden. Statt rationell zu analysieren und erst dann eine Entscheidung zu treffen, übernehmen kurzfristige Schlagzeilen und die negative Marktstimmung das Handeln.
Auch der Liquiditätsdruck ist für viele Anleger bei fallenden Kursen enorm. Fehlt eine ausreichende finanzielle Reserve, kann es notwendig werden, Investitionen zu einem ungünstigen Zeitpunkt aufzulösen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, Verluste zu realisieren.
Möglichkeiten zur Absicherung in schwächeren Marktphasen
Schwächen am Markt lassen sich nie vollständig vermeiden. Allerdings können Anleger diese mit strategisch guten Entscheidungen abfedern. Wichtig dafür ist ein ausgewogenes Risikomanagement.
Eine breite Diversifikation über mehrere Anlageklassen hinweg ist dafür unerlässlich. Die breite Streuung über verschiedene Aktien, sondern auch über Anlageklassen wie Anleihen, Geldmarktprodukte oder Rohstoffe reduziert die Abhängigkeit vom Aktienmarkt.
Hinweis: Geraten einzelne Bereiche, etwa Aktien, unter Druck, verschiebt sich automatisch die ursprüngliche Portfolio-Struktur. Deshalb ist regelmäßiges Rebalancing wichtig. Durch das gezielte Wiederherstellen der geplanten Gewichtung wird das Risikoprofil stabilisiert.
Auch eine defensive Beimischung ist empfehlenswert. Staatsanleihen hoher Bonität, kurzlaufende Anleihen oder inflationsgeschützte Papiere reagieren oft weniger stark auf Marktturbulenzen. Auch Gold wird von manchen Anlegern als Absicherungsinstrument genutzt.
Eine ausreichende Cash-Quote verhindert, dass Wertpapiere in fallenden Märkten verkauft werden müssen. Zudem schafft sie Flexibilität, um bei attraktiven Bewertungen nachzukaufen. Für die Absicherung sind auch Liquiditätsreserven unerlässlich. Sie wirken wie ein finanzielles Sicherheitsnetz und verhindern, dass in turbulenten Marktphasen Anlagen unter Druck verkauft werden müssen. Zusätzlich schaffen sie Spielraum, um bei attraktiveren Bewertungen gezielt nachzukaufen.
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