Hautstress
Rissige Hände
Warum rissige Hände so häufig auftreten
Unsere Hände sind täglich im Dauereinsatz. Sie kommen mit Wasser, Seife, Reinigungsmitteln, Kälte, Sonne und vielen anderen Belastungen in Kontakt. Kein Wunder also, dass die Haut an den Händen besonders empfindlich reagiert. Gerade ab 50 wird die Haut zudem dünner, produziert weniger Fett und verliert leichter Feuchtigkeit. Die Folge sind trockene, raue und rissige Hände, die nicht nur unangenehm aussehen, sondern auch schmerzen können.
Rissige Hände sind weit mehr als ein kosmetisches Problem. Kleine Hautrisse können brennen, jucken und Krankheitserregern das Eindringen erleichtern. Deshalb lohnt es sich, die Hände konsequent zu pflegen und frühzeitig auf Warnzeichen zu achten.
Die Haut verliert ihren natürlichen Schutz
Die oberste Hautschicht besitzt eine natürliche Schutzbarriere aus Fett und Feuchtigkeit. Sie verhindert, dass zu viel Wasser verdunstet und schützt gleichzeitig vor äußeren Einflüssen. Wird diese Barriere geschädigt, trocknet die Haut schneller aus.
Häufiges Händewaschen, aggressive Seifen, Desinfektionsmittel oder kalte Winterluft können diesen natürlichen Schutz angreifen. Auch trockene Heizungsluft belastet die Haut zusätzlich. Mit zunehmendem Alter regeneriert sich die Haut außerdem langsamer, sodass Trockenheit häufiger zum Problem wird.
Typische Ursachen für rissige Hände
Nicht immer steckt nur das Wetter hinter trockenen Händen. Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig zusammen. Besonders häufig spielen folgende Ursachen eine Rolle:
- häufiges Händewaschen oder Desinfizieren
- Reinigungsmittel und chemische Substanzen
- Kälte, Wind und trockene Heizungsluft
- mangelnde Hautpflege
- Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Ekzeme
- hormonelle Veränderungen und das natürliche Altern
Auch bestimmte Medikamente oder Erkrankungen können trockene Haut begünstigen. Halten die Beschwerden über längere Zeit an, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Sanfte Reinigung schützt die Haut
Saubere Hände sind wichtig, doch die Art der Reinigung spielt eine große Rolle. Verwenden Sie möglichst milde, pH-hautneutrale Waschlotionen statt stark entfettender Seifen. Lauwarmes Wasser ist schonender als sehr heißes Wasser.
Nach dem Waschen sollten Sie die Hände sorgfältig, aber sanft abtrocknen. Besonders zwischen den Fingern darf keine Feuchtigkeit zurückbleiben. Vermeiden Sie starkes Rubbeln mit dem Handtuch, da dies die empfindliche Haut zusätzlich reizen kann.
Handcreme: Der wichtigste Helfer im Alltag
Wer rissigen Händen vorbeugen möchte, sollte regelmäßig cremen. Idealerweise geschieht dies nicht erst, wenn die Haut spannt oder schmerzt. Gute Handcremes versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und unterstützen gleichzeitig die natürliche Hautbarriere.
Bewährt haben sich Inhaltsstoffe wie Urea, Glycerin, Panthenol, Ceramide oder pflanzliche Öle. Sie helfen dabei, Feuchtigkeit in der Haut zu speichern und raue Stellen geschmeidiger zu machen. Tragen Sie die Creme besonders nach jedem Händewaschen sowie vor dem Schlafengehen auf.
Die Nacht für intensive Pflege nutzen
Während Sie schlafen, kann sich die Haut besonders gut regenerieren. Deshalb eignet sich der Abend ideal für eine intensive Handpflege. Tragen Sie eine reichhaltige Creme großzügig auf und massieren Sie sie sorgfältig ein. Bei sehr trockenen Händen können dünne Baumwollhandschuhe über Nacht helfen, damit die Pflege besser einzieht.
Viele Betroffene bemerken bereits nach wenigen Tagen regelmäßiger Anwendung eine deutliche Verbesserung der Hautstruktur.
Handschuhe sind ein wirksamer Schutz
Vorbeugen ist oft einfacher als behandeln. Tragen Sie bei Hausarbeit, Gartenarbeit oder beim Umgang mit Reinigungsmitteln möglichst Schutzhandschuhe. So verhindern Sie, dass aggressive Stoffe direkt mit der Haut in Kontakt kommen.
Auch im Winter sollten Handschuhe selbstverständlich sein. Kalte Luft und Wind entziehen der Haut Feuchtigkeit und können kleine Hautrisse zusätzlich verschlimmern.
Ernährung unterstützt gesunde Haut
Die Haut wird nicht nur von außen gepflegt. Auch eine ausgewogene Ernährung trägt dazu bei, dass sie widerstandsfähig bleibt. Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeit und eine abwechslungsreiche Kost mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, hochwertigen Pflanzenölen, Nüssen und Fisch.
Besonders wichtig sind Vitamine, Mineralstoffe und Omega-3-Fettsäuren. Sie unterstützen den Erhalt einer gesunden Hautbarriere und können trockene Haut positiv beeinflussen.
Sonne nicht unterschätzen
Viele Menschen schützen ihr Gesicht vor UV-Strahlen, vergessen jedoch die Hände. Dabei gehören die Handrücken zu den Körperstellen, die besonders häufig der Sonne ausgesetzt sind. UV-Strahlung kann die Haut zusätzlich austrocknen und ihre Alterung beschleunigen.
Verwenden Sie deshalb im Frühjahr und Sommer regelmäßig Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor auf den Händen. So schützen Sie die Haut nicht nur vor Trockenheit, sondern auch vor Pigmentflecken und lichtbedingter Hautalterung.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
Nicht jede trockene Haut lässt sich allein mit Handcreme verbessern. Wenn die Hände stark entzündet sind, bluten, nässen oder tiefe Risse entstehen, sollten Sie eine Hautärztin oder einen Hautarzt aufsuchen. Auch anhaltender Juckreiz oder schmerzhafte Ekzeme sollten medizinisch abgeklärt werden.
Manchmal steckt eine Hauterkrankung oder eine Allergie hinter den Beschwerden. Eine gezielte Behandlung kann dann helfen, die Haut langfristig zu stabilisieren.
Kleine Gewohnheiten mit großer Wirkung
Gesunde Hände entstehen vor allem durch konsequente Pflege im Alltag. Schon kleine Veränderungen können viel bewirken. Gewöhnen Sie sich an, nach jedem Händewaschen eine Handcreme zu benutzen. Schützen Sie Ihre Hände vor Kälte, tragen Sie bei belastenden Arbeiten Handschuhe und verzichten Sie möglichst auf aggressive Reinigungsprodukte.
Je früher Sie auf trockene Haut reagieren, desto geringer ist das Risiko, dass schmerzhafte Risse entstehen.
Fazit
Rissige Hände entstehen meist durch das Zusammenspiel von trockener Haut, häufigem Händewaschen, Witterungseinflüssen und dem natürlichen Alterungsprozess. Mit milder Reinigung, regelmäßiger Pflege, geeigneten Handschuhen und einer ausgewogenen Ernährung können Sie Ihre Haut wirksam unterstützen. Besonders wichtig ist es, die Hände nicht erst zu pflegen, wenn sie bereits schmerzen. Wer konsequent vorbeugt, erhält die natürliche Schutzbarriere der Haut und sorgt dafür, dass die Hände auch im höheren Alter gesund, geschmeidig und gepflegt bleiben.
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