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Wieso Liebe am Arbeitsplatz verboten sein sollte

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Kann man Liebe am Arbeitsplatz verbieten ? (Bild Tyler Nix on Unsplash)

Liebe ist die Basis einer guten Beziehung. Am Arbeitsplatz hat sie jedoch meist nichts zu suchen.

Kann man Liebe am Arbeitsplatz verbieten?
Liebe, überhaupt Gefühle ganz allgemein, werden nicht vom Verstand gesteuert. Natürlich ist es in der Praxis unmöglich, jemanden zu verbieten, eine andere Person zu lieben. Das trifft sowohl auf den Arbeitsplatz als auch auf eine private Beziehung zu.

Nur unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Beziehung verboten, beispielsweise wenn es sich um sexuelle Beziehungen von Erwachsenen zu Kindern oder zwischen Geschwistern handelt.

Bei Liebe am Arbeitsplatz ist es etwas anderes. So eine Beziehung ist zumindest durch den Gesetzgeber nicht verboten. Trotzdem verursachen Liebesbeziehungen am Arbeitsplatz viele Probleme. 

Welcher Art sind diese Probleme?
Liebe gehört zu den intensivsten Gefühlen, dessen ein Mensch fähig ist. Das bedeutet, so eine Beziehung nimmt seine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Geschieht das während der Arbeitszeit, kann sich der Verliebte einfach nicht mehr auf seine Arbeit konzentrieren.

Selbst bei reinen Schreibtischjobs leidet die Effizienz darunter. Aufgaben bleiben liegen oder werden nur nachlässig erledigt. Eventuell erwarten die Verliebten sogar, dass die Kollegen ihre Arbeit übernehmen, damit sie Zeit zum Schmusen und Küssen haben.

Kunden werden verärgert und reagieren irritiert, weil sie unnötig warten müssen, bis sie bedient werden und vielleicht sogar Zeugen der Zärtlichkeiten werden. In der Produktion kann Liebe am Arbeitsplatz sogar noch schlimmere Auswirkungen haben.

Weil sich Verliebte nicht auf die Arbeit konzentrieren, steigt die Ausschussquote. Im Extremfall kann es sogar zu Unfällen oder Havarien kommen. 

Liebe als Druckmittel
Würden Liebesbeziehungen zwischen den Mitarbeitern geduldet oder gar gefördert, könnten viele so eine Beziehung nur eingehen, um befördert zu werden.

Nicht umsonst gibt es ja das Klischee von der attraktiven Sekretärin, die sich hingebungsvoll um ihren Chef kümmert oder vom dynamischen Manager, der eine erotische Beziehung zu einer Praktikantin aufbaut und ihr einen festen Arbeitsplatz im Austausch gegen Sex verspricht.

Liebe oder eine erotische Beziehung wird als Druckmittel eingesetzt, um einen Arbeitsplatz zu bekommen, zu behalten oder um befördert zu werden.

Liebe am Arbeitsplatz schadet allen
Wer seine Beziehung auch im Unternehmen auslebt, schadet sowohl den Mitarbeitern als auch der Firma. Darunter leidet das Arbeitsklima. Wo Liebe ist, gibt es auch immer Neid und Missgunst. Kollegen schmieden Intrigen und klatschen.

Das vergiftet die Atmosphäre im Büro. Das Unternehmen leidet ebenfalls darunter. Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass die Produktivität der Arbeitnehmer zurückgeht.

Freie Stellen werden nicht mehr mit den Mitarbeitern besetzt, die dafür am besten geeignet sind. Stattdessen erhält den Arbeitsplatz jemand, der eine sexuelle Beziehung zu einem verantwortlichen Mitarbeiter unterhält.

Im Endeffekt bedeutet das, Menschen arbeiten an Positionen, nicht weil sie dazu am besten befähigt sind, sondern aufgrund körperlicher Vorzüge oder weil sie sich durch Gefühle dazu verleiten lassen, falsche Entscheidungen zu treffen. In einem Unternehmen mit Publikumsbetrieb steht zudem auch noch der gute Ruf der Firma auf dem Spiel. 

Zusammenfassung
Liebe ist eine Himmelsmacht. Kein Mensch kann sie verbieten. Am Arbeitsplatz hat sie jedoch nichts zu suchen. Dort wirkt sich so eine private Beziehung in vielerlei Hinsicht negativ aus.

Sowohl die Mitarbeiter als auch das Unternehmen muss darunter leiden. Auch die Liebenden selbst werden zum Gegenstand von Neid, Spott, Anfeindungen, Intrigen und einer ganzen Reihe unnötiger Probleme. 

Liebe hat am Arbeitsplatz nichts zu suchen. Sie ist ein starkes Gefühl, dass logisches Denken und Konzentration negativ beeinflusst. Die Beziehung sollte sich auf den privaten Bereich beschränken. Dort hat sie ihren rechtmässigen Platz!



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