Ehekrise im Anmarsch: handeln Sie, bevor es zu spät ist

Ehekrisen in der zweiten Lebenshälfte kommen statistisch häufig vor. Mit diesen Tipps vermeiden Sie das Drama und wagen einen Neuanfang.
Ehekrise im Anmarsch: handeln Sie, bevor es zu spät ist
Beziehung pflegen und retten, bevor es zu spät ist (Bild: iStock)

Ehekrise im Anmarsch: So vermeiden Sie das Drama


Eheprobleme im besten Alter - kommt vor, aber sie können es ändern!

Es könnte so schön sein. Die Kinder sind aus dem Haus. Beide Partner kennen sich seit Jahrzehnten. Jetzt gibt es die Möglichkeit, im Alltag mehr Zeit zu zweit zu verbringen. Da stellt man fest, dass man sich auseinandergelebt hat. Statistisch gesehen passiert das oft. Wer nicht wahrhaben will, dass er sich in einer Ehekrise befindet, macht es dann nur noch schlimmer.

Klar ist: Sie müssen sich der Sache stellen und darauf reagieren. Aber woran erkennt man, dass eine Ehekrise im Anmarsch ist? Tatsächlich muss nicht jeder kleine Streit ein grosses Drama sein. Manche Beziehungen leben sogar von einer lebendigen Streitkultur und einer liebevollen Versöhnung. Es gibt jedoch Signale, die auf ein ernsthaftes Problem in Ihrer Ehe hinweisen.

Vorsicht bei diesen Alarmsignalen:

  • ständige Missverständnisse in der Kommunikation
  • Partner verschweigen bewusst Geheimnisse voreinander
  • Körperliche Nähe, Sex und Kuscheln werden nicht mehr ausgelebt
  • keine geteilten Hobbys und gemeinsamen Aktivitäten
  • man stellt sich eine Zukunft ohne den Partner vor

Schaffen Sie einen Raum für die Kommunikation von Bedürfnissen

Wichtig ist, dass Sie sich den Problemen und der Ehekrise stellen. Im Rahmen der eingeschliffenen Kommunikation kann das schwierig sein. Sie müssen einen passenden Rahmen schaffen. Nehmen Sie sich zu zweit Zeit. Achten Sie darauf, dass jeder seine Sicht auf die Beziehung schildern kann. Beide Partner sollen aussprechen, was für Bedürfnisse sie an eine Beziehung haben.

Sie sollen benennen, was sie gut finden und was sie aktuell stört. Formulieren Sie Ihre Nachricht als Ich-Botschaft. Benennen Sie die Probleme. Vermeiden Sie beim Formulieren pauschale Vorwürfe.

Denken Sie zusammen darüber nach, welche kleinen Dinge eine neue Nähe und eine gute Zeit in Ihren gemeinsamen Lebensalltag bringen könnten. Halten Sie das Ergebnis fest und nehmen Sie es als Beziehungs-Hausaufgabe in den nächsten Monat mit. Sie tun sich schwer mit einem solchen Gespräch? Oder haben den Eindruck, dass die Ehekrise ernst ist?

Eine Paartherapie kann Gespräche wie diese moderieren. Sie können sie als professionelle Unterstützung nutzen oder sich in einem solchen Coaching zeigen lassen, wie sie ihre Kommunikation miteinander verbessern können.

Eine gemeinsame Aktivität oder ein neues Hobby können helfen

Oft hat eine Ehekrise aber nicht allein mit kommunikativen Problemen zu tun. Viele Paare im besten Lebensalter stellen fest, dass sie in der gemeinsamen Zeit unterschiedliche Interessen entwickelt haben. Beruflich ist man verschiedene Wege gegangen und auch im Haushalt hat sich über die Jahre eine klare Rollenteilung entwickelt.

Was beiden Partnern fehlt: Ein geteiltes Drittes. Ein Hobby, das beide gerne pflegen. Eine Aktivität, der sie nicht nur nachgehen, weil es der anderen Person gefällt. Sie wollen die schwierige Phase überwinden? Machen Sie sich auf die Suche nach einer solchen Aktivität. Halten Sie die Augen nach Dingen offen, die Sie bislang noch nicht ausprobiert haben. Diese Sache hat zwei Vorteile. Erstens sorgt sie dafür, dass sie sich bewusst Zeit füreinander nehmen und diese miteinander verbringen. Holen Sie sich diese Zeit zurück.

Zweitens bringen neu entdeckte Passionen regelmässigen Gesprächsstoff in Ihren Alltag. Natürlich sollten Sie sich beim Auswählen von Ihren eigenen Leidenschaften treiben lassen. Aber es gibt Dinge, die manchen Paaren helfen.

Haben Sie es mit einer Aktivität wie dieser probiert?

  • ein gemeinsamer Tanzkurs oder eine neue Sportart
  • erholsame Sportangebote wie bsp. Yoga, Walking 
  • Gestalterische Aktivitäten
  • analoge Fotografie inklusive Entwicklung von Filmen
  • den eigenen Garten neugestalten und bepflanzen
  • Pilgern oder zu zweit reisen auf längeren Routen
  • Kurzurlaube in einer Region, die sie bislang nicht kennen oder vielleicht grössere Reisen

Fazit: Eine Ehekrise muss kein persönliches Aus bedeuten

Stellen Sie sich der Ehekrise und den Bedürfnissen beider Partner offen. Eine aufrichtige Kommunikation, in der man ehrlich sprechen kann, ist absolut entscheidend. Und neben allen Schwierigkeiten gibt es an dieser Stelle eine gute Nachricht: Viele Paare, die diesen Schritt in einen absolut ehrlichen Austausch wagen, können ihre Ehe nicht nur retten. Sie lernen sich nochmal neu kennen und erhalten damit im besten Alter eine Chance für eine lebendige Beziehung.

Sie fragen sich, was passiert, wenn man nicht zueinanderfindet? In einer ernsten Ehekrise ist ein ehrlicher Umgang miteinander umso wichtiger. Er gibt Ihnen die Chance, sich ihr Leben zurückzuholen. Und er ermöglicht eine respektvolle Trennung, mit der beide Partner umgehen können.

Bevor das passiert, sollten Sie prüfen, ob sie Ihre Beziehung und Ihr Leben nicht doch zusammen neu erfinden können.


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