Psychologie

6 Tipps für mehr Gelassenheit im Leben 

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Bleiben Sie Gelassen und hinterfragen Sie die Fakten (Bild Francisco Moreno on Unsplash)

Gelassenheit, Coolness ist eine erlernbare Eigenschaft, die mittelbar für mehr Lebensfreude und weniger Stress sorgt.

Wird eine Person, die sehr gelassen ist, überhaupt durch irgendwelche Vorfälle gereizt? Oder leben diese aussergewöhnlich ruhigen Menschen in einer Art Kokon, der sie von allen äusseren Einflüssen abschirmt? 

Gefühle der Angst begleiten uns in fast allen Lebensbereichen, sind quasi zum Status quo geworden. Wir bemerken diese Ängste zumeist nicht einmal mehr, derart alltäglich ist ihr Auftreten.

Aber sie begleiten uns ständig, überall und sorgen dafür, dass Momente der Ruhe, der Friedens und der Ausgeglichenheit zum seltenen und kostbaren Gut geworden sind.  

Ängste werden in unserer Gesellschaft bewusst geschürt 
Wir leben mit und von schlechten Nachrichten. Unsere Gier nach Sensationen hat eine mediale Welt erzeugt, in der gute Neuigkeiten in einer eigenen Rubrik als Randnotiz veröffentlicht werden. Meist findet in dieser Nische auch nur eine Meldung Platz, selten mehr.  

Dafür gibt es eigene Spaten für die sogenannten polizeilichen Meldungen, sprich für Kriminalität. Wirtschaftsverbrechen stehen mit einer Überschrift in riesigen Lettern oben, das Start-up-Unternehmen mit innovativer Umwelttechnik wird unten rechts auf der gleichen Seite mit drei Sätzen erwähnt.  

Und immer wenn auf der Welt etwas Schreckliches passiert, legen sich die Medien besonders ins Zeug. Als die ersten HIV-Infektionen auftraten, wurde eine derart grosse Panik verursacht, dass Schwule und Lesben beinahe tagtäglich Anfeindungen zu ertragen hatten.

Die Angst vor Überfremdung hat in Westeuropa bereits mehrfach rechtsradikal motivierten, rassistischen Straftaten geführt, mit Hanau als einem widerlichen Höhepunkt.  

Als erstmals über Corona-Viren berichtet wurde, klangen die Nachrichten noch routinemässig, ähnlich wie bei Meldungen über die Schweinegrippe oder die jährliche Welle von Influenza.

Schon kurze Zeit später war von der Bedrohung der Weltbevölkerung die Rede, und es wurde allen Ernstes in mehreren Ländern diskutiert, ob Corona vielleicht das angekündigte Armageddon aus der Bibel sei, der Weltuntergang.  

Inzwischen hat der Corona Virus eine weltweite Bekanntheit erlangt, mit der nur grosse Traditionsunternehmen wie Coca-Cola, Mercedes oder Microsoft mithalten können.

Über Wochen war Corona der Aufmacher in den bunten Blättern und in normalerweise seriösen Nachrichtenmagazinen, wurde dem Virus eine eigene Rubrik oder eine Sondersendung gewidmet. Resultat - es wird Angst geschürt.  

Bleiben Sie Gelassen und hinterfragen Sie die Fakten 
Keine Frage, Viren wie eben Corona sind schrecklich, gefährlich und müssen in der Tat mit allen Mitteln bekämpft werden.

Erstaunlich ist, dass beispielsweise kaum jemand mehr über Sars spricht oder schreibt, obwohl diese Viruserkrankung vergleichbares Gefahrenpotential besitzt.  

Aber bleiben Sie bei den Fakten, den harten Zahlen. Genau dies zeigt Ihnen deutlich, wie hoch beispielsweise Ihre persönliche Ansteckungsgefahr mit Corona Viren tatsächlich ist. So gab die WHO, die Weltgesundheitsorganisation am 4. März 2020 bekannt: 

- weltweit wären 93’090 bestätige Fälle von Corona registriert worden.  

- davon allein 80’422 in China.  

- Bleiben für die restliche Welt 12’668 Erkrankungsfälle  

- verteilt auf 76 Staaten. 

- bei insgesamt 214 Toten.  

Bleiben Sie in Ihrem gewohnten Umfeld, können Sie Gelassenheit an den Tag legen. So schrecklich diese Viruserkrankung auch ist, es ist eher wahrscheinlich, dass Sie den Superjackpot im Lotto gewinnen, als sich mit Corona zu infizieren.  

