RUNDREISE ISLAND
Tipps zur perfekten Mietwagenbuchung in Island
Eine Rundreise durch Island lebt von Bewegung: Zwischen Lavafeldern, Wasserfällen, Fjorden und Küstenstraßen liegen oft große Distanzen, während Busverbindungen außerhalb der Ballungsräume nur punktuell passen. Wer unabhängig sein möchte, plant die Mobilität auf Reisen deshalb früh – nicht als „Extra“, sondern als Teil der Reisegestaltung.
Gerade in Island hängen Tagesabläufe stärker als in vielen anderen Ländern von Rahmenbedingungen ab, die sich kurzfristig ändern können. Wetterbedingungen, Sichtverhältnisse und temporäre Sperrungen beeinflussen, ob eine Etappe entspannt gelingt oder zur improvisierten Umplanung wird. Eine realistische Planung – inklusive Fahrzeug- und Routenwahl – hilft, die Reise ruhig und flexibel zu halten.
Warum der Mietwagen für die Island-Rundreise mehr ist als Transport
Bei einer Rundreise in Island ist das Auto nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern häufig auch der Taktgeber für den Tag: Es bestimmt, welche Abstecher möglich sind, wie viel Zeit für Stopps bleibt und wie entspannt man auf wechselnde Bedingungen reagieren kann. Auf vielen Strecken gibt es nur wenige Alternativen, wenn man spontan eine Route ändern muss – etwa weil Windböen, Nebel oder Niederschlag die Weiterfahrt erschweren.
Hinzu kommen die Besonderheiten isländischer Straßen. Neben asphaltierten Hauptverbindungen finden sich Abschnitte mit Schotter, einspurige Brücken oder Strecken, auf denen Steinschlag und Schlaglöcher je nach Jahreszeit eine Rolle spielen können. Auch die Entfernungen sind leicht zu unterschätzen: Nicht jede Strecke ist „schnell gefahren“, wenn kurvige Küstenabschnitte, Engstellen oder wechselnde Oberflächen das Tempo bestimmen.
Ein weiterer Faktor sind die Jahreszeiten in Island. Im Sommer ist die Zeitspanne mit Tageslicht groß, im Winter dagegen deutlich kürzer – und damit steigt die Bedeutung einer Etappenplanung, die nicht auf Kante genäht ist. Wer das berücksichtigt, kann Pausen, Fotostopps und Wetterfenster besser einplanen, ohne dass der Tag durch Zeitdruck dominiert wird.
Tipps zur Fahrzeugwahl für Islandreisen
Die passende Fahrzeugklasse hängt weniger von „Komfortwünschen“ als von Route, Jahreszeit und persönlicher Fahrpraxis ab. Für viele klassische Rundreisen entlang der Ringstraße reichen kompakte oder mittelgroße Modelle aus, sofern man realistisch plant und Abstecher auf anspruchsvollere Pisten bewusst auswählt. Sobald jedoch Schotterabschnitte regelmäßig eingeplant sind oder man in Regionen fährt, in denen Seitenwind, Nässe und wechselnde Fahrbahnbedingungen häufiger auftreten, lohnt sich ein genauer Blick auf Bodenfreiheit, Reifen und Antrieb.
1) Ringstraße vs. abgelegene Strecken
Wer überwiegend auf gut ausgebauten Hauptstraßen unterwegs ist, profitiert von einem Fahrzeug, das auf langen Distanzen stabil und effizient fährt. Für abgelegenere Routen gilt: Unebene Passagen, Splitt und wechselnde Oberflächen sind nicht per se gefährlich, verlangen aber Aufmerksamkeit und ein Auto, das dafür ausgelegt ist. Hier ist weniger die Motorleistung entscheidend als die Kombination aus Fahrwerk, Sicht, Bodenfreiheit und der Möglichkeit, Gepäck sicher zu verstauen.
