GESUNDHEIT

So lösen Sie Ihre Schlafprobleme

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Sie hat ihre acht Stunden Schlaf gefunden: glückliche Frau!

In der Theorie lassen sich Schlafprobleme ganz leicht lösen: Man geht immer zur selben Zeit ins Bett und wacht am nächsten Morgen zur selben Zeit auf. Wenn es nur so einfach wäre!

Man treib alsot regelmässig Sport, man meidet Koffein und übermässigen Akoholkonsum und verbannt den TV aus dem Schlafzimmer. Befolgt man diese Regeln, kriegen Hirn und Körper ihre sieben bis neun Stunden Schlaf, zeigen viele Studien.

Wenn Sie aber an Schlafprobleme leiden, haben Sie diese Tricks wahrscheinlich alle schon ausprobiert und wälzen sich trotzdem in Ihrem Bett hin und her. Es gibt zum Glück weitere wertvolle Tipps von den Experten. Damit sie beim Einschlafen nicht endlos Schafe zu zählen brauchen oder morgens um 3 Uhr Verkaufssendungen am TV schauen müssen.

Problem Nummer 1: Sie können nicht einschlafen
Sie liegen im Bett und Ihre Gedanken rasen. Sie sind gestresst, machen sich Sorgen um die Zukunft, um Ihre Arbeit. Vielen geht es gleich: Sie können nicht aufhören nachzudenken. Sie schreiben Emails vor und machen To-do-Listen, während ihr Kopf schon lange auf dem Kissen ruht.

Die schlaue Lösung:
Bekommen Sie ihre Unruhe in den Griff, indem Sie "Zeit für Sorgen" einplanen. Rechnen Sie jeden Tag 15 Minunten dafür ein und setzten Sie sich dann mit den Problemen auseinander, die Sie nachts in Geiselhaft nehmen. Trainieren Sie Ihr Hirn darauf, in diesem Zeitfenster an Probleme zu denken und nicht im Bett.

Für 80 Prozent der Menschen funktioniert diese Methode, sagen Experten. Um sich anfangs erfolgreich abzulenken, empfehlen sie von 300 rückwärts zu zählen, in Dreierschritten. Sie können sich auch eine Kognitive Verhaltenstherapie überlegen, in denen Sie grundsätzliche Wege finden, Ihre Schlafgewohnheiten zu ändern.

Sie wird bei pathologischer Schlaflosigkeit als erste angewandt, wie eine Studie der Harvard Medical School belegt. Mühe mit Einschlafen kann auch mit unserer inneren Uhr zu tun haben. Unser Biorhythmus ist vom natürlich Licht am Morgen abhängig. Bekommen wir nicht genug, fühlen wir uns abends zu wenig müde.

Um den Biorhythmus wieder herzustellen kauft man sich am besten eine Lampe mit mindestens 5000 Lux und setzt sich jeden Morgen 30 Minuten davor.

Medikamente sind übrigens immer das allerletzte Mittel. Gegen ein gelegentliches Schlafmittel ist nichts einzuwenden. Aber wenn es Ihnen während mehr als 30 Minuten an drei Tagen pro Woche über drei Wochen hinweg nicht gelingt, einzuschlafen, leiden Sie an einer Schlafstörung.

Gehen Sie zum Arzt und besprechen Sie mit ihm das weitere Vorgehen.

Problem Nummer 2: Sie können nicht durchschlafen
Viele leiden unter diesem Phänomen: Sie schlafen leicht ein, wachen aber um zwei Uhr morgens auf, häufig schwitzend und finden keinen Schlaf mehr. Ist das Schlafzimmer vielleicht zu warm? Rennt die Katze im falschen Moment über das Kopfkissen?

Ursache kann auch das Nachtessen sein, Wein, Medikamente, noch nicht entdeckte Krankheiten, fehlende Hormone oder Stress.

Die schlaue Lösung:
Es ist nur natürlich, in der Nacht zwischen tiefen Schlafphasen aufzuwachen. Wichtig ist nur, keine Panik zu bekommen. Sonst fallen Sie nicht zurück in den Schlaf. Überprüfen Sie als nächstes, was der Aufwacheffekt bei Ihnen auslöst. Nicht jeder Erwachsene braucht acht Stunden Schlaf.

Vielleicht reichen Ihnen ja weniger als die durchschnittlichen sieben bis neun Stunden. Wenn Sie kein Koffein brauchen, um tagsüber wach zu bleiben, hat Ihr Körper geringere Ansprüche. Fühlen Sie sich aber nicht ausgeruht, dann merken Sie sich, was Sie tun, wenn Sie plötzlich aufwachen: Schauen Sie auf die Uhr? Schreiben Sie Emails? Machen Sie das Licht an?

Sie würden Ihrem Körper damit das falsche Signal geben: Es ist Morgen, aufstehen! Ist es nur die aufgehende Sonne, die Sie zu früh weckt, ist der Fall klar: Kaufen Sie lichtdichte Vorhänge.

Problem Nummer 3: Sie fühlen sich erschöpft nach acht Stunden im Bett
Wenn Sie mit Kopfweh und einem trockenen Mund erwachen, könnten Sie an Schlafapnoe (Atemstillstand) leiden. Behandelt wird sie in leichten Fällen, indem man das Kopfteil des Bettes anhebt, in schweren Fällen mit einer Sauerstoffmaske, einer Zahnprotese, um die Zunge am richtigen Ort zu halten, damit der Zugang zur Lunge offen bleibt.

Abnehmen hilft auch sehr. Wir wünschen süsse Träume!



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