Stress - Wie werden Sie am besten damit fertig?

Stress - Wie werden Sie am besten damit fertig?
Stressbewältigung will gelernt sein (Bild iStock)
Stress scheint im Leben allgegenwärtig zu sein. Fast die Hälfte aller Menschen fühlt sich zumindest gelegentlich gestresst. Entspannung ist erlernbar.

Was ist überhaupt Stress?

Der Begriff kommt eigentlich aus der Mechanik. Er bezeichnet das Einwirken einer äusseren Kraft auf einen Körper, die zu dessen Verformung oder Belastung unter Druck führt. Der Begriff wurde durch den Mediziner und Biochemiker Hans Selye in die Medizin eingeführt. Er bezeichnet einen Organismus als gestresst, wenn dieser auf eine Anforderung antwortet. Anders ausgedrückt reagiert der Körper auf äussere Reize gestresst. Vielfach wird bei dem Thema vergessen, dass ein gewisser Stresslevel sogar positive Auswirkungen hat, vorausgesetzt er ist nicht zu hoch und hält nicht zu lange an. 

Tipps zur Stressbewältigung 

Um den Stresslevel zu senken, haben sich mehrere Methoden bewährt. Zu den wichtigsten gehört ausreichend Schlaf. Experten empfehlen oft eine Schlafdauer von 7 - 8 Stunden täglich. Der tatsächliche Schlafbedarf kann stark davon abweichen. Um genügend Schlaf zu finden, sollten Sie im Schlafzimmer wirklich nur schlafen. Elektronische Geräte wie Fernseher, Radios und Handys haben dort nichts verloren!

Ergänzend zu ausreichend Schlaf sollten Sie sich ausreichend bewegen. Auch körperliche Aktivität trägt zur Stressbewältigung bei. Sie müssen nicht gleich Kraftsport treiben oder jeden Tag ins Fitnessstudio gehen. Machen Sie stattdessen ausgiebige Spaziergänge, führen den Hund aus oder arbeiten Sie im Garten. Bewegung in der frischen Luft hilft nicht nur bei der Stressbewältigung, sondern ist auch gut für die Gesundheit. 

Eine ausgewogene Ernährung trägt ebenfalls stark zur Reduzierung des Stresslevels bei. Wird das Gehirn gestresst, reagiert es auf diesen Reiz mit der Forderung nach Energie. Es weckt ein Verlangen nach Süssigkeiten und Schokolade, weil Zucker viel Energie bereit stellt. Das "Zuckerhoch" hält jedoch nicht lange an. Ausserdem begünstigen zu viel Fett und Zucker die Entstehung einer Reihe von Krankheiten wie Diabetes Typ II und Arteriosklerose. 

Als gute Methode zur Stressbewältigung hat sich auch Zeitmanagement bewährt. Damit ist gemeint, dass Sie sich für jeden Tag und jede Woche einen Plan machen und sich auch daran halten. Setzen Sie die Aufgaben so, dass Sie von Ihnen auch bewältigt werden können. Nicht vergessen, auch Zeit zur Enstpannung einplanen! 

Konflikte sind manchmal unvermeidbar und können sehr stressig werden. Lernen Sie, mit ihnen umzugehen und sie zu managen. Konflikte sind nicht nur negativ. Sie können auch anregend wirken und beflügeln. Mitunter bedarf es erst eines Konflikts, um Ihnen die Augen für einen bestimmten Sachverhalt zu öffnen und Massnahmen zu treffen, um die Situation zu verbessern. 

Stressbewältigung will gelernt sein

Wie es eingangs bereits gesagt wurde, ist Stress ein Teil des Alltags. Das bedeutet, die richtige Methode zur Stressbewältigung besteht nicht darin ihn zu vermeiden, sondern zu lernen, damit zu leben. Die oben angeführten Methoden zur Stressbewältigung funktionieren. Allerdings sind es sanfte Methoden. Das bedeutet, Sie dürfen keine sofortigen Effekte erwarten, wenn Sie Entspannung durch die hier vorgestellten Optionen suchen. Lassen Sie sich dadurch nicht entmutigen, sondern fahren damit einfach fort. Nach einiger Zeit werden Sie eine deutliche Verbesserung Ihrer Lebensqualität und Ihrer Gesundheit feststellen. Übrigens kommt eine Reduzierung des Stresslevels auch Ihrer Beziehung zu Gute.

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