Welche EDV-Kenntnisse werden gebraucht?

EDV-Kenntnisse sind in so gut wie jedem Berufsfeld obligatorisch. Selbst Handwerker übernehmen die digitale Auftragsbearbeitung eigenständig.

Sie nutzen Computer, Tablets oder Smartphones, um mit ihren Kunden zu kommunizieren. Wie funktioniert moderne EDV auf solchen Geräten und welche Kenntnisse braucht man in diesem Bereich, um auf dem Arbeitsmarkt eine Chance zu haben?

Wer seit 30 Jahren oder mehr arbeitet, weiß, dass sich die Aufgaben in vielen Berufen stark verändert haben. Wo früher im Büro noch Papierausdrucke in Aktenordnern abgeheftet wurden, werden Dokumente heute fast nur noch digital verarbeitet. Computerkenntnisse gehören mittlerweile zum Allgemeinwissen und werden laut Statistischem Bundesamt von vielen Unternehmen als Mitarbeiterqualifikation vorausgesetzt. Doch was versteht man heute unter Computer- bzw. EDV-Kenntnissen?

EDV steht für "Elektronische Datenverarbeitung" und beschreibt heute alles, was mit digitalen Daten zu tun hat und an einem Rechner passiert. Dazu zählen das Schreiben in einem Word-Dokument und das Lesen einer Website genauso wie das grundlegende Verständnis für die Prozesse im Hintergrund. Wie umfassend die EDV-Kenntnisse eines Bewerbers sein sollten, richtet sich nach dem Berufsfeld und den Ansprüchen eines Unternehmens - unter Umständen sind auch Kenntnisse in branchenspezifischen Programmen gefragt.

Diese EDV-Kenntnisse erwarten Arbeitgeber

Welche EDV-Fähigkeiten man für eine bestimmte Tätigkeit besitzen muss, erfährt man in der Regel aus der jeweiligen Stellenausschreibung. Wer in einem Büro arbeitet, muss die elektronische Datenverarbeitung besser beherrschen als jemand, der im Bauwesen tätig ist - Grundkenntnisse werden jedoch auch bei nicht vorrangig computergestützten Tätigkeiten vorausgesetzt. Das bedeutet: Mit den wichtigsten Programmen, zu denen MS-Office-Programme wie Word, Excel, PowerPoint und Outlook zählen, sollte jeder umzugehen wissen.

Hat man im Beruf mit der Textverarbeitung zu tun, sollte man über das Schreiben, Formatieren und Speichern hinaus auch wissen, wie man Formulare oder Serienbriefe erstellt sowie Grafiken oder Tabellen einfügt. Je nach Firma und Aufgabenbereich muss man mitunter auch wissen, wie dynamische Inhaltsverzeichnisse funktionieren und erstellt werden.

Wird Social-Media-Erfahrung gefordert, sollte man nicht nur wissen, wie man Beiträge auf Plattformen wie Facebook, Instagram oder Twitter veröffentlicht: Ebenso müssen Analyse-, Planungs- und Publishing-Tools beherrscht werden. Welche Programme genau gefordert sind, ist vom jeweiligen Unternehmen abhängig.

In Branchen wie dem Handwerk oder dem Bauwesen sollten Mitarbeiter mindestens ein Grundverständnis von Computern haben; also PC, Tablet oder Smartphone bedienen können. Doch wer den Umgang mit diesen Geräten noch nicht beherrscht, muss nicht in Panik geraten: Heute gibt es vielseitige Möglichkeiten, die geforderten Fertigkeiten zu erlernen.

EDV-Fähigkeiten erlernen: Diese Möglichkeiten gibt es

Der demographische Wandel führt dazu, dass Arbeitgeber verstärkt auf die Generation 50Plus setzen. Viele Weiterbildungsmaßnahmen richten sich deshalb nicht nur an junges Publikum, sondern auch an Best Ager und Senioren. Wer seine EDV-Kenntnisse verbessern oder Grundlagen erlernen möchte, kann sich heute beispielsweise an spezielle Fachkursanbieter oder an die regionalen Volkshochschulen wenden.

Wer bereits mit dem Internet vertraut ist, findet auch online vielseitige Kursangebote und zahlreiche Seiten, die einzelne Kniffe erklären. So kann man zum Beispiel lernen, wie man Screenshots auf dem Mac erstellt oder sich mithilfe von YouTube-Videos beibringen, wie man PowerPoint nutzt. Es gibt viele Möglichkeiten, sein EDV-Verständnis zu erweitern - wichtig ist, dass man es angeht. Denn wer heute auf dem Arbeitsmarkt Chancen haben möchte, darf sich dem Thema Computerarbeit nicht verschließen.

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