„Durchhalten bis zur Rente“ ist der falsche Weg

Wer sich bei der Arbeit allein und unzufrieden fühlt, sollte einen Jobwechsel in Betracht ziehen.
Wer sich bei der Arbeit allein und unzufrieden fühlt, sollte einen Jobwechsel in Betracht ziehen. - (pixabay.de © www_slon_pics CCO Public Domain)
Eine berufliche Neuorientierung ist kein Privileg der Jugend. Auch in fortgeschrittenem Alter kann es sinnvoll sein, neue Horizonte zu erschließen.

Insbesondere wenn der aktuelle Job keine Freude mehr bringt und nur noch mit Stress und Unwohlsein verbunden ist, sollte nach neuen Tätigkeitsfeldern gesucht werden. Ein Durchhalten bis zur Rente ist nicht empfehlenswert. Im Folgenden werden viele Tipps für eine Jobsuche in fortgeschrittenem Alter präsentiert.

Momentanes Tief oder generelle Unzufriedenheit?

Unzufriedenheit im Beruf ist meist ein schleichender Prozess. Die wenigsten wachen morgens auf und haben einfach keine Lust mehr auf ihre Tätigkeit. Wer bei sich Anzeichen der Unzufriedenheit feststellt, muss diese ernsthaft prüfen und die Ursache herausfinden. Handelt es sich um ein momentanes Tief, weil ein unangenehmes Projekt ansteht oder aufgrund einer nahenden Deadline Stress entsteht? Dann werden die vorliegenden Probleme nach Abschluss des Projekts wieder weggehen.

Oft genug handelt es sich bei der Unzufriedenheit jedoch um ein dauerhaftes Problem, das projektunabhängig immer vorliegt. In einem solchen Fall ist Augen zu und Zähne zusammenbeißen nicht die richtige Strategie. Die Jahre bis zur Rente werden ansonsten quälend lang und es geht viel Lebensfreude verloren. Stattdessen sollte nach Möglichkeiten gesucht werden, sich beruflich umzuorientieren und eine Tätigkeit zu finden, die den eigenen Wünschen und Vorlieben besser gerecht wird. Das ist auch im fortgeschrittenen Alter jenseits der fünfzig ohne weiteres möglich.

Sich beraten lassen

Ein Jobwechsel ist immer mit vielen Fragen und Unsicherheiten verbunden. Das gilt insbesondere dann, wenn man nicht nur für sich allein verantwortlich ist, sondern beispielsweise eine Familie zu versorgen hat. Zudem muss geklärt werden, ob die eigenen Stärken am Arbeitsmarkt aktuell gesucht werden und wie sie am besten zum Tragen gebracht werden können. Das setzt eine Menge Zeit und Engagement voraus.

Wer den dringenden Wunsch verspürt, einen neuen Job anzunehmen, sollte sich daher professionell beraten lassen. Hier können viele unterschiedliche Aspekte eines Jobwechsels besprochen werden, um herauszufinden, wie der Stellenplatzwechsel am besten organisiert werden kann. Bei einer solchen Beratung bekommen Interessierte Unterstützung dabei, geeignete Stellen zu finden und sich passgenau auf diese zu bewerben.

Bei diesen Alarmzeichen ist ein Jobwechsel angeraten

In einigen Fällen fragen sich Angestellte, ob sie einen Jobwechsel auf sich nehmen sollen oder nicht. Es gibt aber einige Situationen, in denen langes Zögern gefährlich ist. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn sich aus der aktuellen Arbeit gesundheitliche Risiken ergeben. Wer beispielsweise bei sich feststellt, dass Rückenschmerzen immer häufiger auftreten und dass die Bandscheiben teilweise stark belastet werden, sollte nicht erst eine Krankheit abwarten, bevor eine berufliche Neuorientierung stattfindet.

Ebenso ist es wichtig, bei drohenden Stellenkürzungen rechtzeitig aktiv zu werden. Wer erst nach neuen Arbeitsstellen sucht, wenn bereits eine Kündigung ausgesprochen wurde, gerät schnell in Zeitnot und unter finanziellen Druck. Deswegen ist es empfehlenswert, sich rechtzeitig um einen Jobwechsel zu bemühen, um eine größtmögliche Auswahl zu haben und sich die Zeit nehmen zu können, die benötigt wird.

Die eigenen Stärken kennen uns ausspielen

Häufig ist es für ältere Arbeitnehmer schwierig, am Arbeitsmarkt geeignete Stellen für sich zu finden. Dabei gibt es für Arbeitgeber gute Gründe Angestellte mit 50+ einzustellen. Deswegen ist es gerade in vorangeschrittem Alter wichtig, die eigenen Stärken perfekt zu kennen und diese für sich nutzbar zu machen. Hierfür ist es erforderlich, eine Übersicht zu erstellen, was man besonders gut kann und welche Tätigkeiten einem vorschweben. Oftmals ist es jenseits der 50 empfehlenswert, an Fort- und Weiterbildungen teilzunehmen. Die Ausbildung oder das Studium ist schon eine Weile her und es gibt viele neue Arbeitsmethoden und Technologien, die im eigenen Beruf eingesetzt werden können. Wer sich auf dem aktuellen Stand hält und sich neuen Technologien nicht verschließt, hat am Arbeitsmarkt die besten Chancen.

Fazit

Niemand sollte sich bis zur Rente durch einen Job quälen müssen, der nicht erfüllend ist und zu Stress und Unbehagen führt. Stattdessen sollte der mutige Schritt gewagt werden, einen Jobwechsel anzustreben und eine Tätigkeit zu suchen, die einen erfüllt und menschlich weiterbringt. Hierbei ist es von Vorteil, außenstehende Unterstützung zur Verfügung zu haben, die mit Rat und Tat dabei hilft, die für einen persönlich beste Arbeitsstelle zu finden.

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