Eine Partnerschaft auf besonderen Wegen

Eine Partnerschaft auf besonderen Wegen
(Bild Priscilla du Preez on Unsplash)
Die klassischen Zeiten der Verlobung mit dem Eheversprechen und der darauffolgenden Vermählung sind heutzutage nicht die erste gewählte Form der Partnerschaft.

Eine offene Beziehung oder eine wilde Ehe sind Formen, welche nicht nur von jungen Menschen gewählt werden. Doch ist ein klarer neuer Trend erkennbar? 

Beziehungsformen in der Partnerschaft 

Zum Glück kann heute jeder leben wie er möchte. In der freien westlichen Welt sind Zwangsehen nicht die gewählte und gewünschte Form einer Lebensgemeinschaft. Die Beziehungsform wird frei gewählt. Einig über das Miteinander sollten sich die Paare jedoch sein. Den Partner in eine nicht gewünschte Beziehungsform zu drängen, wird über kurz oder lang scheitern. Aus der tief empfundenen Liebe, für den anderen einer offenen Partnerschaftsform zuzustimmen, wird zu viel Herzschmerz und einem längeren Leidensweg führen. In den monogamen Beziehungen ist Treue sehr wichtig. Ein Seitensprung kann die Liebe, welche auf Vertrauen aufgebaut wurde, so ins Wanken bringen, dass der Vertrauensverlust nicht mehr zu kitten ist. In der offenen Beziehung hingegen ist Abwechslung gefragt. Ein Fremdgehen wird nicht als Vertrauensbruch gesehen. Im Gegenteil! Die Möglichkeit besteht, seine sexuell nicht nur in den Gedanken gewünschte Freizügigkeit ausleben zu können. 

Nach wie vor ist die klassische Partnerschaftsform, welche aus zwei Menschen besteht, die häufigst gewünschte Partnerschaftsform. Die polyamore Beziehung mit mehreren Menschen ist in der westlichen Welt eher selten. Die feste Partnerschaftsgemeinschaft, wie die Ehe, unter zwei Menschen wird noch immer auf Dauer angestrebt. Das Zugehörigkeitsgefühl wird nach aussen ausgedrückt und bildet oft die Basis für eine Familiengründung. 

Freundschaft Plus als neue Partnerschaft

Immer wieder wird die lose Beziehungsform "Freundschaft Plus" zum Gesprächsthema. Handelt es sich dabei nicht um die klassische Affäre? Der Begriff der Affäre wird in der Regel für ein sexuelles Verhältnis zwischen Mann und Frau verwendet, in welche mindestens ein Part gebunden oder verheiratet ist. Freundschaft Plus hingegen bezeichnet die Verbindung zwischen zweier freier Menschen, welche in der Regel einvernehmlich sich gegen eine Beziehung entscheiden. Sie treffen sich, sie verbindet eine gemeinsame Sexualität und lassen sich die Freiheit, keinerlei Verpflichtungen einzugehen. Die "Freundschaft Plus-Variante" kann für zwei Menschen eine Partnerschaftsform sein, falls Beide diese Form tatsächlich wünschen. In der Realität hingegen sieht es oft anders. Oftmals stimmt die Frau dieser Form zu und wünscht sich insgeheim, dass mit der Zeit eine feste Partnerschaftsform erwächst. 

Beziehungsformen können sich durchaus mit der Zeit verändern. Aus der Urlaubsbekanntschaft wächst zu Hause eine tiefe Verbundenheit und der Wunsch nach einer stabilen Partnerschaftsform kommt auf. Aus dem One-Night-Stand wird die unerwartet grosse Liebe. Bekanntlich kommt "unerverhofft" letztlich "oft". Wer frisch verliebt ist, erhofft sich schnell die Lebenspartnerschaft. Vor allem Anfang sollte offen und ehrlich mit den Bedürfnissen umgegangen werden. Gespräche sind somit wichtig, egal in welcher Beziehungsform. Eine neue Form der Beziehung beinhaltet die "Mingle-Form". Der Sex findet somit ohne Verbindlichkeit statt. Es herrscht Freiheit ohne Verantwortung. Die Form des Miteinanders beinhaltet weder das Singlesein noch die klassische Partnerschaftsform. Mingles sind somit Menschen, welche eine klassische Partnerschaftsform ablehnen, jedoch die positiven Seiten des Miteinanders erleben und geniessen möchten. Es wird sich getroffen, doch weitere Verpflichtungen bestehen nicht. Einen Treueschwur gibt es nicht. Der beziehungsähnliche Zustand lässt sämtliche Freiheiten. Vor allem bei den Menschen bis 30 Jahren ist diese Form beliebt. Später rückt die Familiengründung verstärkt in den Fokus und diese Form der Beziehung wird weniger gelebt. Mit zunehmendem Alter entscheiden sich die Paare nach wie vor überwiegend für klassische Partnerschaftsformen.

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