Persönliche Vorsorge: Diese Dinge sollten Sie regeln

Achten Sie auf rechtssichere Formulierungen.
Achten Sie auf rechtssichere Formulierungen.
Das Thema Vorsorge ist wichtig, das wissen sicher die meisten. Trotzdem ist die Zahl derer, die wirklich für den Ernstfall vorsorgen erschreckend gering,

wie eine aktuelle Statistik des Institut für Demoskopie Allensbach zeigt. Daraus geht hervor: 93 Prozent der Deutschen wissen, dass es die Patientenverfügung gibt, aber nur 15 Prozent haben bereits eine erstellt. Dabei wird es immer einfacher rechtssicher vorzusorgen. Wie das geht und welche Vorsorgemaßnahmen Sie auf jeden Fall treffen sollten, erklären wir Ihnen hier.

Die Patientenverfügung: Wahren Sie Ihr Selbstbestimmungsrecht

Egal, ob mit 18, 60 oder 100 Jahren: Eine Patientenverfügung sollte jeder besitzen. Falls Sie dieses wichtige Vorsorgedokumente noch nicht erstellt haben, sollten Sie das schnellstmöglich nachholen. Schließlich kann jeder ohne Vorwarnung in die Situation geraten, seine Wünsche zur medizinischen Behandlung nicht mehr äußern und sich nicht mehr selbst um wichtige Erledigungen kümmern zu können. Die Patientenverfügung ermöglicht es Ihnen, Ihr Selbstbestimmungsrecht selbst dann wahrzunehmen, wenn dieser Fall eintreten sollte.

In der Patientenverfügung legen Sie fest, welche medizinischen Maßnahmen Sie im Ernstfall wünschen und welche Sie ablehnen, z. B.:

  • lebenserhaltende Maßnahmen
  • Schmerz- und Symptombehandlung
  • künstliche Ernährung und Beatmung
  • Reanimation
  • Organspende

Achten Sie dabei auf rechtssichere Formulierungen: Laut Bundesgerichtshof (BGH) sind unpräzise Patientenverfügungen unwirksam. Das ist allerdings nur die halbe Miete, denn die beste Patientenverfügung bringt nichts, wenn sie im Ernstfall nicht gefunden wird. Hinterlegen Sie Ihre Vorsorgedokumente darum sicher und zugänglich für Vertrauenspersonen – im Notfallordner zuhause und am besten auch digital.

Die Vorsorgevollmacht: Ermöglichen Sie es Angehörigen, für Sie zu entscheiden

Sie besitzen schon eine Patientenverfügung? Das ist ein wichtiger erster Schritt zu einer ganzheitlichen Vorsorge. Doch wer kümmert sich im Ernstfall darum, dass Ihre Wünsche auch umgesetzt werden?

Mit einer Vorsorgevollmacht erteilen Sie einer oder mehreren Vertrauenspersonen die Erlaubnis, Sie im Ernstfall zu vertreten. Das ist wichtig, weil selbst Ihre engsten Angehörigen nicht automatisch für Sie entscheiden dürfen, wenn Sie es selbst nicht mehr können. Gibt es keine Bevollmächtigten, wird vom Gericht ein Betreuer bestellt. Dabei handelt es sich nicht automatisch um ein Familienmitglied, sondern unter Umständen um einen Berufsbetreuer, also eine fremde Person. Setzen Sie hingegen rechtzeitig eine Vorsorgevollmacht auf, entscheiden Ihre Vertrauenspersonen für Sie.

Ihre Vorsorgevollmacht sollte auf jeden Fall den Bereich der Gesundheitssorge abdecken. Das umfasst auch die Umsetzung Ihrer Patientenverfügung. Wichtig ist eine Vorsorgevollmacht unter anderem auch für folgende Bereiche:

  • Post- und Fernmeldeverkehr
  • Kontoführung, -eröffnung und -auflösung
  • Abschluss und Kündigung von Verträgen

Wichtig: Eine Vorsorgevollmacht sollten Sie nur Personen erteilen, denen Sie zu 100 Prozent vertrauen. Sind Sie sich unsicher, ob die Menschen in Ihrem Umfeld der verantwortungsvollen Aufgabe gewachsen sind, setzen Sie lieber eine Betreuungsverfügung auf. Im Gegensatz zu einem Bevollmächtigten wird ein Betreuer vom Gericht kontrolliert. So ist der Vollmachtgeber vor Vertrauensmissbrauch geschützt, für den Betreuer bedeutet dies allerdings viel bürokratischen Aufwand.

Viel Sicherheit für wenig Geld: Die private Haftpflichtversicherung

Zu einer umfassenden Absicherung gehört neben der rechtlichen auch die finanzielle Vorsorge. Welche Versicherungen wichtig sind, kommt ganz auf die eigene Lebenssituation an. Mit einer Ausnahme: Eine private Haftpflichtversicherung sollte jeder besitzen, denn sie ist ein unverzichtbarer Schutz. Sie zahlt, wenn Sie Personenschäden, Sachschäden oder Vermögensschäden verursachen. Bei all diesen Schäden können die Kosten schnell in den sechsstelligen Bereich ansteigen – nichts, was Sie aus eigener Tasche bezahlen möchten.

Wer sich die Haftpflichtversicherung spart, spart an falscher Stelle. Denn obwohl Sie sich mit einer Privathaftpflicht für Schäden in Millionenhöhe absichern, sind die Kosten für die Versicherung tatsächlich überschaubar. Zwischen 50 und 100 Euro im Jahr kostet eine gute Versicherung mit 50 Millionen Euro Deckungssumme. Das ist ein kleiner Beitrag für gute Absicherung im Ernstfall. Auch wenn Ihnen 50 Millionen Euro erst einmal viel erscheinen mögen: Die Kosten für größere Schäden mit mehreren geschädigten oder sogar verletzten Personen bewegen sich schnell auf diesem Niveau.

Ganz einfach umfassend vorsorgen mit Afilio

Egal ob Patientenverfügung oder die Suche nach dem passenden Haftpflichttarif: Mit Afilio haben Sie alles, was es für eine umfassende Vorsorge braucht, an einem Ort. Die Vorsorgeplattform bietet Ihnen die Möglichkeit, Vorsorgedokumente für sich und Ihren Partner rechtssicher zu erstellen. Sie können Ihre Dokumente auch direkt digital im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer und bei Afilio hinterlegen. So können Ihre Angehörigen über den Notfallabruf im Ernstfall schnell und einfach darauf zugreifen. Zusätzlich zu diesem Angebot können Sie nach der passenden Haftpflichtversicherung suchen oder testen, welchen Pflegegrad Sie oder eine angehörige Person bekommen könnten.

Unser Tipp: Vorsorgemaßnahmen nicht länger aufschieben

Verschieben Sie Ihre persönliche Vorsorge nicht weiter auf morgen und befassen Sie sich schon heute mit den wichtigsten Themen. So sichern Sie sich und Ihre Familie für den Ernstfall ab. Mit den genannten Vorsorgemaßnahmen decken Sie bereits die wichtigsten Dinge ab. Hier ein wenig Zeit zu investieren lohnt sich langfristig.

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