CBD im Straßenverkehr – das gilt es zu beachten

CBD sorgt üblicherweise für keine Probleme hinterm Steuer!
CBD sorgt üblicherweise für keine Probleme hinterm Steuer! (Foto von Andrea Piacquadio von Pexels)
CBD (Cannabidiol) ist ein Wirkstoff der weiblichen Hanfpflanze. Im Gegensatz zu der weitaus bekannteren Substanz THC (Tetrahydrocannabinol), die aus der gleichen Pflanze extrahiert wird, hat CBD keinerlei berauschende Wirkungen.

Vielmehr werden der Substanz entspannende, beruhigende und krampflösende Effekte nachgesagt, die für das Wohlbefinden auch reiferer Personen förderlich sind.

CBD ist daher im Straßenverkehr hinter dem Steuer nicht verboten. Zudem ist die Einnahme von CBD Öl beim Drogentest in einer Verkehrskontrolle in der Regel nicht nachweisbar.

CBD im gesellschaftlichen Umfeld

Trotzdem sollte der Autofahrer einige Hintergrundinformationen verinnerlichen. Wird CBD aufgrund seiner Ähnlichkeit mit THC-Produkten oft mit diesen verwechselt und in einigen Fällen ist die Polizei bei einer Verkehrskontrolle überfordert. Das kann zu unangenehmen Situationen führen, die sich zwar aufklären, aber vermeidbar sind.

CBD und die rechtliche Einordnung

Das die Frage nach einem Gefahrenpotenzial von CBD im Straßenverkehr überhaupt aufgeworfen werden muss, liegt in rechtlichen Unwägbarkeiten begründet. In Deutschland besagt das Gesetz, dass CBD-Produkte mit einem THC-Gehalt von weniger als 0,2 % legal sind. Dies gilt allerdings nur für weiterverarbeitete Produkte wie Öl, Pillen, Kapseln oder Kristallen. Die Blüten an sich sind noch illegal. Das hängt aber weniger mit einem eventuellen Rauschpotenzial zusammen. Der Gesetzgeber nimmt eine Verwechslungsgefahr mit THC-Blüten als gegeben an. Gleichen sich beide Blüten doch wie ein Ei dem anderen.

Die Gefahrlosigkeit von CBD wird im Übrigen von internationalen und nationalen Institutionen bestätigt. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) attestiert CBD in ihrem Report “keinerlei Potenzial zur Gesundheitsgefährdung und Suchtgefahr”. Der EuGH (Europäische Gerichtshof) erkannte Ende 2020 an, dass CBD-Produkte nach einem Zulassungsprozess als Nahrungsergänzungsmittel klassifiziert werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) schloss sich im März 2021 der Meinung der WHO an.

Die Gefahr steckt im Detail

Wer also ausschließlich zertifizierte Produkte konsumiert, ist auf der sicheren Seite. Obwohl CBD keine strafrechtlichen Folgen im Straßenverkehr mit sich ziehen kann, wird immer wieder von unübersichtlichen Momenten speziell bei Verkehrskontrollen berichtet. Darauf sollte sich eingestellt werden.

Unseriöse Hersteller

Wie in jeder Branche gibt es Hersteller, die sich durch Tricks oder mit einer weit gedehnten Auslegung der Rahmenbedingungen Vorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffen möchten. Insbesondere von einem Umfeld wie dem der Cannabisprodukte, dass sich durch eine komplexe Rechtssituation mit überlappenden Vorschriften auszeichnet, werden diese Art von Marktteilnehmern angezogen.

Der Verbraucher sollte sich deshalb vergewissern, ob das konsumierte CBD Öl den Anforderungen entspricht. Besonders steht dabei der THC-Gehalt im Fokus, welcher bei unlauteren Herstellern einen erhöhten Wert aufweisen könnte. Sind die Extraktionsverfahren zur Herstellung von CBD ohne THC doch sehr aufwendig und kostenintensiv. Deshalb empfiehlt es sich, auf dem Etikett nach Zertifikaten zu suchen, welche die Angaben bestätigen.

Vollspektrum-Öle

Hochwertige Vollspektrum-Öle enthalten ein breites Angebot von Cannabinoiden. Dabei liegt der Gedanke zugrunde, dass die verschiedenen Wirkstoffe einen Entourage-Effekt auslösen. Die damit entstehenden Synergieeffekte verbessern die Wirkung der Produkte, indem die Substanzen des Cannabis im Organismus interagieren und im Zusammenspiel bessere Effekte erzielen.

Diese Öle enthalten Spuren von THC, die in der Regel weit unter der vorgegebenen Grenze von 0,2 % liegen. Wer ganz sichergehen will, greift als Verbraucher zu reinen Produkten wie CBD-Isolaten oder CBD-Kristallen, bevor er sich ans Steuer setzt.

CBD-Produkte aus dem Ausland

Im benachbarten Ausland unterscheiden sich die Zulassungsverfahren für CBD-Produkte von den deutschen Vorgaben. Insbesondere in der Schweiz und in Österreich ist ein erhöhter THC-Gehalt üblich. Bei den Eidgenossen sind sogar CBD-Produkte von bis zu maximal einem Prozent THC-Anteil erlaubt.

Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich neben den Herstellerangaben auch genau die Informationen zum Produzenten und dessen Herkunft anschauen.

Fazit

Wer nur unter Einfluss von CBD im Straßenverkehr unterwegs ist, dem kann auch bei einer Verkehrskontrolle nichts passieren. Die Substanz ist legal und die gängigen Drogentests schlagen nicht an.

Aufgrund der entspannenden Wirkung der CBD-Produkte könnte eine gewisse Schläfrigkeit entstehen, auf die der Betroffene achten sollte. Bei einer Verlangsamung der Reaktionsprozesse ist dann natürlich ein Gefährdungspotenzial gegeben.

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