Rückenschmerzen beim Schlafen: Die Ursachen

Neben einem geeigneten Kissen ist auch auf eine ergonomische Matratze auf einem passenden Lattenrost nicht zu verzichten.
Neben einem geeigneten Kissen ist auch auf eine ergonomische Matratze auf einem passenden Lattenrost nicht zu verzichten. - (Bild von Claudio_Scott auf Pixabay)
Laut einer Studie der National Sleep Foundation sollten für die Nachtruhe idealerweise sieben bis neun Stunden Schlaf eingeplant werden.

Wobei es sich lediglich um einen pauschalen Orientierungswert handelt.
Aufzuwachen mit fiesen Rückenschmerzen lässt nicht nur die Stimmung sinken, auch sollte hierfür die Ursache gesucht werden.

Vorab gilt Entwarnung: Es muss nicht sofort eine Verschleißerscheinung der Bandscheiben oder der Wirbelsäule sein.
Sofern die Schmerzen im Kreuz jeden Morgen zu spüren sind, sollte der Fokus gegebenenfalls zuerst auf die Matratze gerichtet werden. Wer nach einer guten Matratze oder nach einem guten Bett sucht, sollte hier einmal vorbeischauen.

Rückenverspannungen

Einseitige Belastungen im Berufsalltag kennen die meisten Menschen - sei es das lange Sitzen am Schreibtisch im Büro oder stundenlanges Stehen. Hier muss mit Bewegung entgegengewirkt werden, um entsprechende Überlastungen zu vermeiden.

Doch auch in manchen Schlafphasen liegt der Körper bloß ruhig im Bett und die Belastung wird oft umso stärker und schlimmer.

Die Daueranspannung der Muskulatur sorgt dann dafür, dass spätestens beim Aufwachen deutliche Schmerzen im Rücken zu spüren sind. Man fühlt sich völlig eingerostet - von Erholung in der Nacht kann dann leider nicht mehr gesprochen werden.

Die Schwangerschaft und Hohlkreuz

Das Körpergewicht wird aufgrund des stetig wachsenden Bauches immer höher.
Viele Schwangere gehen dann oft in eine falsche Hohlkreuzhaltung.
Bei einer solchen Haltung sind Rückenschmerzen vorprogrammiert - mitunter auch nachts.

Falsche Schlafposition und Hohlkreuz

Die liebste Position der meisten Menschen beim Schlafen ist die Bauch- oder auch die Seitenlage.
Oft liegt die Wirbelsäule hierbei nicht gerade, es entsteht schlimmstenfalls sogar über mehrere Stunden ein Hohlkreuz, welches spätestens auf Dauer Schmerzen bereitet.

Verzichtet wird trotzdem nicht auf die beliebte Bauchlage?
Ein flaches Kissen unter dem Bauch sorgt für etwas Vorbeugung.

Rückenschonende Matratzen

Der Körper ist hierfür dankbar und bereitet seltener unangenehme Rückenschmerzen.

Neben einem geeigneten Kissen ist auch auf eine ergonomische Matratze auf einem passenden Lattenrost nicht zu verzichten.
Latexmatratzen zählen ebenfalls zu den ergonomischen Matratzen - sie stützen ideal und sind äußerst punktelastisch.
Stattdessen können auch sogenannte Schlafsysteme verwendet werden. Jene sorgen für die richtige Abstimmung mit dem Körper. Das Resultat: Die richtige Liegeposition der Wirbelsäule und somit umso weniger Schmerzen.

Die Matratze sollte außerdem groß genug sein, um sich im Bett aufgrund fehlender Länge nicht verbiegen zu müssen. Zudem dreht sich der Körper in der Nacht etwa 20 bis 60 Mal - es wäre fatal, aufgrund zu kleiner Liegefläche in der Nacht aus dem Bett zu fallen und dem Rücken somit eventuell noch mehr zu schaden.

Die Liegefläche sollte somit mindestens 20 Zentimeter länger sein als die eigene Körpergröße.
In der Breite sollten es mindestens 90 Zentimeter sein.

Weitere nützliche Tipps gegen Rückverspannungen

Im Schlafzimmer ist eine Temperatur zwischen 16 bis 18 Grad angemessen.
Das Raumklima sollte ebenfalls natürlich sein - es sollte demnach regelmäßig gelüftet werden.
Die "Wand im Rücken": Das Bett sollte direkt an der Wand platziert werden. So hat man gewissermaßen "Rückendeckung".

Ebenfalls wichtig:

Das Schlafzimmer gilt als Ort der absoluten Ruhe und Entspannung.
Dies bedeutet, dass weder Computer noch Telefone oder gar Arbeitsunterlagen etwas in diesem Raum zu suchen haben.

Solche Tipps einzuhalten, fördert nicht nur den Schlaf enorm, auch wird man sich von den lästigen Rückenschmerzen verabschieden können.

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