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5 Tipps gegen die Seekrankheit auf Kreuzfahrten

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Seekrankheit kann vermieden werden (Bild Uwe Jelting on Unsplash)

Es kommt nicht selten vor, dass Übelkeit und Schwindel während Kreuzfahrten auftreten, besonders bei Menschen ab 50.

Wenn die Wellen und der Wind stark sind, schleicht sich die Blässe ins Gesicht. Das muss nicht zwingend nur bei der ersten Schifffahrt der Fall sein, sondern kann regelmässig auftreten. Dies nimmt jedoch den Spass an der Fahrt.

Schämen muss sich dafür allerdings niemand, denn die Seekrankheit wird durch eine Reaktion des Körpers auf nicht zueinander passende Sinneseindrücke verursacht.

Beispielsweise starke Schaukelbewegungen könnten ein Auslöser dafür sein. Somit zählt die Seekrankheit zu den Bewegungskrankheiten.

Es werden Stresshormone als Reaktion des Gleichgewichtsorgans am Innenohr auf die ungewohnten Eindrücke ausgeschüttet. Vollends geklärt sind die Ursachen der Seekrankheit jedoch nicht.

Die Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein. Es gibt jedoch Methoden, die Gesundheit aufrecht zu erhalten und die Kreuzfahrten geniessen zu können. 

Lebensmittel die vermieden werden sollten
Als ein Auslöser der Seekrankheit gilt der Botenstoff Histamin, weshalb histaminhaltige Nahrung vermieden werden sollte.

Zu solchen Nahrungsmitteln zählen unter anderem Konserven oder Fertiggerichte, Alkohol, schwarzer- und grüner Tee, Kakao, Schokolade, Nüsse, Tomaten und Erdbeeren.

Auch Meeresfrüchte, Hülsenfrüchte, Käse und Zitrusfrüchte sollten vermieden werden. Soja, Hefeprodukte und Weizenprodukte enthalten ebenfalls den Botenstoff.

Fisch und frisches Fleich gehören zwar nicht zu den auslösenden Lebensmitteln, sollten allerdings dennoch gemieden werden, da sie den Magen reizen und zur verstärkten Produktion von Magensäure beitragen. 

Zu den empfohlenen Nahrungen gehören beispielsweise Bananen, frisches Obst und Gemüse, ausgenommen der Zitrusfrüchte, Suppen, Zwieback und Kamillen-, Pfefferminz- oder Ingwertee.

Wenn der Magen doch übersäuert, kann mit Antisäurungsmitteln wie Magaldrat entgegengesteuert werden. 

Gesundheit durch schlafen
Kaum etwas senkt den Histamingehalt so effektiv und schnell wie ein erholsamer Schlaf. Auch ein kleines Nickerchen kann schon Wunder bewirken.

Wenn möglich, sollte nah am Schwerpunkt des Schiffes geschlafen werden, da dort die Bewegungen am geringsten sind. Dagegen spricht jedoch, dass der Aufenthalt unter Deck wegen mangelnder Frischluft oder möglichem Engegefühl nachteilig wirken kann. 

Wunder-Hausmittel
Bevor die Bordapotheke geplündert wird, sollte versucht werden das Problem mit Hausmitteln zu beseitigen. Ein gutes Hausmittel zum Entgegenwirken der Seekrankheit bei Kreuzfahrten ist Ingwer.

Aufgrund des magenberuhigenden Effekts wirkt Ingwer effizient gegen Übelkeit, kalten Schweiss und Schwindel. Dieser kann auch als Tee oder kandiert konsumiert werden.

Paprika und Johannisbeeren wirken aufgrund ihres Vitamin C Gehalts, welcher den Botenstoff Histamin abbaut, der Krankheit entgegen.

Bewusste Atmung und frische Luft
Eine weitere und einfache Möglichkeit auf Kreuzfahrten die Gesundheit zu unterstützen ist es, unangenehme Gerüche zu vermeiden. Stickige Luft trägt zur Übelkeit bei.

Pfefferminzbonbons, ätherische Öle oder einfache frische Luft können helfen. Auch eine ruhige und bewusste Atmung ist wichtig. Ebenso der Blick auf den Horizont kann helfen. 

Medikamente
Medikamente sind einfach einzunehmen und versprechen schnelle Hilfe bei Übelkeit, können aber auch starke Nebenwirkungen hervorrufen.

Gerade Personen ab 50plus sollten bei der Einnahme von Medikamenten vorsichtig sein. Welches Medikament geeignet ist hängt beispielweise von Faktoren wie dem Alter, der Stärke der Seekrankheit oder der Empfindlichkeit gegenüber der Medikamente ab. Sehr gute Resultate wurden allerdings mit dem Anti-Übelkeitsmedikament Stugeron erzielt.

Fazit
Es gibt viele Tipps gegen die Seekrankheit auf Kreuzfahrten. Gewählt werden sollte immer die für einen selbst angenehmste Möglichkeit.
 



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