Wohnen

5 Gründe, die gegen eine Alters-WG sprechen

Eine Alters-WG will gut überlegt sein

Eine Alters-WG will gut überlegt sein (Foto: Philippe Leone on Unsplash)

Die Genration 50plus entscheidet sich oft zwischen einem Mehrgenerationenhaus, einer Alters-WG oder dem selbstbestimmten Wohnen in den eigenen vier Wänden.

Während im Mehrgenerationenhaus Familienmitglieder leben, ziehen ältere Menschen in einer Alters-WG mit Fremden zusammen. Sicher ist es schön, nicht alleine zu leben, aber das Leben in einer WG hat auch seine Nachteile. Lesen Sie hier, welche 5 Gründe gegen den Einzug in eine Alters-WG sprechen.

1. Gewohnheiten lassen sich nicht abstellen
Über die Jahre gibt es bestimmte Alltagsrhythmen, die sich eingespielt haben. Für andere Menschen sind diese Gewohnheiten gewöhnungsbedürftig. Das beginnt mit dem Frühstück, nicht alle Menschen nehmen die Mahlzeiten zur selben Zeit zu sich.

In der Generation 50plus steht der eine bereits in der Nacht auf, während der andere als Langschläfer nicht gestört werden möchte. Immobilien sind aber nicht so isoliert, dass einer den anderen nicht wahrnimmt. 

Im Tagesablauf ergeben sich weitere Schwierigkeiten. Während einer den Besuch seiner Familienangehörigen schätzt, hat ein anderer vielleicht keine Angehörigen mehr.

Besucher sind also nicht von allen gern gesehene Gäste. Und mit 50plus ist nicht jeder gebrechlich. Da wird schon mal gerne gefeiert oder man steckt noch voll im Berufsleben. All diese kleinen alltäglichen Situationen beinhalten ordentlich Zündstoff.

2. Gesundheit stets berücksichtigen
Liegen bereits Krankheiten vor, die eine mobile Pflege erfordern, kann das zur Belastung werden. Nicht nur für den Betroffenen selbst, sondern vor allem für die Mitbewohner der 50plus-WG.

Wer sich zuhause in den eigenen vier Wänden von der Familie pflegen lässt, umgeht, dass es zu Konflikten mit anderen kommt. Zwar treten diese auch innerhalb einer Familie auf, aber jeder hat seine eigene Unterkunft.

Und dieser Umstand ermöglicht ein gewisser Freiraum, um in Ruhe über Situationen nachzudenken.

3. Vertragskonstellation für Wohnräume
Vermieter scheuen sich davor, mit mehreren Hauptmietern einen Mietvertrag zu schliessen. Deshalb werden immer nur ein oder zwei Hauptmieter eingetragen. Die anderen 50plus WG-Bewohner erhalten Untermietverträge.

Allerdings bietet eine solche Vertragskonstellation Streitpotenzial. Wer darf was und vor allem wann und wie? Sind diese Einzelheiten nicht ausreichend geklärt, dann ist es eine Frage der Zeit, bis einer in der WG durch den Hauptmieter die Kündigung erhält.

Unter Umständen zieht das einen kostenintensiven Rechtsstreit nach. 

4. Raum- und Grundstückspflege
Viele kennen das vielleicht aus ihrer eigenen Studenten-Zeit. Der Putzplan existiert zwar, aber nicht jeder hält sich daran, wie vorgesehen. Mal fehlt die Zeit, ein anderes Mal wird es vergessen. Ausserdem hat jeder eine eigene Vorstellung von Hygiene.

Neben dem eigenen Zimmer sind die Gemeinschaftsräume zu pflegen, der Hausflur, Gartenanlagen und die Strasse vor dem Haus. Das Badezimmer ist ein sehr intimer Raum. Es ist durchaus üblich, dass jemand kein Interesse hat, den Schmutz von anderen zu entfernen.

5. Liebe im Alter
Auch die Genration 50plus verliebt sich. Das kann unter den 50plus WG-Bewohnern passieren, die damit die gesamte WG-Dynamik verändern.

Plötzlich handelt es sich nicht mehr um eine ungezwungene WG, sondern um ein Paar, dem andere beiwohnen. Die neue Zweisamkeit führt häufig dazu, dass andere sich überflüssig fühlen und ausziehen möchten. Sie stören sich schlichtweg an der 50plus Liebe.
 



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