Spannende Ausflugsideen mit den Enkeln

Ein Leben lang neugierig. Das Durchschnittsalter an der Seniorenuni ist 73.
Ihre Enkel kommen zu Besuch? Nicht nur auf ein schnelles Mittagessen nach der Schule, sondern für ein komplettes Wochenende?

Voller Vorfreude auf zwei Tage Spiel und Spaß mit den Großeltern? In diesem Falle gilt es, sich etwas Besonderes für die Kleinen auszudenken und wirklich für eine unvergessliche Zeit zu sorgen.

Selbstverständlich hängt es auch von individuellen Umständen ab, mit welcher gemeinschaftlichen Unternehmung sie sich allen die erhofften außergewöhnlichen Stunden bereiten können. Doch unabhängig von der gegebenen Wetterlage, dem Alter der Kinder oder Ihrer Fitness und Kondition werden Sie mit einigen Tagesausflügen garantiert für ewig einen Stein im Brett Ihrer Enkel haben.

Miteinander Zeit verbringen

Bevor Sie einen Blick auf die folgenden Vorschläge werfen, vergessen Sie nie: Im Prinzip ist es das Wichtigste, einfach miteinander Zeit zu verbringen und für Ihre Enkel da zu sein. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort, Blut sei dicker als Wasser: Ihre familiäre Bindung ist etwas ganz Besonderes.

Unabhängig davon, wie häufig Sie sich sehen, spielen Sie als Großeltern einen bedeutenden Teil im Leben Ihrer Enkelkinder. Machen Sie sich also nicht zu viele Sorgen, kündigen die Kleinen ihren Besuch an. Aber vielleicht haben ja auch Sie richtig Lust darauf, mal wieder etwas völlig anderes zu unternehmen!

Zoo und Bauernhof: Tiere sind immer der Renner

Kinder lieben Tiere. Begegnet ihnen ein Hund im Park, lugt die Katze des Nachbarn um die Ecke, stürzen sie in der Regel auf die Vierbeiner zu. Geben Sie ihnen die Möglichkeit, auf dem Bauernhof Ziegen und Schafe anfassen und füttern zu dürfen oder im Zoo riesige Elefanten und exotische Tiger zu bestaunen, ist der Tag gerettet.

Sie haben eine Pferdenärrin zur Enkelin? Bestimmt liegt auch in Ihrer Nähe ein Reiterhof. Vielleicht darf der Junge währenddessen einmal auf den Traktor steigen! Sollte eines Ihrer Enkelkinder noch im Kinderwagen geschoben werden müssen, haben Sie überall die Möglichkeit, auf ebenen Wegen ein wenig spazieren zu gehen, während die Älteren mit den Tieren interagieren.

Tipp: Kinder sind Kinder – so interessant und toll die Tiere, umso mehr freuen sie sich, gibt es zwischendurch ein Eis oder ein Glas frische Milch von der Kuh im Stall. Im Zoo gibt es oft auch einen Spielplatz, auf dem die Kleinen sich am Ende so richtig austoben können.

Sie haben sich also entschieden: Der Bauernhof soll es werden. Der Fahrtweg nimmt eine gute halbe Stunde in Anspruch. Weshalb statt dem Bus nicht auf Fahrräder zurückgreifen?

Fahrradausflug: Frische Luft, Bewegung und Spaß

Bewegung tut Kindern immer gut, gerade heutzutage. Und auch Sie bleiben länger fit, steigen Sie ab und zu aufs Rad. Sollten Sie unter Rückenschmerzen oder Gelenkproblemen leiden, muss dies kein Hinderungsgrund für einen gemeinsamen Ausflug auf dem Drahtesel sein. Nierengurte schützen vor Unterkühlungen, Traubenzucker vor Wadenkrämpfen und Gelsättel vor unbequemem Sitzen.

Und sollten Sie schnell aus der Puste kommen, greifen Sie auf ein Elektrofahrrad zurück! Mit ein wenig Unterstützung durch den eingebauten Motor sind kleine Anstiege leicht zu bewältigen. Sie müssen auch keine Sorge davor haben, Ihre Enkel sähen dies spöttisch als Seniorenfahrrad an. E-Bikes sind heutzutage so beliebt, dass Sie vielleicht sogar für die Kleinen eines mieten können. Dank Elektro-Motor halten daher alle Teilnehmer durch, sollte es doch länger zu Ihrem Ziel dauern als erwartet. Und sie können sicher sein, dass das Fahrrad verkehrssicher ist – selbst ein cooler Helm ist für die Kleinen mit dabei!

Wird es zwischendurch trotz allem zu anstrengend, schieben Sie Ihre Räder ein Stück und legen Sie immer wieder Pausen ein. Dafür am besten ein kleines Picknick vorbereiten und die Tasche einfach im Fahrradkorb transportieren. Ein wenig Obst, Brote, Schokolade und Getränke kommen immer gut an. Haben Sie zusätzlich Platz für ein Ballspiel oder eine Frisbee-Scheibe, werden Sie zwar später auf dem Bauernhof oder am See ankommen als nötig. Aber viel Spaß miteinander haben!

Tipp: Auch hier bleibt der jüngste Nachwuchs nicht außen vor: Er kann bequem mit Ihnen im Kindersitz mitfahren.

Frische Luft klingt gut, aber Sie wären doch lieber zu Fuß unterwegs? Dann ersetzen Sie den normalen Parkspaziergang durch eine Wanderung über einen Naturlehrpfad!