6 Tipps, mit denen Sie jederzeit im Alltag gelassen bleiben  
1. Kreieren Sie für sich ein beruhigendes Morgenritual. Früh aufstehen ist wichtig. Die meisten Menschen machen den Fehler, so lange wie möglich im Bett zu bleiben. Dies führt dazu, dass der Tag hektisch beginnt und Sie nur mit Glück pünktlich aus dem Haus kommen. 

Nutzen Sie die verfügbare Zeit zum Meditieren, für Yoga oder eine Atemübung. Oder Sie unternehmen einen kleinen Morgenspaziergang oder versuchen sich im Joggen. 

2. Beobachten Sie sich selbst, wie Sie auf Stress reagieren. 
- Fühlen Sie sich von Stress überwältigt? 

- Essen Sie in Stresssituationen zu viel? 

- Kauen Sie an Ihren Fingernägeln?  

Wenn Sie wissen, wie sich Stress bei Ihnen auswirkt, ist es einfacher, die Folgen abzuwehren, beispielsweise durch eine Ablenkung mit einem schönen Thema. 

3. Reagieren auf Kritik heftig, vielleicht sogar aggressiv, zwingen Sie sich dazu, freundlich zu bleiben.
Nehmen Sie jede Kritik als Hilfe an, es zukünftig besser zu machen. Anstatt Dampf abzulassen, trinken Sie eine Tasse Tee, rufen Sie einen lieben Freund an oder atmen Sie einfach einige Male tief durch. 

4. Nehmen Sie nichts persönlich. Folgt ein Mitarbeiter Ihren Anweisungen nicht, muss dies kein Zeichen von Trotz oder Aufsässigkeit sein. Wenn Ihr Partner sich mit etwas beschäftigt, aber nicht mit Ihnen, dann heisst dies nicht, dass er sich nicht mehr um Sie kümmert.

Zumeist beziehen wir solche Vorfälle auf uns, fast immer gibt es dafür aber ganz andere Gründe.  

5. Fühlen Sie und zeigen Sie Dankbarkeit. Wir sagen viel zu selten Danke. Ändern Sie dies und bedanken Sie sich, tut jemand etwas für Sie oder hat etwas besonders gut gemacht. Danke sagen, diese kleine Geste kann massgeblich helfen, Stress abzubauen. 

6. Nehmen Sie sich immer nur eine Sache vor, dann erst die nächste. Der Versuch, mehrere Aufgaben zu erledigen, ist stressig. Es ist auch nicht produktiv, schnell zwischen mehreren Aufgaben hin und her zu wechseln. 

Das beginnt bereits im Alltag beim Autofahren. Fahren Sie einfach Ihr Auto. Versuchen Sie nicht, gleichzeitig eine SMS zu schreiben und unterwegs zu frühstücken. 

Wo werden Kurse für Yoga oder Atemübungen angeboten?  
In fast jedem grösseren Ort finden sich Yoga-Trainer, die meist auch Atemübungen anbieten. Ausserdem haben einige Fitnessstudios derartige Kurse ins Programm aufgenommen und es haben sich dort oft Gruppen gebildet.

Darüber hinaus sind Sportvereine eine gute Adresse, und die Krankenkassen können bei der Suche häufig weiterhelfen.  

Wie lässt sich durch Musik Ruhe finden?  
Klassische Musik, beispielsweise ein Klavierkonzert von Mozart, haben nachgewiesen einen beruhigenden, entspannenden Einfluss. Versuchen Sie mit derartigen Klängen oder mit spiritueller Musik einzuschlafen.

Sie können die gesamte Nacht die Klangtherapie fortsetzen, denn im Schlaf hören wir sehr wohl, was um uns herum vorgeht. Nach einigen Nächten mit Musikberieselung werden Sie feststellen, dass Sie morgens mit einer inneren Ruhe und Gelassenheit aufwachen.  

Wie lässt sich Gelassenheit bewusst trainieren? 
Das in mehreren asiatischen Ländern praktizierte Teeritual ist eine Übung für mehr Gelassenheit. Der Trick dabei ist, etwas ganz bewusst zu tun und sich durch nichts davon ablenken zu lassen - ganz egal was sie tun.

Sie können per Hand Geschirr abspülen, jeden Teller einzeln und mit grosser Sorgfalt. Oder Sie verzehren ihr Abendessen, in dem Sie nur winzig kleine Happen zu sich nehmen, ganz langsam und betont.

Sie werden feststellen, dass Sie durch solche Übungen mehr Gelassenheit an den Tag legen, sich ausgeglichener fühlen. 

 

 

 



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