FINANZEN

5 Tipps, wie man die irrationale Angst vor Altersarmut los wird

Altersarmut, Vorsorge, Rente

Altersarmut bekämpfen! (Bild Jonathan Kho on Unsplash)

Die Lebenserwartung steigt in den westlichen Industriestaaten immer weiter an. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich die Lebensbedingungen und die medizinische Versorgung in den letzten Jahrzehnten sehr verbessert haben. So können beispielsweise dank modernster Technik Erkrankungen immer früher erkannt und erfolgreich behandelt werden.

Die meisten Menschen in Deutschland wünschen sich zwar einerseits alt zu werden, dennoch herrscht eine grosse Verunsicherung bezüglich des Älterwerdens vor. Die grössten Ängste bestehen davor, im Alter krank, arm und allein zu sein.

Auch fürchten sich viele Menschen davor, den Anschluss an Modernität zu verlieren und sich damit gesellschaftlich selbst zu isolieren. Ferner wird oftmals der Verlust der äusseren Attraktivität befürchtet. 

Im Folgenden werden fünf hilfreiche Tipps gegen die teils irrationale Angst vor dem Alter vorgestellt. 

Tipp 1: Zeiten der Pflege anrechnen lassen 
Ob Frauen oder Geringverdiener: Bei immer mehr Menschen in Deutschland ist absehbar, dass diese im Alter nicht von der gesetzlichen Rente werden leben können. Glücklicherweise gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Altersbezüge aufzubessern.

Wichtig ist nur, sich rund um dieses Thema möglich schon in jungen Jahren zu informieren und entsprechend vorzusorgen. Die gesetzliche Rente kann beispielsweise dann aufgebessert werden, wenn eine Person aus der Familie oder dem Freundeskreis gepflegt wird.

90 % aller pflegenden Personen in Deutschland sind Frauen. Unabhängig davon, ob es sich um Angestellte, Selbstständige oder Sozialhilfeempfängerinnen handelt, können die Zeiten der Pflege auf die Rente angerechnet werden, wenn die zu pflegende Person mindestens Pflegestufe 2 hat. 

Tipp 2: Sparen und riestern gegen Altersarmut
Eine weitere Möglichkeit, trotz einer geringen Altersrente gut auszukommen, ist das eiserne Sparen in jungen Jahren und der Abschluss eine Riester-Rente-Vertrags. 

Tipp 3: Weiter arbeiten 
Auch gehen viele Senioren nach ihrer Pensionierung weiterhin in Teilzeit arbeiten und stocken damit ihre Rente auf. Das Arbeiten im hohen Alter ist natürlich nur dann möglich, wenn es gesundheitlich möglich ist. 

Tipp 4: Nicht vorzeitig in Rente gehen 
Vor dem regulären Eintritt ins Rentenalter in Frührente zu gehen ist übrigens immer mit finanziellen Einbussen verbunden. Entsprechend sollte hierauf verzichtet werden. 

Mit einem konkreten Finanzplan für´s Alter, der im besten Fall bereits in jungen Jahren angefertigt wird, kann die Angst vor Armut im Alter effektiv ausgebremst werden. 

Tipp 5: Im Hier und Jetzt leben / Keine Angst vor 50plus
Eine positive Grundeinstellung trägt erheblich zu einem erfüllten Leben bei. Letztlich ist jeder nur einmal im Leben jung. Aus diesem Grund ist es nicht ratsam, sich permanent Sorgen über die Zukunft zu machen.

Vieles findet sich von ganz allein. Zudem kann es gut sein, dass unser bestehendes Rentensystem auf Dauer reformiert wird oder dass sich die Situation älterer Menschen in Deutschland grundlegend ändert, so dass selbst die genaueste Planung schnell hinfällig wird. 

Im Hier und Jetzt zu leben stärkt das Selbstbewusstsein, gibt Kraft und Zuversicht. Sorgen und Probleme hingegen belasten die Gesundheit, die gerade im Rentenalter das A und O ist. 

Fazit 
Die Angst vor dem Alter ist nicht unbegründet, sollte dennoch nicht zu viel Platz im Leben einnehmen. Jeder ist nur einmal im Leben jung und sollte daher die Zeit, in der die Gesundheit und die Geldbörse mitspielen in vollen Zügen geniessen.

Nichtsdestotrotz kann eine gewisse Planung eines Lebens als Senior viel Unsicherheit nehmen und für mehr Entspannung im Alltag sorgen. 

Wie wäre es ausserdem damit, sich regelmässig die positiven Seiten des Daseins als Rentner zu vergegenwertigen?

Neben viel mehr Zeit und einem klareren Blick auf die Dinge dank viel Lebenserfahrung können Rentner heute zu echten Vorbildern für die junge Generation werden und selbst im ganz hohen Alter immer noch neue Dinge ausprobieren und lernen.
 



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