2) Jahreszeit und Wetterfenster mitdenken
Im Winter können glatte Abschnitte, starke Windereignisse und rasche Wetterwechsel eine Rolle spielen. Das bedeutet nicht, dass jede Route „extrem“ ist – aber die Reserven des Fahrzeugs und die eigene Erfahrung werden wichtiger. Im Sommer steht eher die Frage im Vordergrund, wie viele Kilometer man täglich fahren möchte, ohne dass die Rundreise zur reinen Transferstrecke wird.
3) Platz, Gepäck, Sitzposition
Islandreisen sind oft „schichtweise“: Regenjacke, Wanderschuhe, Proviant, Kameraausrüstung – vieles liegt griffbereit im Auto. Ein Kofferraum, der nicht nur auf dem Papier ausreicht, entlastet im Alltag. Auch eine höhere Sitzposition kann bei langen Etappen und bei wechselnder Sicht angenehm sein, ohne dass dafür zwingend ein großes Fahrzeug nötig ist.
4) Neutraler Blick auf Buchungsinformationen
Wer sich einen Überblick über Fahrzeugkategorien, Abholoptionen und Bedingungen verschaffen möchte, findet auf Informationsseiten wie Mietwagen in Island gebündelte Hinweise zu typischen Buchungsparametern und zur Abwicklung.
Routenplanung: Stadt, Küste, Hochland – unterschiedliche Anforderungen
Die Anforderungen an Fahrzeug und Planung unterscheiden sich stark je nach Streckenprofil. In Reykjavík und Umgebung sind Wege kurz, die Infrastruktur ist dicht, und spontane Planänderungen sind meist unkompliziert. Wer dagegen entlang der Südküste oder in den Westfjorden unterwegs ist, sollte mehr Puffer einbauen: Tankstellenabstände, eingeschränkte Einkaufsmöglichkeiten und längere Fahrzeiten sind dort eher die Regel als die Ausnahme.
Stadt und Tagesausflüge
Für ein paar Tage in der Hauptstadtregion kann ein kleineres Auto praktisch sein – Parken, kurze Strecken und flexible Abstecher sprechen dafür. Dennoch gilt auch hier: Wetterbedingungen können überraschend umschlagen, und Wind ist selbst in Stadtnähe ein Thema. Ein Fahrzeug, das sich stabil fährt, trägt zur Ruhe bei.
Küstenrouten und weite Etappen
Entlang der Ringstraße und auf Küstenabschnitten lohnt es sich, Fahrzeiten nicht nur nach Kilometern zu beurteilen. Fotostopps, kurze Wanderungen und Witterungspausen sind realistisch einzuplanen. Wer jeden Tag „vollpackt“, riskiert, dass die Rundreise mehr von Uhrzeiten als von Eindrücken geprägt wird.
Abstecher in abgelegenere Regionen
Sobald man Strecken einplant, die weniger ausgebaut sind, steigen die Anforderungen an Aufmerksamkeit und Vorbereitung. Hier sind Informationen zu Streckenbeschaffenheit, möglichen Sperrungen und Tageslicht besonders wichtig. Auch wenn viele Reisende bestimmte Regionen reizvoll finden, entscheidet letztlich die Gesamtkombination aus Erfahrung, Jahreszeit und Planungsreserve darüber, ob ein Abstecher sinnvoll ist.
Buchung und Abholung: worauf Reisende vorab achten sollten
Viele Islandreisen beginnen an einem der Flughäfen in Island – insbesondere am internationalen Flughafen Keflavík. Dort ist die Abholung organisatorisch oft gut strukturiert, dennoch lohnt es sich, die Details vorab zu klären: Welche Dokumente werden benötigt, wie sind die Öffnungszeiten, und wie läuft die Rückgabe außerhalb der Kernzeiten? Wer das im Vorfeld versteht, reduziert Stress direkt nach der Ankunft.
