Wie wollen Sie später wohnen?

Haben Sie schon eine Idee, wie Sie im Alter wohnen möchten?

Sie könnten: Eine kleinere Wohnung kaufen; mit Gleichgesinnten ein Haus mieten; in eine Alterssiedlung ziehen; Ihre Ferienwohnung zum Alterssitz umbauen.

Ihr Einfamilienhaus ist eigentlich zu gross, die Kinder wohnen schon lange nicht mehr zu Hause. Sie sind verwitwet, ledig, geschieden, aber im Alter möchten Sie nicht alleine wohnen. Vielleicht leben Sie seit Jahrzehnten am gleichen Ort und wollen nach der Pensionierung zu neuen Ufern aufbrechen. Im Alter sind unterschiedliche Wohnformen denkbar. Einige Projekte und Modelle stellen wir Ihnen vor.

Nach der Pensionierung und der Familienphase stehen den meisten von uns noch viele aktive Lebensjahre bevor, die wir möglichst selbstbestimmt gestalten möchten. Die Frage des Wohnortes und der Wohnform spielt dabei eine zentrale Rolle. Wollen Sie im eigenen Haus, in der eigenen Wohnung bleiben "bis zuletzt"? Anderswo mit Gleichgesinnten ein gemeinsames Wohnprojekt verwirklichen? Später in eine Seniorenresidenz ziehen? Können Sie an Ihrem Ort bleiben, wenn Ihr Partner, Ihre Partnerin stirbt?

Heute gibt es folgende Wohnmodelle:

  • Selbstverwaltete Wohn- oder Hausgemeinschaften (genossenschaftlich oder privat organisiert)
  • Kombinierte Wohn- und Betreuungsangebote; Wohnen mit Serviceleistungen
  • Private Seniorenresidenzen
  • Kommunale Alters- und Pflegeeinrichtungen

Wer so lange wie möglich im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung bleiben möchte, sollte überlegen, ob das Objekt alters- und behindertengerecht angepasst werden könnte. Oft genügen einige einfache bauliche Massnahmen.

Lebenssituation, Gesundheitszustand und persönliche Bedürfnisse, aber auch finanzielle Möglichkeiten sind bei der Frage nach der Wohnform im Alter zu berücksichtigen. Je früher Sie sich mit der Frage Ihrer persönlichen Wohnform im Alter befassen, desto freier sind Sie (noch) in Ihren Entscheidungen.

Ein interessanter neuerer Weg ist die Hausgemeinschaft. Die Realisierung dieser Wohnform braucht viel Zeit und Kraft, vor allem, wenn sie mit einem Neubau verbunden ist. Das Projekt Hausgemeinschaft gleicht einem langen steinigen Weg, auf dem es auch Durststrecken zu überwinden gilt.

Sie müssen Durchhaltevermögen, Teamfähigkeit und Einsatzbereitschaft mitbringen, wenn Sie sich für eine gemeinschaftliche Wohnform entscheiden. Es kommt ein anspruchsvoller Prozess auf sie zu. Viele Gruppen scheitern daran. Wenn zuerst eine geeignete Liegenschaft gefunden ist und Sie erst danach die Mitbewohner und Mitbewohnerinnen suchen, stehen die Chancen für eine Realisierung besser.

Wollen Sie künftig in einer Wohn- oder Hausgemeinschaft wohnen, fragen Sie doch mal in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, ob jemand ebenfalls an einem solchen Projekt interessiert ist. Wichtig ist, dass Sie sich von Anfang an Zeit nehmen, einander gut kennen zu lernen. Die Suche nach Bauland oder einer geeigneten Immobilie ist recht aufwändig und braucht Geduld. Ein Haus oder Baupläne bieten dann eine konkrete Diskussionsgrundlage für die verschiedenen Vorstellungen von Wohnen.

Wie luxuriös wollen Sie bauen oder renovieren? Wer braucht wie viel Platz? Was benutzen Sie gemeinsam? Wie viel Privatsphäre wünschen Sie? Solche Fragen sollten Sie gleich zu Beginn des Projektes klären.

Anregungen sowie Adressen von Beratungsstellen und Fachleuten, die Ihnen bei Bau-, Rechts- und Finanzierungsfragen weiterhelfen finden Sie hier:

www.wohnform50plus.ch

 


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