Schmerzende, rissige Fersen

Schmerzende, rissige Fersen entstehen oft durch trockene Haut und Druck. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Füße pflegen und Beschwerden lindern.
Schmerzende, rissige Fersen
Rissige Fersen und trockene Füsse (Bild: iStock)

Wenn jeder Schritt unangenehm wird

Schmerzende, rissige Fersen sind nicht nur ein kosmetisches Problem. Wenn die Haut an den Fersen trocken, hart und spröde wird, können tiefe Risse entstehen. Diese sogenannten Schrunden brennen, spannen und können beim Gehen deutlich schmerzen. Besonders unangenehm ist es, wenn die Fersen bei jedem Schritt belastet werden und die Haut immer weiter einreißt.

Gerade ab 50 treten rissige Fersen häufiger auf. Die Haut wird trockener, verliert an Elastizität und regeneriert sich langsamer. Hinzu kommen Druck durch Schuhe, langes Stehen, Barfußlaufen, Übergewicht oder Erkrankungen wie Diabetes. Umso wichtiger ist eine regelmäßige Fußpflege, die nicht erst beginnt, wenn die Fersen bereits schmerzen.

Warum Fersen besonders schnell einreißen

Die Haut an den Fersen ist von Natur aus stärker belastet als an vielen anderen Körperstellen. Sie trägt das Körpergewicht, wird beim Gehen gedehnt und kommt ständig mit Schuhen, Socken oder Bodenflächen in Kontakt. Wenn die Haut zu trocken ist, verliert sie ihre Geschmeidigkeit. Es bildet sich Hornhaut, die zwar zunächst schützt, aber bei starker Verdickung unelastisch wird.

Durch Druck kann diese harte Hornhaut seitlich aufplatzen. Kleine Risse entstehen, die sich mit der Zeit vertiefen können. Je tiefer die Schrunden sind, desto größer ist das Risiko für Schmerzen, Blutungen und Entzündungen.

Häufige Ursachen für rissige Fersen

Rissige Fersen entstehen selten durch einen einzigen Auslöser. Meist kommen mehrere Faktoren zusammen. Trockene Haut, offene Schuhe, wenig Pflege, langes Stehen oder eine starke Hornhautbildung begünstigen das Problem. Auch sehr heißes Duschen, aggressive Seifen oder trockene Heizungsluft können die Haut zusätzlich austrocknen.

Manchmal spielen auch gesundheitliche Faktoren eine Rolle. Dazu gehören Durchblutungsstörungen, Fußpilz, Ekzeme, Schuppenflechte oder Diabetes. Wenn die Beschwerden stark sind oder immer wieder auftreten, sollten Sie die Ursache ärztlich oder podologisch abklären lassen.

Regelmäßige Pflege ist der wichtigste Schritt

Bei schmerzenden, rissigen Fersen hilft vor allem Konsequenz. Eine einmalige Behandlung reicht meist nicht aus. Die Haut braucht regelmäßig Feuchtigkeit, Fett und Schutz, damit sie wieder elastischer wird. Cremen Sie Ihre Füße am besten täglich ein, besonders nach dem Duschen oder Baden.

Geeignet sind Fußcremes mit Urea, Glycerin, Panthenol, Milchsäure oder pflanzlichen Ölen. Urea kann helfen, Feuchtigkeit in der Haut zu binden und verhornte Stellen geschmeidiger zu machen. Bei tiefen Rissen sollte die Pflege besonders reichhaltig sein.

Hornhaut sanft entfernen

Hornhaut sollte nicht aggressiv entfernt werden. Wer zu stark rubbelt, schneidet oder hobelt, kann die Haut verletzen und die Hornhautbildung sogar verstärken. Besser ist eine sanfte und regelmäßige Pflege. Ein Fußbad kann die Haut vorbereiten, sollte aber nicht zu heiß und nicht zu lang sein, damit die Haut nicht zusätzlich austrocknet.

Anschließend können Sie verhornte Stellen vorsichtig mit einem Bimsstein oder einer feinen Fußfeile glätten. Danach ist eine reichhaltige Creme wichtig. Bei sehr dicker Hornhaut oder schmerzhaften Schrunden ist professionelle Fußpflege sinnvoll.

Die Nacht für intensive Fußpflege nutzen

Die Nacht eignet sich besonders gut für intensive Pflege. Tragen Sie vor dem Schlafengehen eine reichhaltige Fußcreme großzügig auf die Fersen auf. Ziehen Sie anschließend Baumwollsocken darüber. So bleibt die Pflege länger auf der Haut und kann besser einwirken.

Diese einfache Routine kann bei regelmäßiger Anwendung viel bewirken. Wichtig ist Geduld: Stark rissige Fersen heilen nicht über Nacht, können sich aber mit konsequenter Pflege deutlich verbessern.

Die richtigen Schuhe entlasten die Fersen

Schuhe haben großen Einfluss auf die Fersenhaut. Offene Schuhe, harte Sohlen oder schlecht sitzendes Schuhwerk können die Haut zusätzlich belasten. Besonders Sandalen ohne Fersenhalt führen oft dazu, dass die Ferse bei jedem Schritt stärker beansprucht wird.

Achten Sie auf gut sitzende Schuhe mit weicher, stützender Sohle. Auch Einlagen oder Fersenpolster können helfen, Druck zu reduzieren. Wenn Sie viel stehen oder gehen, lohnt sich bequemes Schuhwerk besonders.

Vorbeugen im Alltag

Damit rissige Fersen gar nicht erst entstehen, sollten Sie Fußpflege fest in Ihre Routine einbauen. Viele Menschen pflegen Gesicht und Hände täglich, vergessen aber die Füße. Dabei tragen sie uns durchs ganze Leben.

Hilfreich sind vor allem:

  • tägliches Eincremen der Fersen
  • bequeme Schuhe mit gutem Halt
  • sanfte Hornhautpflege statt aggressives Entfernen
  • regelmäßige Kontrolle der Füße

Gerade wenn Sie schlecht an Ihre Füße herankommen, kann professionelle Fußpflege eine gute Unterstützung sein.

Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

Wenn Fersenrisse bluten, stark schmerzen, nässen, entzündet sind oder sich nicht bessern, sollten Sie medizinischen Rat einholen. Das gilt besonders, wenn Sie Diabetes, Durchblutungsstörungen oder Nervenschäden haben. In diesen Fällen können kleine Wunden an den Füßen ernster werden und sollten nicht selbst behandelt werden.

Auch Juckreiz, Schuppung oder Rötung können auf Fußpilz oder eine Hauterkrankung hinweisen. Eine gezielte Behandlung ist dann wichtiger als reine Pflege.

Fazit

Schmerzende, rissige Fersen entstehen meist durch trockene Haut, Druck und zu starke Hornhautbildung. Mit regelmäßiger Pflege, sanfter Hornhautentfernung, passenden Schuhen und konsequenter Vorbeugung können Sie viel für gesunde Füße tun. Wichtig ist, die Fersen nicht erst zu beachten, wenn jeder Schritt schmerzt. Wer täglich cremt, Belastungen reduziert und Warnzeichen ernst nimmt, schützt die Hautbarriere und sorgt dafür, dass die Füße auch im Alltag wieder belastbarer, geschmeidiger und schmerzfreier werden.


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