Unsere Hunde werden immer dicker

Immer mehr Hunde tragen zu viele Kilos mit sich herum. Übergewicht belastet Gelenke, Herz und Lebensfreude Ihres Vierbeiners.
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Auch Hunde müssen auf ihr Gewicht achten (gotdaflow on Unsplash)

Warum Hunde immer häufiger übergewichtig sind

Viele Hunde in Deutschland wiegen heute mehr, als ihnen guttut. Die Gründe dafür liegen meist im Alltag: zu große Portionen, zu viele Leckerlis, wenig Bewegung und ein gut gemeintes Verwöhnen. Was liebevoll gemeint ist, kann für den Hund jedoch gesundheitliche Folgen haben. Übergewicht entsteht nicht über Nacht, sondern schleichend. Ein paar Gramm mehr Futter, ein Stück Käse vom Tisch oder weniger Bewegung im Winter summieren sich über Monate.

Besonders ältere Hunde nehmen leichter zu. Ihr Energiebedarf sinkt, sie bewegen sich weniger und bauen Muskelmasse ab. Wenn die Futtermenge nicht angepasst wird, lagert der Körper überschüssige Energie als Fett ein. Viele Besitzer merken das erst spät, weil sie ihren Hund täglich sehen und kleine Veränderungen kaum auffallen.

Welche Folgen Übergewicht für Hunde hat

Übergewicht ist beim Hund kein harmloses Schönheitsproblem. Zu viele Kilos belasten Gelenke, Wirbelsäule, Herz und Kreislauf. Besonders Hunde mit Arthrose, Rückenproblemen oder kurzen Beinen leiden unter zusätzlichem Gewicht. Jede Treppe, jeder Sprung ins Auto und jeder Spaziergang wird anstrengender.

Auch das Risiko für Diabetes, Atemprobleme und eine geringere Lebenserwartung steigt. Viele übergewichtige Hunde werden träger, spielen weniger und verlieren an Lebensfreude. Dadurch bewegen sie sich noch weniger – ein Teufelskreis beginnt. Je früher Sie gegensteuern, desto besser lassen sich gesundheitliche Schäden vermeiden.

So erkennen Sie, ob Ihr Hund zu dick ist

Ein einfacher Test hilft: Legen Sie Ihre Hände seitlich an den Brustkorb Ihres Hundes. Die Rippen sollten gut tastbar sein, ohne stark hervorzustehen. Von oben betrachtet sollte eine Taille erkennbar sein. Wirkt der Körper rundlich und sind die Rippen kaum zu spüren, spricht vieles für Übergewicht.

Auch Verhaltensänderungen können Hinweise geben. Wenn Ihr Hund schneller außer Atem gerät, Spaziergänge vermeidet oder Mühe beim Aufstehen hat, sollten Sie das Gewicht überprüfen lassen. Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt kann den idealen Gewichtsbereich bestimmen und einen sinnvollen Plan zur Gewichtsreduktion empfehlen.

Gesund abnehmen: Bewegung und Futter anpassen

Eine Diät für Hunde sollte nie radikal sein. Wichtig ist eine langsame, kontrollierte Gewichtsabnahme. Reduzieren Sie Leckerlis, vermeiden Sie Essensreste vom Tisch und messen Sie die tägliche Futtermenge genau ab. Spezielles Diätfutter kann helfen, weil es sättigt und gleichzeitig weniger Kalorien liefert.

Bewegung ist ebenso wichtig. Mehrere kürzere Spaziergänge, Suchspiele, Schwimmen oder sanftes Training bringen Ihren Hund in Schwung, ohne ihn zu überfordern. Besonders bei älteren oder kranken Hunden sollte das Bewegungsprogramm angepasst werden.

Fazit

Unsere Hunde werden immer dicker, weil wir sie oft zu gut meinen. Doch Übergewicht belastet die Gesundheit und kann die Lebensqualität deutlich senken. Mit kontrollierten Portionen, weniger Leckerlis, regelmäßiger Bewegung und tierärztlicher Beratung helfen Sie Ihrem Hund, wieder fitter und aktiver zu werden. Ein gesundes Gewicht ist eines der schönsten Geschenke, die Sie Ihrem Vierbeiner machen können.


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