Versicherung, Selbstbeteiligung, Ausschlüsse
Ohne in Preisfragen einzusteigen, ist ein nüchterner Blick auf Bedingungen zentral: Was ist abgedeckt, welche Situationen sind ausgeschlossen, und welche Pflichten hat man im Schadensfall? Gerade bei Reisen, auf denen Schotterabschnitte oder wechselnde Oberflächen vorkommen, sollten Formulierungen zu Glas, Reifen oder Unterboden aufmerksam gelesen werden. Wichtig ist dabei weniger „viel“ oder „wenig“, sondern ob die Regelungen zur geplanten Route passen.
Tankregelung, Kilometer, Zusatzfahrer
Auch scheinbar kleine Punkte beeinflussen den Alltag: Wie wird getankt zurückgegeben? Gibt es Kilometerbegrenzungen? Dürfen mehrere Personen fahren, und was ist dafür notwendig? Wer diese Fragen vor der Buchung sauber beantwortet, erspart sich Diskussionen vor Ort.
Abholung am Flughafen vs. in der Stadt
Eine Abholung in Keflavík kann praktisch sein, wenn die Rundreise direkt startet. Wer dagegen zuerst in Reykjavík bleibt, kann abwägen, ob ein späterer Fahrzeugstart organisatorisch entspannter ist. Die Entscheidung hängt vor allem davon ab, wie die ersten Tage gestaltet sind und ob man in der Stadt wirklich ein Auto benötigt.
Häufige Fehler und praktische Hinweise unterwegs
Selbst bei guter Planung passieren auf Islandreisen typische Missverständnisse – oft nicht aus Unachtsamkeit, sondern weil Reisende Routinen aus anderen Ländern übertragen.
Fahrzeiten unterschätzen
Die Kombination aus Landschaft, Stopps und Straßenprofil führt dazu, dass „reine Fahrzeit“ selten die ganze Wahrheit ist. Wer pro Tag zu viele Kilometer plant, gerät leichter unter Druck – und Druck ist ein schlechter Begleiter, wenn Wetter und Sicht wechselhaft sind.
Wetter als festen Faktor einplanen
In Island ist Wetter nicht nur „bei schlechtem Glück“ ein Thema. Wind kann Türen beschädigen, Regen kann Sicht und Bremswege beeinflussen, und plötzliches Umkippen der Bedingungen kann die Prioritäten ändern. Sinnvoll ist daher, jeden Tag so zu planen, dass Anpassungen möglich sind – nicht als Ausnahme, sondern als Normalfall.
Auf isländische Straßenregeln und Besonderheiten achten
Einspurige Brücken, Schotterpassagen oder wechselnde Markierungen erfordern vorausschauendes Fahren. Wer sich Zeit nimmt, sich auf diese Eigenheiten einzustellen, fährt entspannter und sicherer. Dazu gehört auch, nicht aus Routine zu schnell zu werden, wenn die Straße „leer“ wirkt.
Puffer für Rückgabe und Weiterreise
Gerade vor dem Rückflug lohnt es sich, den letzten Tag nicht zu eng zu takten. Rückgabeformalitäten, Wetter, Verkehr und Wege auf dem Flughafengelände brauchen manchmal mehr Zeit als erwartet. Ein ruhiger Abschluss ist oft mehr wert als ein letzter „zusätzlicher“ Stopp.
Fazit
Eine Island-Rundreise wird vor allem dann stimmig, wenn Mobilität, Route und Reisezeit zusammenpassen. Wer die Besonderheiten isländischer Straßen, die Jahreszeiten in Island und mögliche Wetterbedingungen nüchtern einplant, trifft in der Regel die passendere Fahrzeugentscheidung und gestaltet Tagesetappen realistischer. Das schafft Spielraum für spontane Stopps – und für genau die Ruhe, die viele Reisende mit Island verbinden.
Newsletter abonnieren und gewinnen! 
Melden Sie sich für unseren wöchentlichen Newsletter an und nehmen Sie automatisch an der nächsten Verlosung des Preisrätsels teil.