Kreuzworträtsel - so werden sie hergestellt

Kreuzworträtsel - so werden sie hergestellt
Aufbau von einem Kreuzworträtsel (Bild: Ludomił on Unsplash)
Im Jahre 1913 wurde erstmals ein Kreuzworträtsel veröffentlicht. Mittlerweile zieht das Wissensspiel viele Menschen in seinen Bann.

Es gibt sogar Weltmeisterschaften, in denen sich die Rätselfans in Turnieren messen können. Ein solches Rätsel zu erstellen ist eine komplexe Aufgabe und am Anfang steht nicht die Rätselfrage.

Varianten beim Kreuzworträtsel

Die klassische Version des Buchstabenrätsels ist eine Gitterkonstruktion bei dem in vorgegebene Kästchen Wörter einzutragen sind. Diese Wörter überschneiden sich bei Buchstabengleichheit. Innerhalb des Gitters gibt es auch schwarze Felder, die leer bleiben. Bei der Erstellung des Rätsels ist es aber wichtig, dass das Verhältnis von schwarzen Feldern zu Buchstabenfeldern 1:4 ist.

Neben dem klassischen Buchstabenrätsel gibt es noch folgende weitere Varianten:

  • Schwedenrätsel
  • "Amerikanisches" Rätsel
  • Kreuzgitter
  • Silbenrätsel
  • Zahlenrätsel

Eine häufige Variante ist das Amerikanische Rätsel. Bei dieser Variante gibt es keine schwarzen Felder und das Gitter wird vollständig befüllt. Die Herausforderung in diesem Fall ist, dass alle neben einander liegenden Buchstaben einen Sinn ergeben.

Aufbau von einem Kreuzworträtsel

Bei der Erstellung von Kreuzworträtseln steht am Anfang nicht ein Katalog an Fragen, deren Antworten dann passend in Felder gefüllt wird. Bei der Erstellung von Kreuzworträtseln steht am Anfang immer das definierte Gitter. Dazu gehören die Größe und auch die Aussparungen in Form von schwarzen Feldern.

Als Nächstes werden die Definitionsfelder festgelegt. In diesem Fall ist es wichtig, dass sich mindestens drei Viertel der Begriffe einmal kreuzen. Das erhöht den Rätselspaß.

Erst jetzt werden die konkreten Fragen für das Rätsel erstellt. Es gibt sogar eigene Autoren, die die Fragen für die Buchstabenrätsel erstellen. Wichtig hier ist, dass die Frage klar formuliert ist und keinen Spielraum für Interpretationen lässt. Die Rätselfragen müssen selbst nicht einfach sein. Die Rätsel sollten durchaus eine Herausforderung darstellen. Dennoch sollte die Aufgabe lösbar bleiben. Besonders bei komplexen Begriffen ist es für die Rätselfreunde hilfreich, wenn das Wort mehrmals von einfacheren Begriffen gekreuzt wird, damit bereits ein paar Buchstaben vorhanden sind, die eine Fährte sein können, wenn der Begriff nicht gleich einfällt.

Es ist nach wie vor üblich, ein Buchstabenrätsel mit der Hand zu erstellen und bevor es veröffentlicht wird, wird es auch einmal probeweise gelöst. Es gibt zwar mittlerweile Software, die dies übernehmen kann, allerdings ist dann die Auswahl an Fragen beschränkt, da der Computer nur aus einem vorhandenen Pool an Fragen bzw. Begriffen wählen kann.

Beim Probespiel wird rasch ersichtlich, ob es noch Probleme bei der Lösung gibt. So ist beispielsweise definiert, dass mindestens drei Buchstaben einen Begriff ergeben müssen. Es gibt zwar die Wahl, dass zwei Buchstaben, die nebeneinander liegen, kein Wort ergeben müssen, allerdings wird dies meist als schlechter Stil unter echten Rätselfreunden gewertet.

Selber ein Kreuzworträtsel erstellen

Selber ein Rätsel zu erstellen ist ebenfalls eine große Denksportaufgabe. Wie auch bei den Rätseln in der Zeitung oder in Zeitschriften ist es wichtig, erst das Feld zu definieren. Beim ersten Rätsel sollte das Feld noch nicht zu groß sein. Im nächsten Schritt werden die Felder festgelegt, wo die Wörter starten sollen. Anschließend geht es an die Suche von Begriffen und damit verbundenen Fragen.

Der Vorteil ist, wenn einmal ein Gitter mit den definierten Feldern erstellt wurde, kann es immer wieder verwendet werden. Es muss lediglich mit neuen Begriffen und dazu passenden Fragen gefüllt werden.

Egal, ob ein Buchstabenrätsel gelöst oder vielleicht sogar selbst erstellt wird, es ist in beiden Fällen ein gutes Training für das Gehirn.

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