Scharf sehen? Mit diesen 5 Übungen klappt's

Müde Augen ab 50? Mit einfachen Sehübungen entspannen Sie Ihre Augen, fördern die Beweglichkeit und bringen mehr Frische in den Alltag.
Scharf sehen mit den richtigen Übungen
Augenübungen für besseres Sehen (Bild: iStock)

Warum Augentraining ab 50 sinnvoll sein kann

Mit zunehmendem Alter verändern sich die Augen. Viele Menschen bemerken, dass das Lesen kleiner Schrift anstrengender wird, die Augen schneller ermüden oder der Blick nach langer Bildschirmarbeit verschwimmt. Das ist zunächst normal. Dennoch können Sie einiges tun, um Ihre Augen im Alltag zu entlasten.

Sehübungen ersetzen keine Brille und keine augenärztliche Untersuchung. Sie können jedoch helfen, die Augenmuskulatur zu lockern, die Durchblutung anzuregen und bewusster mit den eigenen Sehgewohnheiten umzugehen. Gerade wenn Sie viel lesen, am Computer arbeiten oder häufig auf das Smartphone schauen, lohnt sich regelmäßiges Augentraining.

Scharf sehen beginnt mit Entspannung

Viele Sehprobleme im Alltag entstehen nicht nur durch das Auge selbst, sondern auch durch Anspannung. Wer konzentriert auf einen Bildschirm schaut, blinzelt oft seltener. Die Augenoberfläche trocknet aus, die Muskulatur verkrampft und das Sehen fühlt sich mühsam an.

Deshalb ist Entspannung ein wichtiger Bestandteil jeder Augenübung. Nehmen Sie sich mehrmals täglich kurze Pausen. Schon wenige Minuten können helfen, den Blick zu erfrischen und die Augen zu beruhigen.

Übung 1: Palmieren für entspannte Augen

Das Palmieren ist eine einfache Entspannungsübung. Reiben Sie Ihre Handflächen aneinander, bis sie angenehm warm sind. Legen Sie die Hände anschließend locker über die geschlossenen Augen, ohne Druck auf die Augäpfel auszuüben.

Atmen Sie ruhig ein und aus. Stellen Sie sich vor, wie Ihre Augen in der Dunkelheit zur Ruhe kommen. Bleiben Sie etwa eine bis zwei Minuten in dieser Haltung. Diese Übung eignet sich besonders gut nach längerer Bildschirmarbeit oder vor dem Schlafengehen.

Übung 2: Der Blickwechsel zwischen nah und fern

Diese Übung trainiert die Umstellung zwischen Nähe und Ferne. Halten Sie einen Finger etwa 30 Zentimeter vor Ihr Gesicht. Fixieren Sie ihn einige Sekunden lang. Schauen Sie danach aus dem Fenster oder auf einen entfernten Punkt im Raum.

Wechseln Sie zehn- bis fünfzehnmal zwischen nah und fern. So geben Sie Ihren Augen die Möglichkeit, sich wieder flexibler einzustellen. Besonders Menschen, die viel lesen oder häufig auf Displays schauen, profitieren von dieser kleinen Pause.

Übung 3: Augenrollen für mehr Beweglichkeit

Setzen Sie sich aufrecht hin und entspannen Sie Schultern und Nacken. Schauen Sie langsam nach oben, dann nach rechts, nach unten und nach links. Führen Sie die Bewegung ruhig und ohne Hast aus. Danach wechseln Sie die Richtung.

Wichtig ist, dass Sie nur die Augen bewegen und den Kopf möglichst still halten. Diese Übung kann helfen, die Augenmuskeln zu lockern und Verspannungen bewusst wahrzunehmen. Wenn Ihnen schwindelig wird oder die Übung unangenehm ist, brechen Sie sie ab.

Übung 4: Bewusstes Blinzeln gegen trockene Augen

Beim konzentrierten Lesen oder Arbeiten am Bildschirm vergessen viele Menschen zu blinzeln. Dadurch werden die Augen trocken, brennen oder fühlen sich sandig an. Bewusstes Blinzeln kann hier schnell Erleichterung bringen.

Schließen Sie die Augen sanft für zwei Sekunden, öffnen Sie sie wieder und blinzeln Sie anschließend mehrmals locker. Wiederholen Sie diese Übung regelmäßig, besonders bei trockener Raumluft oder längerer Bildschirmzeit.

Ein kleiner Merksatz hilft: Jede Stunde eine kurze Augenpause.

Übung 5: Die Acht mit den Augen zeichnen

Stellen Sie sich vor Ihrem inneren Auge eine liegende Acht vor. Folgen Sie dieser Form langsam mit Ihrem Blick. Bewegen Sie die Augen erst in die eine Richtung, dann in die andere. Der Kopf bleibt dabei ruhig.

Diese Übung fördert die Beweglichkeit der Augen und bringt Abwechslung in starre Sehgewohnheiten. Sie eignet sich gut für zwischendurch, etwa nach dem Lesen der Zeitung oder nach längerer Konzentration am Computer.

So bauen Sie Augentraining in den Alltag ein

Damit Sehübungen wirken können, sollten sie regelmäßig und ohne Druck durchgeführt werden. Es geht nicht darum, möglichst lange oder intensiv zu trainieren. Entscheidend ist die Gewohnheit.

Hilfreich sind einfache Routinen:

  • morgens eine Minute Palmieren
  • beim Lesen regelmäßig in die Ferne schauen
  • nach Bildschirmarbeit bewusst blinzeln
  • abends die Augen sanft entspannen

Schon kleine Pausen können einen spürbaren Unterschied machen. Wichtig ist, dass Sie die Übungen angenehm empfinden und nicht übertreiben.

Was Ihren Augen zusätzlich guttut

Neben Augentraining spielen auch andere Gewohnheiten eine wichtige Rolle. Achten Sie auf gutes Licht beim Lesen, ausreichend Abstand zum Bildschirm und regelmäßige Pausen. Auch Bewegung an der frischen Luft tut den Augen gut, weil der Blick häufiger in die Ferne schweift.

Eine ausgewogene Ernährung unterstützt ebenfalls die Augengesundheit. Grünes Gemüse, Beeren, Karotten, Nüsse, Fisch und hochwertige Pflanzenöle liefern wertvolle Nährstoffe. Trinken Sie außerdem ausreichend Wasser, damit auch die Schleimhäute gut versorgt bleiben.

Wann Sie zum Augenarzt gehen sollten

Sehübungen sind eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Ersatz für medizinische Kontrolle. Wenn Sie plötzlich schlechter sehen, Lichtblitze bemerken, Schmerzen haben oder ein Auge deutlich anders wahrnimmt als das andere, sollten Sie zeitnah ärztlichen Rat einholen.

Auch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind ab 50 besonders wichtig. Augenkrankheiten wie Grüner Star, Grauer Star oder Veränderungen der Netzhaut entwickeln sich oft schleichend. Je früher sie erkannt werden, desto besser lassen sie sich behandeln.

Fazit

Mit einfachen Übungen können Sie Ihre Augen im Alltag spürbar entlasten. Palmieren, Blickwechsel, Augenrollen, bewusstes Blinzeln und die liegende Acht helfen, Verspannungen zu lösen und müde Augen zu erfrischen. Scharf sehen hängt zwar nicht allein vom Training ab, doch regelmäßige Augenpausen fördern Ihr Wohlbefinden. Wenn Sie Ihre Augen zusätzlich durch gutes Licht, gesunde Ernährung und regelmäßige Kontrollen unterstützen, schaffen Sie die besten Voraussetzungen für entspanntes Sehen ab 50.


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