Damit Erinnerungen nicht verschwinden

1965 heirateten Heike und Günther M., bereits ein Jahr später zogen sie in ihr neues, schönes Haus auf dem Lande ein.

Das Glück der beiden wurde in den nächsten fünf Jahren mit der Geburt ihrer zwei Söhne und ihrer Tochter vervollständigt. Die drei wuchsen im Haus auf, gingen dort ihre ersten Schritte, spielten im Wohnzimmer, rauften sich im Garten und versöhnten sich anschließend wieder beim Abendessen.

Mittlerweile haben alle Kinder einen Job, eine Familie gegründet und Heike und Günther zu Großeltern gemacht. Zu den alten Erinnerungen mit den Kindern kamen nun neue mit den Enkelkindern hinzu. Für nichts in der Welt wollen Heike und Günther diese alten und neuen Erinnerungen aufgeben.

Doch leider sind beide nun schon über 80 Jahre alt und merken immer mehr die Grenzen, die ihnen ihr Körper aufzeigt. Besonders tragisch: Der Keller und die obere Etage sind nun mindestens 15 Minuten entfernt. Doch Ausziehen kommt für beide nicht in Frage; dafür sind die Erinnerungen viel zu wertvoll.

Treppenlift: Damit sich das Leben nicht nur im Erdgeschoss abspielt

Im Keller ist die Waschküche, in der ersten Etage das gemeinsame Schlafzimmer und zwei Hobbyräume, in denen früher die Kinder lebten. In ihrem Hobbyraum näht und bastelt Heike, während Günther in seinem gerne Stillleben und Porträts malt. Einem Hobby, das er schon als kleiner Junge nachging. Doch nun spielt sich nahezu das gesamte Leben des Ehepaares im Erdgeschoss ab.

Heike und Günther wehrten sich lange Zeit gegen einen Treppenlift: Das sei doch etwas für Alte und Behinderte. Sie dagegen sind nicht behindert und fühlen sich noch zu jung für diese Art der Hilfe. Doch irgendwann ging es nicht mehr: Ihre Tochter Bettina überzeugte sie, endlich einen Treppenlift einzubauen.

Bettina hatte sich gründlich informiert: Mit zunehmenden Alter steige die Gefahr von tödlichen Treppenstürzen. Laut amtlicher Statistik starben 2017 genau 7.041 Menschen, die zwischen 75 und 85 Jahre alt sind, nach einem Unfall. Davon 3.321 (47 Prozent) zuhause. Zum Vergleich: Im Verkehr waren es „nur“ 572 (8,1 Prozent). Bei den Senioren über 85 waren es insgesamt 10.317 Unfalltote, 5.657 (55 Prozent) in den eigenen vier Wänden und 207 (2 Prozent) im Verkehr.

Welche Zuschüsse gibt es für einen Treppenlift?

Heike und Günther lasen die Broschüre, die Bettina ihnen dagelassen hatte, und waren überrascht, dass es für jede Treppe einen passenden Lift gibt; für gerade Treppen, für geschwungene und sogar für Wendeltreppen. Jeder Treppenlift ist ein Unikat und individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten. Es gibt sogar Plattform-Treppenlifte für Rollstühle.

Weitere Überraschung: Es gibt mehrere Fördermöglichkeiten. Die Pflegeversicherung bezahlt bis zu 4.000 Euro pro Person. Bei Ehepaaren kann dies bis zu 8.000 Euro betragen. Mit dieser Summe kann man oft schon den gesamten Einbau des Treppenlifts bezahlen.

Wer keinen Anspruch auf die Zuschüsse der Pflegeversicherung hat oder bei dem sie nicht ausreichen, dem gibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Darlehen. Am Geld muss der Einbau nicht scheitern. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit, einen Treppenlift zu mieten.

Treppenlift: Endlich barrierefrei im eigenen Haus

Heike und Günther haben endlich wieder die Gelegenheit, sich frei und ohne Einschränkung in ihrem eigenen Haus zu bewegen. Der Treppenlift erleichtert beiden das Leben. Heike und Günther sind nun selbstbewusster und haben auch mehr Freude in ihrer vertrauten Umgebung mit all den schönen Erinnerungen.

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