5 Massnahmen für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Mit zunehmendem Alter wird vielen bewusst, wie weitreichend die Auswirkungen des Klimawandels für die nächste Generation sein könnten.

Ob krankmachende Umwelteinflüsse, zunehmende Unwetter oder klimatische Katastrophen. Diejenigen, die ihren Beitrag zum Schutz des Ökosystems leisten möchten, finden nachfolgend Anregungen für sinnvolle Maßnahmen.

1. Plastik reduzieren

Plastik ist die Ursache vieler ökologischer Probleme. Während Mikroplastik aus Körperpflegeprodukten im Meer landet und von dort aus in die Speisefische der Bevölkerung gelangt, belasten in Kunststoff verpackte Lebensmittel den menschlichen Organismus durch sich herauslösende Bestandteile. Einer der größten Umweltlügen ist die Behauptung, Deutschland sei Recycling-Weltmeister. Der Plastikatlas 2019 des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bestätigt, dass es sich dabei um Wunschdenken handelt. Von 5,2 Millionen Tonnen Plastikmüll, den die Bundesrepublik allein 2017 verursacht hat, wurden lediglich 810.000 Tonnen recycelt. „Das entspricht einer Quote von 15,6 Prozent“, so der BUND zur ernüchternden Erkenntnis. Es liegt also in der Verantwortung jedes Haushalts, seinen Müll zu reduzieren. Wie das gehen kann? Hier einige Ideen:

  • Einkaufen ohne Verpackung: Ob im Unverpackt-Laden, beim Bio-Hof oder auf dem lokalen Markt – es gibt viele Varianten, um auf Verpackungsmüll zu verzichten.
  • Mehrweg statt Einweg: Jede Verpackung, die nach einer einmaligen Verwendung entsorgt wird, ist eine zu viel.
  • Stofftaschen statt Plastiktüten: Kunststofftüten sind bereits vielerorts verboten oder kosten Geld. Die weitaus bessere Lösung sind selbst mitgebrachte Einkaufstaschen oder Körbe.
  • Naturkosmetik statt Mikroplastik: In vielen konventionellen Pflegeprodukten ist Mikroplastik enthalten. Das ist schwer abbaubarer Müll, der in Produkten zur Körperpflege nicht vorkommen sollte. Der Kauf von zertifizierter (!) Naturkosmetik beugt Fehlgriffen vor.
     

2. Einen wirklich nachhaltigen Energieversorger wählen

Leider hat Greenwashing dazu geführt, dass viele Verbraucher ihren Strom von Anbietern bezogen haben, die nur auf den ersten Blick ökologisch agierten. Im Hintergrund wurde Atom- und Kohleenergie als Ökostrom etikettiert, statt Erneuerbare Energien zu fördern. Inzwischen erleichtern Ökostrom-Label wie „ok-Power“ und „Grüner Strom Label“ die Auswahl. Dass Erneuerbare Energien jedoch keine Garantie für ganzheitliche Nachhaltigkeit sind, verdeutlichen derzeit alternative Stromanbieter, die sich auf vegane Angebote spezialisiert haben. Gemeint sind Energiequellen, die keine Gefahr für Tiere beziehungsweise dessen Lebensraum darstellen. Bei Wind- und Wasserkraftanlagen sowie Biomasse sei das oft nicht der Fall. „Wasserkraftwerke greifen tief in das empfindliche Ökosystem von Flüssen ein und stellen mit ihren Turbinen eine tödliche Gefahr für Fische und andere Wasserlebewesen dar“, erklärt die Redaktion der Marke Vegan Strom des Ökoenergieunternehmens GreenStone Energy aus Berlin in einem Artikel zum Engagement für Veganismus gegen den Klimawandel. Nachhaltige Alternativen ohne Tierleid seien hingegen Solarenergie, Gezeitenkraft und Geothermie.

3. Fast Fashion meiden

Fast Fashion beschreibt ein über viele Jahrzehnte überaus lukratives Geschäftsmodell der Textilbranche: Sie bringt in immer kürzeren Abständen neue Kollektionen auf den Markt und macht Kleidung zur kurzlebigen Massenware. Für die Umwelt ein verheerendes Problem. Wie immens die Folgen sind, zeigt der Bayerische Rundfunk in einer Dokumentation zu Fast Fashion. Sie finden diese am Schluss dieses Artikels.

Konsumenten, die der Textilflut entgegenwirken möchten, können durch den Einkauf nachhaltig produzierter und langlebiger Produkte dazu beisteuern. Auch Kleider aus zweiter Hand sind ein wertvoller Beitrag zum Umweltschutz. In erster Linie gilt es, die Frage zu beantworten, wie viel Neues tatsächlich nötig ist. Je weniger Nachfrage, desto besser für eine langfristige, umweltentlastende Entwicklung.

4. Müll sammeln und entsorgen

Ein weiterer wichtiger Beitrag zum Klimaschutz ist das eigenverantwortliche Einsammeln von Müll. Ob mit dem Partner, Freunden oder den Enkeln: Gemeinsam die Ärmel hochzukrempeln und sich für das Ökosystem stark zu machen, kann Spaß machen und verbinden. Wichtig: Handschuhe tragen!

5. Reparieren statt wegwerfen

Für die Herstellung von Elektrogeräten, Möbeln und ähnlichen Dingen werden wertvolle Ressourcen verwendet. Eine kurze Lebensdauer der Produkte verschlechtert die Ökobilanz erheblich. Bei kleinen Mängeln oder Defekten sollte deshalb geprüft werden, ob eine Reparatur möglich ist. In vielen Fällen klappt das problemlos. Obwohl das Reparieren meist finanziell wenig lohnenswert ist, macht es in Hinblick auf den Klimaschutz dennoch sehr viel Sinn. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel: Handelt es sich beispielsweise um einen alten Kühlschrank, der jede Menge Strom frisst, wäre der Austausch durch ein energieeffizientes Neugerät die bessere Entscheidung.

Lesen Sie ergänzend unseren Beitrag zum ökologischen Fußabdruck und erfahren Sie mehr zum Thema!

Quelleninformation der Fotografien: pixabay.com (markusspiske/ hhach/ RoyBuri)

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