Barfußlehrpfade: Mit nackten Füßen Neugierde stillen

Die Kleinen können sich bis zur Grenze verausgaben, lernen etwas und dürfen endlich mal so richtig im Match herumhüpfen, ohne gleich zurückbeordert zu werden: Nehmen Sie Ihre Enkel mit auf einen Naturlehrpfad, schlagen Sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Und das Beste: Wer nicht über Baumstämme klettern oder barfuß über Kieselsteine laufen möchte, muss es auch nicht tun.

Sie können die Kinder jederzeit vom angelegten Weg aus beobachten, ihnen vielleicht dabei erzählen, wie Sie selbst früher ohne Schuhe lange Strecken zurücklegen mussten. Oft sind die ausgewiesenen Lehrpfade recht kurz, sodass auch Kleinkinder problemlos mitgenommen werden können.

Tipp: Schauen Sie nach einem Naturlehrpfad in Ihrer Nähe – zum Teil stehen Wege unter einem bestimmten Motto und bieten einen Imkereibesuch mit an oder beschildern versteckte Tierbehausungen.

Nur die Schuhe auszuziehen, reicht Ihnen nicht? Dann entledigen Sie sich noch mehr Kleidung und schlagen Ihren Enkeln einen Schwimmbadbesuch vor. Besonders praktisch: Er fällt bei keinem Wetter ins Wasser!

Schwimmbadbesuch: Bei Regen und bei Sonne

Im Sommer lockt der See im Umland oder das Freizeitbad, im Winter kann problemlos überdacht geschwommen werden. Wichtig ist hier in jedem Fall, dass Sie jeweils Spaß haben. Nicht zuletzt hält Schwimmen auch fit und kann das Altern um bis zu zehn Jahre verlangsamen. Genügend Gründe, das kühle Nass als Option in Erwägung zu ziehen.

Entscheiden Sie sich für ein Bad, in dem es für die ganz Kleinen einen Baby-Pool gibt, für die älteren Geschwister eine Rutschbahn und für Sie selber je nach Bedarf lange Bahnen oder einen Ruhebereich, von dem aus Sie die Kinder beobachten können. Vielleicht gibt es am Badesee sogar einen Tretbootverleih oder die Möglichkeit, an Land zu grillen. Schwimmen macht in der Regel hungrig, und auch bei Enkelkindern geht Liebe unter anderem durch den Magen!

Tipp: Mit den Enkelkindern schwimmen zu gehen, bedeutet eine besondere Herausforderung. Erkundigen Sie sich bei den Eltern, wie gut und sicher die Kleinen schon schwimmen können und suchen Sie auch danach das passende Freizeitbad aus. Für Sie selber gilt: Ziehen Sie im Wasser Ihre Bahnen, werden es Ihnen Ihre Gelenke danken!

Ein überdachtes Schwimmbad muss es nicht sein, doch gegen einen Ausflug in eine andere Halle hätten Sie nichts einzuwenden? Dann nutzen Sie einen ungemütlichen Wintertag für einen ungewöhnlichen Museumsbesuch!

Mach-mit-Museumsbesuch: Von Antik bis zum Modernen

Wo Sie auch wohnen: Es gibt mit Sicherheit ein Museum in Ihrer Nähe. Und auch für Kinder kann ein Besuch richtig aufregend sein. Überlegen Sie vorab, was Ihre Enkel am meisten interessiert. Ihre Enkelin sammelt alles, was mit Dinosauriern zu tun hat? Dann lockt das Naturkundemuseum.

Der Enkel möchte später Lokführer werden? Ab in ein Technikmuseum, von denen es in Deutschland über 600 Stück gibt! Auch die Geschichte Ihres Dorfes kann spannend sein – wie hat die Bevölkerung in Ihrem Landkreis früher gelebt? Viele Einrichtungen bieten inzwischen auch interaktive Gestaltungsmöglichkeiten. Die Kleinen können einen Dino nachdrucken, während Sie im selben Zimmer bei einem Kaffee entspannen. Hier ist mit Sicherheit für jeden Geschmack und für jedes Alter etwas dabei.

Tipp: Normalerweise werden Kinder noch spätestens zwei Stunden in einem Museum unruhig und müde. Planen Sie schon vorab den anschließenden Besuch in der Pizzeria an der Ecke!

Ihre Enkel sind ein wenig schüchtern und spielen bei der Schulaufführung lieber den Baum als die Hauptrolle? Dann heißt die Alternative: Zuschauen statt mitmachen!

Theater: Mit Puppen, Musik oder klassisch

Allein die Atmosphäre ist etwas Besonderes für Ihre Enkel: Der typische Holzgeruch des Bühnenbodens, schwere Vorhänge, der Glockenschlag zum Einlass und die Schauspieler direkt vor den eigenen Augen. Es muss nicht gleich ein Shakespeare sein. Sie finden zahlreiche kindgerechte Programme. Sind Ihre Enkel noch sehr klein, freuen sie sich bestimmt über ein richtig typisches Kasperle-Theater. 

Tipp: Das einzige Problem bei einem Theaterbesuch: Sie sind zeitlich nicht flexibel. Schauen Sie also vorab, wie Sie den Tag um das Stück herum gestalten können – vorher essen, danach gemeinsam kochen? Vielleicht gibt es ja sogar eine echte Theaterkantine mit Durchsagen aus dem Lautsprecher!

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