Das richtige Telekom-Angebot finden

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Sparen beim Wechsel des DSL-Anbieters? Das lässt sich nicht einfach beantworten. Ein Anbietervergleich kann sich nicht nur für Neuanschlüsse lohnen.

Bestehende Verträge sind mitunter teurer als neue. Das liegt unter anderem daran, dass es immer mehr Unternehmen gibt, die auf den Markt drängen. Die Nachfrage ist kleiner und davon profitieren die Kunden. Das können Extras, wie ein Sofortbonus, geringe Grundgebühren oder die kostenfreie Nutzung des Modems sein. Schon im Jahr 2012 machte die Stiftung Warentest darauf aufmerksam, dass es den meisten Unternehmen nicht um Kundenzufriedenheit, sondern nur um den Abschluss von Neuverträgen geht.

Die Vergleichsportale nutzen
Nie war es so einfach, Tarife für Versicherungen und Telekommunikation miteinander zu vergleichen. Etliche Seiten haben sich darauf spezialisiert und bieten eine hilfreiche Zusammenfassung der wichtigen Aspekte, die bei der Tariffindung von Bedeutung sind. Egal, ob sie über einen Kabelanschluss verfügen oder über eine Leitung ins Internet kommen. Zu jedem Anbieter gibt es ausführliche Auskünfte über den Grundpreis, den Kundendienst und weitere Tarifbedingungen. Dazu gehört zum Beispiel die Dauer der Flatrate und in welcher Weise eine Reduzierung der Leistung erfolgt, wenn ein bestimmtes Datenvolumen erreicht wurde. Das ist besonders für Homeworker wichtig. Sie sind auf eine dauerhaft schnelle Verbindung angewiesen. 

Der Service ist dann wichtig, wenn das Netz ausfällt, weil der Blitz einschlug oder das Kabel bei Erdarbeiten beschädigt wurde. Wer sich in den Fällen auf eine zügige Bearbeitung verlassen möchte, wählt ein Unternehmen mit gutem Kundendienst. Alle Dienstleister möchten neue Kunden anwerben und bieten bei Vertragsabschluss sogenannte Wechselprämien an. Sie kann bis zu 300 EUR betragen, ist aber mit Auflagen verbunden. Sie gilt nur dann, wenn eine bestimmte Laufzeit vereinbart wird. Zwei Jahre sind dann nicht selten. Wer den Anbieter wechselt, muss die Kündigungsfrist beachten. Sonst besteht die Gefahr, dass er einige Monate die doppelte Grundgebühr zu entrichten hat. Von der fristgerechten Kündigung hängt ebenfalls ab, ob die alte Rufnummer mitgenommen werden kann. Wurde zu spät gekündigt, verlangt der alte Vertragspartner häufig eine Gebühr für die Rufnummernmitnahme. 

Neben dem Vertragsinhalt muss die Verfügbarkeit der Angebote geprüft werden. Einige sind regional begrenzt und gelten daher nur für eine Stadt und deren unmittelbare Umgebung. Vorsicht ist dann geboten, wenn der favorisierte Anbieter einen Zuschlag für die Bereitstellung der Leistungen verlangt. Das ist häufig in ländlichen Regionen der Fall. Dort gibt es mitunter nur ein Unternehmen, welches für die Versorgung mit Anschlüssen verantwortlich ist. Steht der Wechsel an, gibt es findige Anbieter, die zwar noch nicht vor Ort aktiv sind, dies aber gegen eine Gebühr und nach der Vertragsunterzeichnung planen.

Ein kurzes Fazit zum richtigen DSL-Vergleich
Das Datenvolumen muss den Ansprüchen des Nutzers entsprechen. Bei Wechselprämien immer hinterfragen, warum diese so großzügig gestaltet sind. Die Vertragslaufzeit und die tatsächliche Verfügbarkeit vor Ort prüfen. In einigen Regionen müssen Anbieter für die Nutzung der Telekomleitungen Miete zahlen. Die Kosten werden der Rechnung zugefügt und der Nutzer muss zahlen. Dann ist möglich, dass sich bei genauem Hinsehen ein Wechsel nicht mehr lohnt. 

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